Frankfurt U-Bahn Festhalle Messe 2.jpg/Messe]] U-Netz Frankfurt.png Die U-Bahn von Frankfurt am Main ist neben S-Bahn und Straßenbahn wichtigste Trägerin des ÖPNV in der Mainmetropole.
Das Netz entspricht in weiten Teilen einem Stadtbahnsystem und weist in oberirdischen Abschnitten niveaugleiche Kreuzungen auf. Andere Strecken, darunter die komplette Linie U4, wurden jedoch zur „echten“ U-Bahn ausgebaut.
Es besteht heute aus sieben Linien in den Außenbezirken, die sich in der Innenstadt auf drei Stammstrecken vereinigen und 27 unterirdische und 58 oberirdische Stationen bedienen. Die Streckenlänge beträgt 60 km. Im Jahr 2000 wurden 94 Mio. Passagiere befördert.
Wie alle ÖPNV-Linien in Frankfurt gehört auch die U-Bahn seit 1995 zum Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Von 1974 bis zur Gründung des RMV waren die Stadtwerke Gesellschafter im Vorgängerverbund, dem Frankfurter Verkehrsverbund (FVV).
Am 6. Juni 2003 beschloss der Magistrat den Verkauf und die Rückmietung des Netzes an ein US-amerikanisches Konsortium in Verbindung mit einem auf 99 Jahre Laufzeit ausgelegten Cross-Border-Leasing-Vertrag. Nach großem Widerstand bei den Bürgern (die Bürgerinitiative "Rettet die U-Bahn" sammelte 48.000 Unterschriften) beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 18. September 2003 den Abbruch der Verhandlungen.
Erste Planungen sahen einen Ausbau in mehreren Abschnitten vor: In der ersten Bauphase sollten zunächst die Tunnelstrecken der Innenstadt errichtet werden, die über provisorische Rampen an die angrenzenden Straßenbahnstrecken angeschlossen werden sollten. Erst in der zweiten Bauphase sollten die Tunnel über die Innenstadt hinaus verlängert werden und an stadtbahnmäßig ausgebaute oberirdische Strecken in den Vororten anschließen, die dritte Bauphase sah dann den Wandel von der Stadtbahn zu einer echten U-Bahn vor, die vollkommen unabhängig vom Straßenverkehr in Tunneln, Einschnitten und auf Dämmen verkehren sollte. Nach der Eröffnung der ersten Stadtbahnstrecke 1968 regte sich jedoch Widerstand gegen diese Pläne, da die durch Zäune abgetrennten oberirdischen Streckenabschnitte und die angrenzenden Tunnelrampen das Stadtbild schädigten. Daher ging man in den 1970er Jahren dazu über, auf die erste Ausbaustufe zu verzichten und die Tunnel gleich mit ihrer endgültig geplanten Länge zu errichten. Wo ein Weiterbau bis zum geplanten Endzustand noch nicht möglich war, endeten Stadtbahnlinien vorübergehend an unterirdischen Stationen. Durch diesen Strategiewechsel und aufgrund der unterschiedlichen Vorgeschichte der oberirdischen Teilstrecken weist das Netz heute völlig verschiedene Ausbaustandards auf:
Eine Linie (U4) verkehrt auf ganzer Länge unterirdisch und entspricht daher am ehesten einer klassischen U-Bahn. Fünf Linien weisen in ihren oberirdischen Abschnitten Kreuzungen mit dem Individualverkehr sowie Fußgängerquerungen auf. Die einzige nach U-Bahn-Kriterien ausgebaute oberirdische Strecke ist der Hochbahnabschnitt der U1 zwischen Römerstadt und Ginnheim. Die oberirdischen Abschnitte der Linien U2 und U3 wurden von einer früheren Kleinbahn übernommen und sind überwiegend eisenbahnmäßig ausgebaut (teilweise straßenunabhängige Streckenführung, schrankengesicherte Bahnübergänge). Bis in die 80er Jahre gab es hier sogar noch Güterverkehr. Den Kriterien einer Stadtbahn entsprechen vor allem die oberirdischen Teilstrecken der U6 und U7. Eine Linie (U5) entspricht größtenteils einer Straßenbahn, die auf zwei Kilometern Länge den Tunnel der U4 mitbenutzt.
Die Trennung von Straßenbahn und U-Bahn schreitet immer weiter voran, nicht zuletzt seit wegen der Einführung von Niederflurfahrzeugen bei der Straßenbahn und der Umrüstung oberirdischer U-Bahn-Haltestellen auf Hochbahnsteige die Fahrzeuge nicht mehr ohne weiteres miteinander kompatibel sind. Die auf beiden Netzen eingesetzten klassischen Stadtbahnfahrzeuge des Typs P werden ab 2006 ausgemustert.
Eine kreuzungsfrei verkehrende Schnellbahn ist übrigens auch die Hochbahn SkyLine auf dem Rhein-Main-Flughafen.
| Nr | Linienführung |
|---|---|
| A-Linien | |
| Stammstrecke: Heddernheim – Eschersheim – Eschersheimer Landstraße – Rampe in den A-Tunnel – Eschenheimer Tor – Hauptwache (C, S) – Willy-Brandt-Platz (B) – Südbahnhof (S) | |
| U1 | Ginnheim — Südbahnhof Ginnheim – Römerstadt – Nordwestzentrum – Stammstrecke |
| U2 | Gonzenheim — Südbahnhof Gonzenheim – Ober-Eschbach – Stadtgrenze – Nieder-Eschbach – Bonames – Niederursel – Stammstrecke |
| U3 | Hohemark — Südbahnhof Hohemark – Oberursel (S) – Stadtgrenze – Niederursel – Stammstrecke |
| B-/D-Linien | |
| Stammstrecke: Konstablerwache (C, S) – Dom/Römer – Willy-Brandt-Platz (A) – Hauptbahnhof (S) | |
| U4 | Seckbacher Landstraße — Bockenheimer Warte Seckbacher Landstraße – Bornheim-Mitte – Stammstrecke – Übergang in den D-Tunnel – Festhalle/Messe – Bockenheimer Warte (C) |
| U5 | Preungesheim — Hauptbahnhof Preungesheim – Eckenheim – Hauptfriedhof – Eckenheimer Landstraße – Rampe in den B-Tunnel – Stammstrecke |
| C-Linien | |
| Stammstrecke: Industriehof – Rampe in den C-Tunnel – Leipziger Straße – Bockenheimer Warte (B) – Westend – Alte Oper – Hauptwache (A, S) – Konstablerwache (B, S) – Zoo | |
| U6 | Heerstraße — Ostbahnhof Heerstraße – Ludwig-Landmann-Straße – Stammstrecke – Ostbahnhof |
| U7 | Hausen — Enkheim Hausen – Stammstrecke – Eissporthalle – Rampe aus dem C-Tunnel – Riederwald/Seckbach – Borsigallee – Hessen-Center – Enkheim |
| (A): Umsteigebahnhof zu anderen Grundstrecken oder zur S-Bahn | Kursiv: Streckenführung entlang dieser Straße, ohne gleichnamigen Bahnhof.
|
| mk Frankfurt U-Bahn Linien.png | mk Frankfurt U-Bahn Daten.png |
Die A-Strecke ist eine wichtige Nord-Süd-Achse im Stadtverkehr und verläuft vom Südbahnhof über die City und die Eschersheimer Landstraße nach Heddernheim. Dort teilt sie sich in drei Äste, die in die Nordweststadt, nach Oberursel und nach Bad Homburg führen. Sie besitzt neun unterirdische und vier, nach Metro-Kriterien ausgebaute, oberirdische Bahnhöfe. Der Abschnitt zwischen Hauptwache und Eschenheimer Tor ist der fahrgaststärkste im U-Bahn-Netz.
