Die Union Internationale des Associations d'Alpinisme (Abkürzung UIAA, englische Bezeichnung International Mountaineering and Climbing Federation; deutsch etwa „Internationale Union der Alpinismusvereinigungen“) ist eine Vereinigung internationaler Alpinistenverbände. Die UIAA hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, strenge Sicherheitsnormen für Bergsportausrüstung wie Seile, Gurte, Karabinerhaken und sonstige Hardware zu definieren. Die UIAA unterstützt außerdem junge Bergsteiger, beispielsweise durch gemeinsame Auslandsfahrten, und setzt sich für den Naturschutz ein.
Gegründet wurde die UIAA 1932 in Chamonix (Frankreich) von 18 Repräsentanten nationaler Alpinistenvereine. Mittlerweile gehören der UIAA 91 Organisationen an, darunter der Deutsche Alpenverein und der Österreichische Alpenverein.
Der Sitz der UIAA ist in Bern.
Die Normierung der Schwierigkeitsgrade in einer Bewertungsskala, der sogenannten UIAA-Skala, ermöglicht den Vergleich verschiedener Kletterrouten im Fels anhand ihrer Schwierigkeit. Die UIAA-Skala wird in römischen oder arabischen Ziffern angegeben. Sie erstreckt sich von 1 bis 11, wobei die Schwierigkeit mit dem Grad wächst. Darüber hinaus sind Feinabstufungen mit Plus- oder Minuszeichen (z. B. 7- für eine leichte Route im 7. Grad oder 5+ für eine schwierige 5er) gebräuchlich.
- | Bewertung | Erklärung | frz. Skala | sächsische Skala | amerikanische Skala | - | I | Kaum Schwierigkeiten. Einfachste Form der Felskletterei (doch kein leichtes Gehgelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichtes erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit ist bereits erforderlich. | 1 | - | - | - | II | Geringe Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei, welche die Drei-Punkt-Haltung erforderlich macht. | 2 | - | - | - | III | Geringe Schwierigkeiten. Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfehlenswert. Senkrechte Stellen verlangen bereits Kraftaufwand. Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern. | 3a | III | 5.0 | - | III+ | entsprechend III der oberen Grenze | 3b | - | 5.1 | - | IV- | entsprechend IV der unteren Grenze | 3c | - | 5.2 | - | IV | Kleine Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei schärferer Richtung. Für sportliche Nichtkletterer noch ohne Probleme bewältigbar. Längere Kletterstellen bedürfen aber bereits mehrerer Zwischensicherungen. Auch geübte und erfahrene Kletterer bewältigen Passagen dieser Schwierigkeit gewöhnlich nicht mehr ohne Seilsicherung. | 4a | IV | 5.3 | - | IV+ | entsprechend IV der oberen Grenze | 4b | V | 5.4 | - | V- | entsprechend V der unteren Grenze | 4c | - | 5.5 | - | V | Mäßige Schwierigkeiten. Zunehmende Anzahl an Zwischensicherungen ist die Regel. Erhöhte Anforderungen an körperliche Voraussetzungen, Klettertechnik und Erfahrung. Für überdurchschnittlich sportliche Nichtkletterer noch schaffbar. Lange hochalpine Routen im Schwierigkeitsgrad V zählen aber bereits zu den ganz großen Unternehmungen in den Alpen und außeralpinen Regionen. Im Sportklettern ist dieser Schwierigkeitsgrad aber für einigermaßen sportliche Menschen gur erreichbar. | 5a | VI | 5.6 | - | V+ | entsprechend V der oberen Grenze | 5b | - | 5.7 | - | VI- | entsprechend VI der unteren Grenze | 5c | VIIa | 5.8 | - | VI | Etwas höhere Schwierigkeiten. Für überdurchschnittlich fitte Nichtkletterer nach einigen Tagen Übung schaffbar. Für durchschnittlich fitte Kletterer der Grad, der noch schaffbar ist, aber danach wird es schwierig. Große Ausgesetztheit, oft verbunden mit kleinen Standplätzen im alpinen Gebieten. Im alpinen Bereich können Passagen dieser Schwierigkeit in der Regel nur bei guten Bedingungen bezwungen werden. | 5c+ | VIIb | 5.9 | - | VI+ | entsprechend VI der oberen Grenze | 6a | VIIc | 5.10a | - | VII- | entsprechend VII der unteren Grenze | 6a+ | VIIIa | 5.10b | - | VII | Relativ hohe Schwierigkeiten. Die Kletterei erfordert weit überdurchschnittliches Können und hervorragenden Trainingsstand. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich. | 6b/6b+ | VIIIb | 5.10c | - | VII+ | entsprechend VII der oberen Grenze | 6b+/6c | VIIIc | 5.11a | - | VIII- | entsprechend VIII der unteren Grenze | 6c+ | IXa | 5.11b | - | VIII | Hohe Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein regelmäßiges Training um Routen dieser Schwierigkeit zu meistern. Ein Schwierigkeitsgrad der nur von wenigen Kletterern erreicht wird. | 7a | IXb | 5.11c | - | VIII+ | entsprechend VIII der oberen Grenze | 7a/7b | IXc | 5.11d | - | IX- | entsprechend IX der unteren Grenze | 7b/7b+ | Xa | 5.12a/5.12b | - | IX | Sehr hoher Schwierigkeitsgrad, der nur von sehr wenigen Kletterern beherrscht wird. Erfordert intensives Training. | 7c | Xb | 5.12c | - | IX+ | entsprechend IX der oberen Grenze | 7c/8a | Xc | 5.12d/5.13a | - | X- | entsprechend X der unteren Grenze | 8a | XIa | 5.13b | - | X | Sehr sehr hoher Schwierigkeitsgrad, den fast nur noch professionelle Kletterer beherrschen | 8b | XIb | 5.13c/5.13d | - | X+ | entsprechend X der oberen Grenze | 8b+/8c | 5.14a | - | XI- | entsprechend XI der unteren Grenze | 8c+ | 5.14b/5.14c | - | XI | Hier liegt der Weltrekord, weltweit nur von einer Handvoll absoluter Ausnahmetalente gemeistert. | 9a | 5.14d |
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