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-die Liste der Mitglieder verweist nicht auf die Organisationen, die Mitglieder der UNPO sind, sondern (fälschlich) auf die Nationen/Völker. s. Diskussionsseite.



Staaten mit von der UNPO vertretenen Gebieten und Völkern

Generaldirektor Karl Habsburg-Lothringen (seit 2002)
Generalsekretär Marino Busdachin (2003)
Gründung 11. Februar 1991
Mitglieder der UNPO 63 (Stand: Februar 2006)
Anzahl der insg. vertretenen Menschen ca. 150 Millionen nach Angaben der Organisation
UNPO-Hauptsitz Den Haag (Niederlande)
Internetseite www.unpo.org
Die Organisation der nicht-repräsentierten Nationen und Völker (UNPO, von engl.: Unrepresented Nations and Peoples Organization) ist eine internationale nichtstaatliche Organisation mit Konsultativstatus beim UN-Wirtschafts- und Sozialrat. Sie versteht sich als Interessenvertretung der nicht bei der UN repräsentierten Staaten, Nationen und Völker. Die UNPO hat ihren Hauptsitz in Den Haag in den Niederlanden.

Geschichte


Nachdem im September 1990 im estnischen Tartu der Grundsatzbeschluss zur Gründung einer solchen internationalen Organisation gefallen warMemorandum of Understanding 1990 www.unpo.ee, unterzeichneten am 11. Februar 1991 im Den Haager Friedenspalast Vertreter aus Armenien, Estland, Georgien, dem Irakischen Kurdistan, den philippinischen Kordilleren, Lettland, Ost-Turkestan, Palau, Taiwan, Tatarstan, Tibet und West-Papua sowie der Aborigines Australiens, griechischen Minderheit in Albanien und der Krimtataren die entsprechende Urkunde. Darin wird als Ziel der Organisation die Interessenvertretung ihrer Mitglieder in internationalen Gremien sowie die gewaltfreie Unterstützung der jeweiligen Intentionen ihrer Mitglieder festgeschrieben. Die Mitglieder verpflichten sich, sich in ihrer Arbeit von fünf Grundprinzipien leiten zu lassenCovenant establishing the Unrepresented Nations and Peoples Organization, Article 5; www.unpo.org:

Einer der Mitbegründer der „Alternativen UN“ war der Dalai Lama.

1998 ging der erste Petra-Kelly-Preis überhaupt an die UNPO.

Derzeit hat die UNPO 63 Mitglieder; sechs ehemalige wurden zwischenzeitlich als unabhängige Staaten Vollmitglieder der UN (Stand: Februar 2006).

Organisationsaufbau


Die Organe der UNPO sind die Generalversammlung, der Leitungsausschuss (steering committee) und das Generalsekretariat.

Die Generalversammlung der UNPO, in der jedes Mitglied Sitz und Stimme hat, tritt alle zwei Jahre zu regulären Sitzungen zusammen. Sie ist das höchste beschlussfassende Organ. Sie bestimmt die Grundlagen und Schwerpunkte der Arbeit, entscheidet über Mitgliedschaftsanträge und wählt sowohl den Leitungsausschuss als auch den Generalsekretär.

Der Leitungsausschuss tritt mindestens zweimal pro Jahr zusammen. In ihm sind sieben Mitglieder vertreten. Hauptaufgabe ist die Planung, inklusive Finanzplanung, der von der Generalversammlung beschlossenen Projekte.

Das Generalsekrätariat administriert die tägliche Arbeit der UNPO und repräsentiert diese nach außen. Der Generalsekretär wird für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt. Erster Generalsekretär war Michael van Walt; zu den späteren Generalsekretären zählte mit Helen Corbett auch eine Aboriginal aus Australien. Seit 2003 bekleidet mit Busdachin ein Italiener diesen Posten.

2001 wurde die Position eines Generaldirektors geschaffen und am 19. Januar 2002 auf Vorschlag des damaligen Generalsekretärs, Erkin Alptekin, mit Karl Habsburg-Lothringen besetzt.

Die UNPO unterhält im estnischen Tartu sowie im US-amerikanischen Washington D.C. Koordinierungsbüros.

Liste der Mitglieder


Die UNPO versteht sich als Versammlung von „Völkern“ und „Nationen“, daher benennt sie jeweils ganze Ethnien oder Regionen kollektiv als Organisationsmitglieder, z.B. „die Aborigines Australiens“ oder „die Chittagong Hill Tracts“ in Bangladesch. In den Beschreibungen dieser „Mitglieder“ wird zumeist in einem Abschnitt, der „Organisation“ oder ähnlich heißt, darauf verwiesen, dass das jeweilige Volk innerhalb der UNPO durch eine bestimmte Organisation „vertreten“ sei. Fraglich ist in vielen Fällen ob und in welchem Maße die genannte Organisation tatsächlich als legitimer Vertreter der gesamten Gruppen gelten kann. Während etwa die Organisasi Papua Merdeka auf eine nennenswerte Unterstützung durch die Bevölkerung West-Papuas verweisen kann, werden die Turkmenen Iraks in der UNPO laut Beschreibung durch eine Privatperson vertreten, über dessen Legitimation und Mandat keine Aussage getroffen werden kann.

Afrika
Ethnie Land Mitgliedsorganisation
Batwa Ruanda Community of Indigenous Peoples of Rwanda (CAURWA)
Cabinda Angola (1975 annektiert) Frente de Libertação do Enclave de Cabinda/Forças Armadas de Cabinda (FLEC/FAC),
Ogoni Nigeria Movement for the Survival of Ogoni People (MOSOP)
Sansibar durch Vertrag 1964 zu Tansania gehörig (ungenannt)
Somaliland Somalia (Möglicherweise Regierung)
Vhavenda (Venda) Südafrika Pension Forum (Dabalorivhuwa)

Amerika

Asien

Australien und Ozeanien

Europa

Ehemalige Mitglieder

Die folgenden Staaten sind mittlerweile in die UNO aufgenommen, die UNPO verweist auf eine "moralische Verpflichtung" dieser ehemaligen Mitglieder, unterstützende Mitglieder ohne Stimmrecht zu bleiben (Artikel 24 des UNPO-Statuts). Dass die Staaten tatsächlich unterstützende Mitglieder blieben, dafür gibt es keinen Nachweis; im Mitgliederverzeichnis sind sie nicht enthalten.

Weblinks


Quellen


Staat | Völkerrecht | Politikwissenschaft | NGO

UNPO | Organizace nezastoupených států a národů | UNPO | Unrepresented Nations and Peoples Organization | Esindamata Rahvaste Organisatsioon | EVKY | Organisation des nations et des peuples non-représentés | Organizzazione delle Nazioni e dei Popoli non rappresentati | 代表なき国家民族機構 | Unrepresented Nations and Peoples Organisation | Unrepresented Nations and Peoples Organisation | 非聯合國會員國家及民族組織

 

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