Ursprünglich war geplant, die Strecke vom Stadtzentrum bis nach Eschersheim zur Station Weißer Stein im Tunnel zu errichten. Aus finanziellen Gründen wurden jedoch „zunächst“ nur der südliche Tunnelabschnitt errichtet und die Strecke nördlich der Miquelallee über eine Rampe an die Oberfläche geführt. Im weiteren Verlauf liegt die Strecke ebenerdig auf dem Mittelstreifen der Eschersheimer Landstraße. Die dort zuvor vorhandene Straßenbahnstrecke nach Heddernheim wurde dabei massiv ausgebaut und weitestgehend vom Straßenverkehr getrennt. Trotz der oberirdischen Trassierung wurden die Stationen sehr aufwendig gebaut und waren nur über großzügige unterirdische Verteilergeschosse zu erreichen. Die Streckengleise wurden außerdem auf beiden Seiten eingezäunt; ein Überqueren der Straße ist für Fußgänger nur noch an wenigen Stellen möglich.
Die Tunnelrampe an der Humser Straße ist dafür ausgelegt, dass die Strecke ohne Probleme im Tunnel weiter geführt werden kann. Dazu wurde die Rampe auf Stahlstelzen gebaut, die bei Bedarf entfernt werden können. Dieses „provisorische“ Tunnelende ist jedoch bis heute in Betrieb.
Ab Heddernheim nutzt die U-Bahn die Kleinbahnstrecke der ehemaligen Frankfurter Lokalbahn in Richtung Oberursel. Zwischen den Haltestellen Zeilweg und Wiesenau zweigt sie ab und geht auf eine neu errichtete, teilweise unterirdische Strecke in die damals gerade fertig gestellte Großsiedlung Nordweststadt über.
An der Hauptwache entstand der erste der unterirdischen Frankfurter Schnellbahnknoten, dazu wurde das historische Wachengebäude Stein für Stein abgetragen und nach Fertigstellung von Bahnhöfen und unterirdischer Einkaufspassage originalgetreu wiederaufgebaut.
Mk Frankfurt Dornbusch.jpg Die Strecke besaß fünf unterirdische Bahnhöfe in der Innenstadt (Hauptwache, Eschenheimer Tor, Grüneburgweg, Holzhausenstraße und Miquel-/Adickesallee) sowie den unterirdischen Endbahnhof Nordweststadt in der gleichnamigen Großsiedlung. Dazwischen befand sich die oberirdische Strecke mit sieben Stationen. Beim Bau des Bahnhofs Miquelallee wurde als Bauvorleistung ein Teilstück eines damals geplanten Autobahntunnels (Alleentunnel) inklusive Bushaltestelle mit errichtet. Diese Planung wurde später aufgegeben, das bereits gebaute Stück dient als Fußgängertunnel und als Erinnerung für die autoorientierte Stadtplanung der 60er Jahre.
Am 4. Oktober 1968 eröffnete man die erste Strecke der Frankfurter U-Bahn; sie fuhr von der Hauptwache im Mittelpunkt der Stadt über die beschriebene Strecke bis in die Nordweststadt. Ähnlich wie bei der U-Bahn Nürnberg war also die Anbindung einer neuen Großsiedlung der Hintergrund für die Streckenführung der ersten U-Bahn-Linie. Die neue Linie, genannt A1, fuhr mit Fahrzeugen des Typs U2 (siehe unten). Als Betriebshof der U-Bahn diente das Depot der Städtischen Straßenbahn in Heddernheim.
Gleichzeitig wurden auch die Straßenbahnlinien in den neuen Tunnel verlegt, die genannte Umleitungsstrecke wurde noch bis 1978 durch die Straßenbahnlinie 13 nach Berkersheim weitergenutzt. Die Fahrzeuge der U-Straßenbahnlinien wurden „tunnelgängig“ gemacht, d. h., sie erhielten Verbreiterungen an den Türen („Blumenkästen“) zur Überbrückung der Lücke zwischen (zu schmalem) Fahrzeug und Bahnsteig. Anders als die U-Bahn endeten die U-Straßenbahnen nicht an der Hauptwache, sondern erreichten über eine Rampe in der Großen Gallusstraße wieder das Straßenbahnnetz der Innenstadt. Sie behielten zunächst ihre ursprünglichen Liniennummern, erst 1972 wurden sie in A2 bis A4 geändert.
Ab 1968 verkehrten folgende vier Linien durch den neuen Tunnel:
Die neu übernommene Strecke ist eine Eisenbahnstrecke, sie verläuft abseits des Straßennetzes und besitzt schrankengesicherte Bahnübergänge. Sie zweigt in Heddernheim von der ersten Linie ab und bedient den Frankfurter Stadtteil Bonames sowie die damals noch eigenständigen Gemeinden Kalbach, Nieder-Eschbach und Ober-Eschbach sowie den Homburger Stadtteil Gonzenheim.
Die zweite Erweiterung geschah zur gleichen Zeit in der Innenstadt, die U-Bahn wurde um eine Station bis zum Bahnhof Theaterplatz (seit 1992 Willy-Brandt-Platz) verlängert. Dort entstand nach Eröffnung des ersten Teilstücks der B-Strecke 1974 ein Umsteigebahnhof.
Ebenfalls 1974 wurde der Tunnel in der Nordweststadt um eine Station bis zum Bahnhof Römerstadt verlängert. Dieser liegt direkt am Ende des Tunnels auf dem Mittelstreifen einer Stadtautobahn, der Rosa-Luxemburg-Straße. 1978 wurde die Linie um einen Hochbahnabschnitt bis zur Endstation der Straßenbahn in Ginnheim verlängert. Dieser Abschnitt ist das einzige nach vollen U-Bahn-Kriterien ausgebaute oberirdische Teilstück im Frankfurter Netz.
Im selben Jahr wurde die zweite Strecke der früheren Lokalbahn in den Taunus ins U-Bahnnetz übernommen. Die Strecke nach Oberursel fuhr - anders als die in Bad Homburg -stets auf einem eigenen Bahnkörper und wurde deshalb nicht verkürzt. Sie verläuft teils eisenbahnmäßig, teils parallel zur Straße von Heddernheim über Niederursel, Weißkirchen und Bommersheim zum im selben Jahr eröffneten S-Bahnhof Oberursel und von dort entlang der Hohemarkstraße bis zur Hohemark am Fuße des Großen Feldbergs.
Die beiden neuen Taunusstrecken wurden nun ebenfalls mit Fahrzeugen des Typs U2 betrieben. Der Mischbetrieb mit U-Straßenbahnen wurde aufgegeben, die Tunnelrampe in der Großen Gallusstraße stillgelegt, die Verstärkungslinie A4 entfiel. Die tunnelgängigen Straßenbahnfahrzeuge wurden wieder für den Straßenbahnbetrieb zurückgebaut. Die Linienbezeichnungen wurden von A auf U umgestellt.
Auf der Grundstrecke A verkehrten 1978 daher folgende Linien:
Mit Rücksicht auf das Lichtraumprofil der Güterwagen durften die Bahnsteige zwischen Heddernheim und Oberursel nicht höher als 32 cm über Schienenoberkante gehalten werden. Da die U2-Wagen nicht mit Klappstufen ausgestattet waren und nur über eine feste Trittstufe auf 56 cm Höhe verfügten, mussten daher auch die Bahnsteige zwischen Heddernheim und Südbahnhof mit verringerter Höhe angelegt werden, da die BOStrab das Hinabsteigen vom Bahnsteig in das Fahrzeug untersagt.
Einige Bahnhöfe der ältesten Frankfurter U-Bahn-Strecke wurden darüber hinaus saniert und umgestaltet, etwa die Stationen Grüneburgweg, Heddernheim und Nordweststadt (seitdem unter dem Namen Nordwestzentrum).
Die Planungen für die unterirdische Verlängerung der A-Strecke vom Südbahnhof zur Sachsenhäuser Warte (mit einem Zwischenbahnhof Mailänder Straße) waren Ende der 90er Jahre schon weit vorangetrieben, als der Bund seine Förderungszusage zurückzog. Da eine Förderung durch Bund und Land für die Finanzierung unerlässlich ist, wurde das Projekt in die ferne Zukunft verschoben. Jenseits der Sachsenhäuser Warte hätte eine Anschlussstrecke durch den Stadtwald nach Neu-Isenburg führen sollen. An der Sachsenhäuser Warte sollte ein riesiges Park and Ride-Parkhaus entstehen.
Die unterirdische Verlängerung ins Zentrum von Bad Homburg ist seit 30 Jahren im Flächennutzungsplan enthalten, eine Realisierung ist jedoch noch ungewiss. Eine oberirdische und damit preiswertere Streckenführung scheiterte an Umweltschutzbedenken. Die gegenwärtigen Planungen sieht eine mittelfristige Verlängerung zum Bad Homburger Bahnhof vor.
Die U5 führt als Straßenbahn durch die Stadtteile Preungesheim und Eckenheim, zunächst auf unabhängigem Gleiskörper. Jenseits des Hauptfriedhofs und der Adickesallee fährt sie in der Fahrbahn des Kfz-Verkehrs durch den Innenstadtbezirk Nordend. Über eine Tunnelrampe in den Wallanlagen, ein weiteres langlebiges Provisorium, erreicht sie den Tunnelbahnhof Konstablerwache, wo sie bis 1998 endete. Seitdem fährt auch die U5 weiter unter der Altstadt hindurch bis zum Hauptbahnhof. Auf der U5 werden straßenbahnkompatible Stadtbahnfahrzeuge des Typs Ptb eingesetzt, die Lücke zwischen dem schmaleren Fahrzeug und den Bahnsteigen der U-Bahnhöfe wird durch Wülste an den Türen ausgeglichen.
Während große Teile der ehemaligen Altstadt im Laufe der 50er Jahre durch Zeilenbauten und begrünte Wohnhöfe im Stile der Zeit wiederbebaut wurden, blieb der historische Nukleus der Stadt, der Domhügel (damals meist als Dom-Römer-Bereich bezeichnet) eine leere, als Parkplatz genutzte Brachfläche. Auf der Ostseite des Römerbergs, an der Stelle der später rekonstruierten Fachwerkzeile, entstanden zwei Gebäude, die mit Beginn des U-Bahn-Baus wieder abgerissen wurden. 1966 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb zur Bebauung der Dom-Römer-Bereichs durchgeführt, der zugunsten eines großen, modernen Gebäudekomplexes entschieden wurde. Gegenstand des Wettbewerbs war außerdem die Gestaltung der Zugänge zum geplanten U-Bahnhof unter dem Gelände sowie zur daneben zu bauenden Tiefgarage.
Das im Siegerentwurf vorgeschlagene Gebäude wurde nie verwirklicht. Es entstanden jedoch die beiden umfangreichen unterirdischen Bauwerke. U-Bahnhof und Tiefgarage wurden in offener Bauweise errichtet, was an dieser Stelle wiederum sehr umstritten war. Die Baugrube befand sich im historischen Herz der Stadt, seit Jahrtausenden von Menschen bewohnter Siedlungsboden wurde für die archäologische Forschung vernichtet. Neben zahlreichen Relikten historischer Bauskulptur, die meist ins Historische Museum verbracht, teilweise auch in die Gestaltung des U-Bahnhofs integriert wurden, wurde während den Bauarbeiten auch ein vollständig erhaltener und gefüllter Weinkeller aus der Vorkriegszeit entdeckt.
Nach Abschluss der Bauarbeiten 1974 bildete die Decke der Tiefgarage das neue Platzniveau. Die Betonstützen der Tiefgarage wurden etwa einen Meter über das Bodenniveau hinausgezogen, um das geplante Großgebäude später auf dieses Stützenraster aufsetzen zu können. Für fast zehn Jahre, bis zur Rekonstruktion der Römerberg-Ostzeile und dem Bau der Kunsthalle Schirn belegte die damals so genannte Höckerzone den historischen Stadtraum zwischen Kaiserdom und Römerberg. Die Fundamente der karolingischen Kaiserpfalz Frankfurt wurden im benachbarten Historischen Garten konserviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der U-Bahnhof Römer (heute Dom/Römer) liegt sehr tief unter dem Straßenniveau. Der Tunnel unterfährt in der Nähe die Fundamente einiger Häuserblocks. Der östliche Ausgang des Bahnhofs führt über eine sehr lange Rolltreppe ins Freie, der Fahrgast rollt dabei die ganze Zeit direkt auf den Domturm zu, was einen recht ungewöhnlichen Weg der Annäherung an ein mittelalterliches Bauwerk darstellt.
Frankfurt U-Bahn Train Type Ptb.jpgDer zweite Bahnhof der B-Strecke entstand an der Konstablerwache, einem Platz auf der Einkaufsstraße Zeil, die zur Bauzeit auch noch als Hauptverkehrsachse für den Kfz- und Straßenbahnverkehr diente. Unter der Konstablerwache entstand, ähnlich wie an der Hauptwache, ein unterirdischer Schnellbahnknoten. Neben der U-Bahn der B-Strecke wurden für die geplante C-Strecke sowie für den S-Bahn-Tunnel Bahnhöfe errichtet. Unter einer unterirdischen Fußgängerpassage (im technokratischen Geist der damaligen Zeit als B-Ebene bezeichnet) befindet sich zunächst der Bahnhof der B-Linien (C-Ebene) und unter diesem (in der D-Ebene) der Gemeinschaftsbahnhof von C-Strecke und S-Bahn. Wegen der geplanten Linienverzweigung wurde der Bahnhof der B-Strecke dreigleisig gebaut, damit stehen an der Konstablerwache sieben unterirdische Bahnsteiggleise zur Verfügung. Ein zunächst mit eingeplanter Autotunnel unter der Zeil wurde später aus der Planung gestrichen, es gibt hier aber eine Bauvorleistung, die parallel zur B-Strecke einen weiteren Autotunnel vorsieht.
Der dritte Bahnhof dieser Linie befand sich am Theaterplatz (heute Willy-Brandt-Platz). Hierher fuhren seit 1973 bereits die Linien der A-Strecke, ein Jahr später ging hier der erste Umsteigebahnhof der Frankfurter U-Bahn in Betrieb.
1974 eröffnete das erste Teilstück der B-Strecke. Vom Theaterplatz bis zur Konstablerwache wie eine echte U-Bahn ausgebaut, führte der Tunnel mitten in den Wallanlagen an die Oberfläche, von wo aus die Bahn als ganz normale Straßenbahn in der Autofahrbahn der Eckenheimer Landstraße weiterfuhr. Dabei benutzte die U-Bahn einen Teil der ehemaligen Straßenbahnstrecke nach Berkersheim. Die neue Linie B1 endete zunächst an der Haltestelle Gießener Straße. Die B1 nutzte, anders als die U-Bahnen der A-Strecke, straßenbahnkompatible Stadtbahnfahrzeuge des Typs Pt (t=Tunnel) (siehe Foto oben). Diese waren gegenüber den sonstigen Stadtbahnwagen um 30 cm schmaler, so dass sie ohne Anpassungen der Gleise auch auf Straßenbahnstrecken eingesetzt werden konnten. Da zunächst nur diese Wagen im Tunnel verkehrten, wurden die Bahnsteige mit einem angeschraubten Winkel verbreitert.
Nach Eröffnung des B-Tunnels in der Altstadt fuhren 1974 in Frankfurt folgende U-Bahn- und U-Straßenbahnlinien:
Der U-Bahnhof am Hauptbahnhof wurde viergleisig errichtet. Nach der Verkehrsplanung der Stadt sollten sich hier zwei U-Bahn-Linien kreuzen: die Grundstrecke B, aus der Altstadt kommend und in Richtung Galluswarte und Höchst weiterfahrend, sowie die Grundstrecke D, die aus Schwanheim und Niederrad kommend in Richtung Messe und Bockenheim führen sollte.
Wie an der Hauptwache und der Konstablerwache entstand am Hauptbahnhof ein umfangreicher Schnellbahnknoten tief unter der Erde. Unter der Fahrbahn des Bahnhofsvorplatzes, über den zahlreiche Straßenbahnlinien sowie die Bundesstraße 44 führen, wurde zunächst auch hier wieder eine sehr große unterirdische Einkaufspassage (B-Ebene) angelegt. In der dritten Ebene entstand der viergleisige U-Bahnhof, wie der Bahnhofsvorplatz in Nord-Süd-Ausrichtung, und in der vierten Ebene quer dazu der ebenfalls viergleisige S-Bahnhof, der zum großen Teil unter dem Bahnhofsgebäude des Hauptbahnhofes liegt. Im Zwickel nordwestlich der beiden unterirdischen Schnellbahnhöfe wurde eine dreigeschossige Tiefgarage gebaut. Auch diese Anlagen wurden wieder in offener Baugrube errichtet, viele Jahre lang befand sich anstelle des Bahnhofsplatzes ein tiefes Loch, der Straßenverkehr wurde umgeleitet, der nördliche Teil des historischen Bahnhofsgebäudes, ähnlich wie zuvor die barocke Hauptwache, abgetragen, eingelagert und nach Abschluss der Bauarbeiten wiedererrichtet.
Mk Frankfurt Hbf 5.jpg in Bildern.]]Der Bahnhofsvorplatz wurde nach Eröffnung des Schnellbahnknotens für die Fußgänger gesperrt – der Zugang vom Bahnhof zur Stadt und zur Straßenbahn erfolgte für viele Jahre durch die unübersichtlich gestaltete B-Ebene, der Vorteil des Kopfbahnhofs, nämlich die ebenerdige Erreichbarkeit der Züge, ging verloren.
Mit Erreichen des Hauptbahnhofs war das Schnellbahnnetz in der City 1978 weitgehend fertig gestellt. Die Grundstrecken A und B waren in Betrieb, der erste Tunnelabschnitt der S-Bahn (bis zur Hauptwache) eröffnete im gleichen Jahr, am Hauptbahnhof (D), der Hauptwache (C) und der Konstablerwache (C, S) waren Bahnsteige für künftig geplante Linien als Vorleistung mit errichtet worden und harrten ihrer Verwendung. Die erste Bauphase des Netzes, geprägt durch das Primat einer technokratischen, letztlich den Interessen des Autoverkehrs dienenden Verkehrsplanung (Verlegung von ÖPNV und Fußgängerverkehr in den Untergrund) und einem weitgehenden Verzicht auf ästhetische Gestaltung, war abgeschlossen.
Die Strecke führt entlang der Berger Straße durch die Innenstadtbezirke Nordend und Bornheim. Aufgrund der geringen Breite der Berger Straße wurden die beiden Tunnelröhren nicht neben- sondern übereinander gebaut, die erstgenannten Bahnhöfe besitzen daher je zwei eingleisige, übereinander liegende Bahnsteige.
Die Bornheimer U-Bahn ging 1980 in Betrieb. Eine neue Linie mit der Bezeichnung U4 befuhr sie und übernahm außerdem den bestehenden Tunnel zum Hauptbahnhof. Die U5 wurde bis zur Konstablerwache zurückgezogen, da es zu diesem Zeitpunkt keine Ptb (b=breit) Fahrzeuge mit der nötigen Verbreiterung im Türbereich gab. Sie endete nun auf dem dritten Gleis der dortigen Station und hatte im Linienbetrieb keinen Kontakt mehr zur U4. Die Bahnsteige der Innenstadtstrecke wurden an die breiteren U-Bahn-Fahrzeuge des neuen Typs U3 durch Entfernen der angebrachten Verbreiterung angepasst. Die neue Linie verkehrte nun komplett unterirdisch über acht Stationen und galt als die erste „echte“ U-Bahn der Stadt.
Die beiden B-Linien verkehrten von 1980 bis 1998 so:
Der Bahnhof an der Messe wurde in offener Bauweise errichtet, die Streckentunnel dagegen in bergmännischem Vortrieb, der an der Oberfläche weitgehend unbemerkt blieb. Der Bahnhof an der Bockenheimer Warte war bereits in den 1980er Jahren beim Bau der (zum Teil darüber liegenden) C-Strecke in den sich überschneidenden Teilen im Rohbau errichtet worden. Der weitaus größere Teil (einschließlich einer hinter der eigentlichen Station liegenden Wendeanlage) wurde jedoch wie die Station Messe in offener Bauweise vor 2001 errichtet. An der Station Bockenheimer Warte existiert seitdem auch der einzige unterirdische Verbindungstunnel zweier Grundstrecken im Frankfurter Netz, nämlich zwischen B/D- und C-Strecke. Dieser Tunnel wird jedoch nur für Betriebsfahrten verwendet.
Während die U-Bahnhöfe der 80er Jahre, vor allem die der C-Strecke, durch bunte, farbige Gestaltungsfreude auffallen, kehrte man hier zu einer schlichteren Gestaltung zurück. Im Gegensatz zu den Bahnhöfen der ersten Bauphase wurden nun aber durch Verwendung roh belassener Materialien, Sichtachsen und direkten Tageslichteinfall hohe gestalterische Qualitäten erreicht.
Die Strecke vom Hauptbahnhof zur Bockenheimer Warte war Teil der ursprünglich geplanten Grundstrecke D. Weil sowohl die Planungen für den südlichen Teil der D-Strecke (nach Schwanheim) als auch die für den westlichen Teil der B-Strecke (nach Höchst) nicht mehr weiterverfolgt werden, lag es nahe, die beiden verbleibenden Strecken zu einer neuen B-Linie zusammenzufassen. In den Planungs- und Bauunterlagen ist aber weiterhin von einer Grundstrecke D die Rede.
Am anderen Ende ist eigentlich eine unterirdische Verlängerung der U4 über Seckbach bis nach Bergen geplant. Diese U-Bahn-Strecke ist Bestandteil des 1978 in Kraft getretenen Eingemeindungsvertrags zwischen Frankfurt und der ehemaligen Stadt Bergen-Enkheim. Aufgrund des geringen prognostizierten Kosten-Nutzen-Faktors und der daraus resultierenden schlechten Aussichten auf eine Förderung durch Bund und Land ist eine Verwirklichung aber unwahrscheinlich. Bessere Chancen hat jedoch eine kurze Erweiterung um eine Station bis zur Siedlung Atzelberg in Seckbach. Die Wendeanlage an der Seckbacher Landstraße ist darauf schon vorbereitet.
Das geplante Europaviertel auf dem Gelände des früheren Hauptgüterbahnhofs soll, entgegen früheren Planungen, die eine unterirdische Lösung vorsahen, durch eine oberirdische Stadtbahnstrecke mit voraussichtlich drei Stationen erschlossen werden. Der von der U5 zu bedienende Ast würde am Hauptbahnhof von der U4 abzweigen, auf Höhe des Güterplatzes ans Tageslicht kommen und bis zum Messeparkhaus führen. Die Verwirklichung ist jedoch von der Umsetzung der im Europaviertel geplanten Großprojekte abhängig.
Durch die Verlängerung ins Europaviertel würde die Linie U5 weiter in Richtung einer „echten“ U-Bahn aufgewertet werden, was die Frage nach der Zukunft des östlichen Streckenasts der Linie wieder aktuell werden lässt. Aktuelle Planungen sehen den Bau von Hochbahnsteigen vor, was in der teilweise sehr engen Eckenheimer Landstraße nur schwer zu realisieren ist. Eine Eingliederung in das Straßenbahnnetz ist wegen der daraus resultierenden geringeren Kapazität nicht erwünscht.
Am Preungesheimer Ende der Strecke eine Verlängerung bis zum S-Bahnhof Frankfurter Berg vorgesehen, die Planfeststellung läuft zurzeit.
Die beiden westlichen Zulaufstrecken verlaufen auf den Mittelstreifen der Ludwig-Landmann-Straße und des Hohen Wegs durch die Stadtteile Praunheim, Rödelheim und Hausen und erschließen dabei unter anderem zwei Siedlungen Ernst Mays (Heerstraße und Westhausen). An der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße münden beide Strecken gemeinsam in die Station Industriehof/Neue Börse, an die sich der Beginn des C-Tunnels anschließt.
Die U-Bahn führt durch Bockenheim zur Bockenheimer Warte, wo auf die B/D-Strecke (Linie U4) umgestiegen werden kann. Das Westend wird im Verlauf der Bockenheimer Landstraße unterquert, an der Alten Oper die Frankfurter City erreicht. In einem gemeinsamen viergleisigen Tunnel mit der S-Bahn werden die unter der Zeil liegenden Knoten Hauptwache und Konstablerwache angefahren. Im dreigleisigen Bahnhof Zoo teilt sich der C-Tunnel in zwei Äste. Der südliche endet eine Station weiter am Ostbahnhof, der nördliche führt durch das Ostend und Bornheim zur Eissporthalle. An das dortige Tunnelende schließt sich eine Stadtbahnstrecke an, die den Straßen Am Erlenbruch und Borsigallee folgt und nach sechs Stationen in Enkheim endet.
Frankfurt U-Bahn Bockenheimer Warte.jpg
Bei der Architektur der U-Bahnhöfe wurde in weit größerem Maße als zuvor auf eine attraktive Gestaltung Wert gelegt. Gestaltungselemente sollten außerdem auf die Umgebung der Stationen Bezug nehmen. So verdankt der Bahnhof Kirchplatz seine an einen Sakralbau angelehnte Architektur der benachbarten evangelischen Jakobskirche, der Bahnhof Alte Oper verweist mit seinen Rundbögen auf den Neorenaissancestil des Opernhauses, und im U-Bahnhof Zoo kann der wartende Fahrgast auf freundlichen Krokodilen Platz nehmen. Ein Ausgang am Bahnhof Bockenheimer Warte entstand in Form eines altertümlichen Straßenbahnwagens, der aus der Erde ans Tageslicht herausbricht.
Mit der Eröffnung der C-Strecke bis Zoo war ein großes Ziel verbunden: die Schaffung der Schienenfreien Innenstadt. Alle Straßenbahnlinien in Altstadt, Innenstadt und Westend sollten stillgelegt, die verbleibenden zu Zubringerlinien zur U-Bahn degradiert werden. Dies wurde als wichtiger Meilenstein auf dem Weg angesehen, die Straßenbahn in der Folge ganz abzuschaffen. Dieser Beschluss war von der langjährigen SPD-Stadtregierung gefasst und von der seit 1977 mit absoluter Mehrheit regierenden CDU übernommen worden. Der seinerzeitige, ungewöhnlich unpopuläre Oberbürgermeister Brück ließ sich weder durch Proteste noch von der Bildung mehrerer Bürgerinitiativen von seinem Plan abbringen, erst die Verweigerung der Stilllegungsgenehmigung durch das Regierungspräsidium als zuständiger Aufsichtsbehörde stoppte die Pläne. Eine Bürgerinitiative zur Rettung der Straßenbahnstrecken in der Innenstadt sammelte in kurzer Zeit über 60.000 Unterschriften gegen die "schienenfreie Innenstadt". Der Magistrat sagte daraufhin die für den 27. September 1986 geplante Eröffnung der neuen U-Bahn sowie die zahlreichen zu diesem Anlass geplanten Feierlichkeiten ab. Auch private Eröffnungsfeiern wurden untersagt und die Einhaltung des Verbots polizeilich überwacht. Nachdem sich Stadt und Regierungspräsidium auf einen Kompromiss geeinigt hatten, der den Erhalt der Altsstadtstrecke sowie der durch die Altstadt verkehrenden Straßenbahnlinie 11 vorsah, wurde die U-Bahn am 11. Oktober ohne Feier doch noch eröffnet.
Zunächst verkehrten auf der C-Strecke die Linien:
wobei die U7 nur zwei eigene Stationen aufwies (Große Nelkenstraße und Hausen).
Die Tunnelstrecke führt am Stadion am Bornheimer Hang, der Spielstätte des FSV Frankfurt, über eine Rampe an die Oberfläche. Die im Anschluss zu übernehmende Straßenbahnstrecke wurde neu trassiert; im Bereich des Stadtteils Riederwald liegt sie parallel zur Straße, in der anschließenden Borsigallee auf dem Mittelstreifen derselben. Die Endstation Enkheim wurde aufwendig gestaltet, hier kann am gleichen Bahnsteig auf anschließende Buslinien umgestiegen werden. Die Verlängerung vom Zoo nach Enkheim wurde 1992 eröffnet und wird seitdem von der Linie U7 befahren.
Sobald in den nächsten Jahren die Fahrzeuge des Typs U5 in Betrieb genommen wurden, wird bei den meisten Stationen der C-Strecke eine Verringerung der Bahnsteighöhe von 87 auf 80 cm über Schienenoberkante erforderlich, um einen ebenerdigen Einstieg zu ermöglichen. In fast allen Stationen kann dies durch das Anheben der Gleise auf vergleichsweise einfache Art bewerkstelligt werden.
Derzeit gibt es Planungen, den Ast der U6 vom Ostbahnhof entlang der Hanauer Landstraße bis zum Ratswegkreisel zu verlängern. Anschließend soll auf derzeitiger Straßenbahnstrecke der Stadtteil Fechenheim erreicht werden. Die Planung steht in gewisser Konkurrenz zum Bau der nordmainischen S-Bahn-Strecke nach Hanau, da statt der S-Bahn auch eine Verlängerung der U6 bis Hanau möglich ist. Da sich die Stadt zugunsten der nordmainischen S-Bahn Strecke entschieden hat, ist der Bau unwahrscheinlich.
Eine kurze Erweiterung der Stadtbahnstrecke im Stadtteil Enkheim bis zum Freibad Bergen wird zur Zeit nicht weiterverfolgt, die Gründe sind das unmittelbar angrenzende Naturschutzgebiet und die unklare Weiterentwicklung des Baugebiets Leuchte.
Am anderen Ende der U6 gab es bereits in den 80er Jahren Pläne zur Verlängerung der Strecke nach Steinbach oder gar weiter bis Oberhöchstadt. Bis Steinbach könnte hierzu die für eine ursprünglich geplante Stadtautobahn freigehaltene Trasse samt Unterführung unter der Autobahn A5 genutzt werden, eine ehemalige Tankstelle der amerikanischen Armee an der Autobahn könnte zum Park and Ride-Platz umgebaut werden. Das Projekt wurde am 15. Dezember 2005 in den Generalverkehrsplan aufgenommen, ein konkreter Zeitplan für den Bau besteht aber noch nicht.
Ebenfalls seit dem 15. Dezember 2005 ist eine Reaktivierung der ehemaligen Straßenbahnstrecke nach Bergen im Generalverkehrsplan vorgesehen, die durch einen kurzen Tunnel in die Berger Altstadt ergänzt werden soll.
| Aktueller Einsatz der Fahrzeugtypen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Linie | U1 | U2 | U3 | U4 | U5 | U6 | U7 |
| Fahrzeugtyp | U2h, U4 | U2h, U4 | U2h, U4 | U3, Ptb | Ptb | Ptb | U2e, Ptb |
| fett = primär eingesetzter Fahrzeugtyp | |||||||
Die Fahrspannung beträgt 600 Volt Gleichstrom, die Stromzuführung erfolgt über Oberleitung. Die U-Bahn-Fahrzeuge sind 2,65 Meter breit, die Straßenbahnwagen nur 2,35 Meter. Die aktuell eingesetzten Fahrzeuge sind allesamt mit zwei Fahrerständen ausgerüstet (Zweirichtungswagen). Sie sind jeweils nur mit dem gleichen Wagentyp kuppelbar und verkehren so im Linienbetrieb mit einer Zuglänge von maximal vier Wagen. Hierbei handelt sich um die automatische Scharfenbergkupplung, so dass auch während des laufenden Betriebes Züge bedarfsgerecht gekürzt bzw. verlängert werden können, was im täglichen Betrieb auch geschieht. Das An- bzw. Abhängen von Wagen durch einen Rangierfahrer dauert hierbei etwa 90 Sekunden. Die Fahrgäste können in dieser Zeit (mit Ausnahme abzuhängender Wagen) im Zug verbleiben.
Es gab bisher vier U-Bahn-Fahrzeugtypen:
Technische Daten:
| Wagenlänge (ohne Kupplung): | 21,80 m |
| Wagenbreite: | 2,65 m |
| Motoren/Leistung: | 2 Gleichstrommotoren zu je 150 kW |
| Steuerung: | Simatic |
Änderungen der Bahnsteighöhen erforderten mehrere Umbauten dieser Fahrzeuge. Der ursprüngliche U2-Typ war mit einer festen Stufe für Bahnsteighöhen von 32 und 56 cm ausgelegt. Heute existiert das Fahrzeug nur noch in den zwei folgenden Varianten: Zum einen mit 80 cm Einstiegshöhe und einer hierdurch bedingten kleinen Stufe im Türenbereich (Typ U2h für die Linien U1, U2 und U3) und zum anderen mit 87 cm Einstiegshöhe und deshalb komplett ebenerdigen Innenraum (Typ U2e für die Linie U7).
Die U2-Wagen werden momentan sukzessive mit größeren Fahrerkabinen (Erweiterung in Richtung Fahrgastraum) und neuen Fahrersitzen ausgestattet, wobei der Umbau bei dem Typ U2e nahezu abgeschlossen ist. Der Typ U2e wurde zusätzlich mit jeweils einer behindertengerechten Tür (Mittelstange wurde entfernt, Lichtschranken modifiziert) pro Wagen ausgestattet.
Anfangs wurden die Fahrzeuge in den Frankfurter Stadtfarben rot/weiß ausgeliefert. Mitte der 1980er Jahre erfolgte eine Umlackierung in orange/elfenbein. Seit Mitte der 1990er Jahre erfolgt ein weitere Umlackierung in die neue VGF-Hausfarbe „subaruvistablue“ (eine Art türkis). Bis auf vier Fahrzeuge des Typs U2h ist diese bereits abgeschlossen.
Baugleiche Fahrzeuge bestellten auch die Verkehrsbetriebe von Edmonton und Calgary (beides in Kanada) sowie San Diego (USA).
Siehe auch: Siemens-Duewag U2
Technische Daten:
| Wagenlänge (ohne Kupplung): | 23,00 m |
| Wagenbreite: | 2,65 m |
| Motoren/Leistung: | 2 Gleichstrommotoren zu je 150 kW |
| Steuerung: | Simatic |
| Platzangebot: | 64 Sitzplätze / 162 Stehplätze |
Die Fahrzeuge sind für den ausschließlich unterirdischen Betrieb optimiert und leichter konstruiert als das Vorgängermodell, das auf oberirdischen Stadtbahnstrecken ein weit höheres Risiko von Unfällen mit Kraftfahrzeugen trägt. Im Gegensatz zu den Typen U2 und P, die Fahrzeugfronten aus glasfaserverstärktem Kunststoff aufweisen, bestehen die Wagenkästen des Typs U2 vollständig aus Stahl. Auch die U3-Fahrzeuge mussten vor Eröffnung des Betriebshofs Ost über Straßenbahnstrecken zum Betriebshof fahren und sind deshalb für diese Fälle, wie Straßenbahnen, mit Blinkern und Rückspiegeln ausgestattet.
Die Fahrzeuge sind für Bahnsteige mit einer Höhe von 87 cm ausgelegt und besitzen schon seit Auslieferung einen komplett ebenerdigen Innenraum. Hierdurch konnten die Türen im Gegensatz zum Typ U2 gleichmäßiger auf die Fahrzeuglänge verteilt werden, da sich Trittstufen und Drehgestelle nicht mehr ins Gehege kommen können.
Die Fahrzeuge sind mittlerweile alle in die Farbe subaruvistablue umlackiert worden und besitzen pro Fahrzeug eine behindertengerechte Tür ohne mittige Griffstange.
In den 1990er Jahren wurden in den nächtlichen Betriebspausen mit eigens umgebauten Wagen dieses Typs auf der B-Strecke erfolgreich Testfahrten für führerloses Fahren durchgeführt. In den tatsächlichen Einsatz mit Fahrgästen kam das System aber nie. Die Fahrzeuge wurden nach Beendigung der Versuche wieder zurückgebaut.
Die Fahrzeuge wurden wie die komplette B-Strecke technisch für einen Betrieb via Stromschiene vorbereitet, der jedoch nie kommen wird.
Weitgehend baugleiche Fahrzeuge bestellte die Salzburger Lokalbahn für ihre S-Bahn-Linien S1 und S11.
Technische Daten:
| Wagenlänge (ohne Kupplung): | 24,49 m |
| Wagenbreite: | 2,65 m |
| Motoren/Leistung: | 2 Drehstrommotoren zu je 174 kW |
| Steuerung: | Chopper-Steuerung |
| Platzangebot: | 64 Sitzplätze / 182 Stehplätze |
Die Fahrzeuge sind primär für eine Bahnsteighöhe von 80 cm ausgelegt und besitzen einen ebenerdigen Innenraum. Weiterhin sind alle Türen behindertengerecht ohne Mittelstange ausgeführt. Wie alle Frankfurter U-Bahn-Fahrzeuge besitzt auch der U4-Wagen keine Klimaanlage, welches durch die großen Glasflächen und den begrenzten Klappfenstern insbesondere bei diesem Fahrzeugtyp im Sommer zu sehr hohen Temperaturen im Innenraum führt. Die Fahrzeuge wurden für den Einbau einer Klimaanlage vorbereitet, ob dies wirklich geschehen wird ist aber noch völlig offen.
Bedingt durch die größere Fahrzeuglänge im Vergleich zu den U2-Wagen und die kurze Ausführung der Station Miquel-/Adickesallee (A-Strecke), kommt es hier hauptsächlich in der morgendlichen Hauptverkehrszeit zu einer Besonderheit. Wenn nämlich 4-Wagen-Züge des U4-Typs eingesetzt werden, steht das hintere Ende des Zuges inkl. der letzten Tür an der besagten Station noch im Tunnel. Die letzte Tür wird dann automatisch nicht geöffnet, worauf die Fahrgäste vorher durch eine spezielle Ansage hingewiesen werden.
Technische Daten:
| Wagenlänge (ohne Kupplung): | 24,49 m |
| Wagenbreite: | 2,65 m |
| Motoren/Leistung: | 4 Drehstrommotoren zu je 130 kW |
| Steuerung: | Thyristor-Steuerung |
| Platzangebot: | 63 Sitzplätze / 111 Stehplätze |
Zum einen 54 Fahrzeuge (Vorläufige Bezeichnung „U5-25“) mit einer Länge von 25 Metern (ein Gelenk, drei Drehgestelle, sechs Achsen), 48 Sitz- und 130 Stehplätze (12 Sitze weniger als im Wagentyp U4 der Frankfurter U-Bahn). In vier Mehrzweckabteilen werden zusätzlich sechs Klappsitze zur Verfügung stehen. Die Fahrzeuge werden entsprechend den älteren Baureihen vier Türen je Wagenseite besitzen.
Zum anderen werden 46 Fahrzeuge („U5-50“) mit einer Länge von 50 Metern (drei Gelenke, sechs Drehgestelle, zwölf Achsen, acht Türen) geordert. Diese werden aus zwei 25-Meter-Einheiten bestehen und in der Mitte durch eine Kurzkupplung mit Personenübergang verbunden sein. Die Fahrzeuge werden 104 Sitz- und 258 Stehplätze sowie zwölf Klappsitze im Mehrzweckabteil aufweisen und werden, nach dem Vorbild der S-Bahn-Baureihe 423, in voller Länge begehbar sein. Es wird möglich sein, die 25-Meter-Einheiten auch selbstständig als Einrichtungsfahrzeuge einzusetzen.
Es ist geplant, die Baureihe U5 voll kompatibel zur Baureihe U4 zu machen, um ein Höchstmaß an betrieblicher Flexibilität zu erreichen. Die neue Baureihe soll insbesondere die dann bis zu 40 Jahre alten Fahrzeuge des Typs U2 und die Stadtbahnwagen des Typs Ptb ersetzen, Anfang 2008 werden die ersten U5-Wagen Frankfurt erreichen. Pro Jahr sollen 20 Fahrzeuge des Typs U5-25 und 10 Fahrzeuge des Typs U5-50 geliefert werden. Es besteht eine Option für 24 weitere Fahrzeuge als Ersatz für den Typ "U3" sowie eine Folgeoption für 24 + 16 Fahrzeuge zum Einsatz auf neuen Strecken oder bei Fahrgaststeigerung. Sollte die Option und Folgeoption eingelöst werden, wird es 2015 200 Fahrzeuge des Typs U5 in Frankfurt geben.
Die Innengestaltung der U5-Wagen orientiert sich an den Straßenbahnwagen der Baureihe S. Erstmals in der Geschichte der Frankfurter U-Bahn werden die Fahrzeuge eine Klimaanlage aufweisen. Die Außengestaltung orientiert sich am U4-Wagen, beinhaltet aber auch Elemente der Baureihe S und dem Kölner K5000, das konkrete Aussehen steht allerdings noch nicht fest. In den Seitenwänden werden je zwei Matrixanzeigen für Liniennummer und Fahrtziel angeordnet.
Die ersten 29 Wagen des Typs U5-25 (20% des neuen Wagenparks) werden mit einer Videoüberwachung ausgestattet, die übrigen werden darauf vorbereitet. Die Fahrzeuge werden eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreichen, Steigungen bis zu fünf Prozent bewältigen können und über eine moderne Drehstromtechnik verfügen. Für die Wagennummern ist der Bereich zwischen 801 und 999 vorgesehen.
Weitere Informationen zur Baureihe M enthält der Artikel Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main.
VGF_Ptb700_11.11.2005_Preungesheim.JPG
Weitere Informationen zu den Baureihen Pt und Ptb enthält der Artikel Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main.
Ein Großteil der Fahrzeuge ist in zwei großen Betriebshöfen stationiert:
Aus Kapazitätsmangel der Betriebshöfe werden weiterhin folgende überwachte Abstellanlagen benutzt:
Weitere (teils unterirdische) Abstellanlagen befinden sich bei einzelnen Bahnhöfen, etwa Seckbacher Landstraße, Südbahnhof, Zoo oder Oberursel Bahnhof. Hier werden jedoch regulär keine Züge mehr über Nacht abgestellt.
Die Eröffnung des Betriebshofs Ost war ein wichtiger Schritt zur Trennung von Stadt- und Straßenbahnnetz: zuvor mussten die Fahrzeuge der B- und C-Linien nach Betriebsschluss, teilweise auch mitten in der Hauptverkehrszeit, über Straßenbahngleise quer durch die Stadt zu ihren (Straßenbahn-)Betriebshöfen Gutleut und Eckenheim fahren; ein betrieblich unbefriedigender Zustand, der nun weitgehend beendet ist.
Stadt- und Straßenbahn nutzen, neben Werkstätten bei den Betriebshöfen, gemeinsam die Stadtbahn-Zentralwerkstatt (abgekürzt STZW) für größere Arbeiten an den Fahrzeugen. Sie befindet sich im Stadtteil Rödelheim an der Heerstraße, jenseits der gleichnamigen Endstation der Linie U6 auf der C-Strecke. Sie ist aber, teils über Betriebsstrecken, auch von A- und B-Strecke aus erreichbar.
| Linie | Hauptverkehrszeit | Nebenverkehrszeit | Schwachverkehrszeit |
|---|---|---|---|
| U1 | 7-8 Min | 10 Min | 15 Min |
| U2 | 7-8 Min | 10 Min | 15 Min |
| Im 15-Min-Takt, Samstags und Sonntags (Ausnahme im 30-Min-Takt) fährt nur jeder 2. Zug bis Gonzenheim, der Rest endet in Nieder-Eschbach. | |||
| U3 | 7-8 Min | 15 Min | 30 Min |
| Im 7-8-Minuten-Takt und Samstags ab 17 Uhr fährt jeder 2. Zug nur bis Oberursel Bahnhof. Im Integralen Taktverkehr fährt zusätzlich ein Taktverstärker Heddernheim - Südbahnhof im 30-Minuten-Takt, um den 5-Minuten-Takt auf der A-Strecke aufrecht zu erhalten. | |||
| U4 | 5 Min | 7-8 Min | 10-20 Min |
| Samstags verkehrt die U4 bis 16 Uhr im 7-8-Minuten-Takt, danach bis 23 Uhr und Sonntags im 10-Minuten-Takt. | In den hessischen Weihnachts- und Sommerferien verkehrt die U4 auch in der Hauptverkehrszeit nur im 7-8-Minuten-Takt|||
| U5 | 5 Min | 7-8 Min | 10-20 Min |
| Wie die U4 verkehrt die Linie Samstags im 7-8-Minuten-Takt bis 17 Uhr, Sonntags alle 10 Minuten. | In den hessischen Weihnachts- und Sommerferien verkehrt die U5 auch in der Hauptverkehrszeit nur im 7-8-Minuten-Takt|||
| U6 | 7-8 Min | 10 Min | 20 Min |
| U7 | 7-8 Min | 10 Min | 20 Min |
| Die U6 und U7 fahren im Takt, sodass zwischen Industriehof und Zoo praktisch alle 3 bzw. 5 Minuten eine U-Bahn kommt. | |||
Anfang 1963 kam man zu dem Entschluss, dass der Entwurf der Architekten Wolfgang Bader und Arthur Walter die Frankfurter U-Bahn am besten repräsentiere. Die ersten Stationen zeichnen sich durch Emailplatten der Bildhauerin Inge Hagner aus, die das Zeitlose repräsentierten und doch einfach zu handhaben waren. Jede Station bekam eine eigene Kennfarbe:
Die Stationen Grüneburgweg und Nordweststadt (heute Nordwestzentrum) wurden später umgebaut und verloren ihre Emailplatten. Dabei wurde auch die unpassende, blaue Wandverkleidung (!) der Station "Grüneburgweg" durch eine grüne Wandverkleidung aus keramischen Fliesen ersetzt.
Auch die Linien bekamen ihre Kennfarbe:
Domroemer.jpgDie Länge der Striche über dem Stationsnamen gibt dem Fahrgast Aufschluss, wo sich der nächste Ausgang befindet. Umsteigebahnhöfe wie Hauptwache hatten rote Stützpfeiler, die restlichen Stationen graue.
Dieses Farbkonzept wurde jedoch nur bei der ersten Ausbaustufe der A-Strecke angewendet. Schon bei der Station Theaterplatz hat man sich davon gelöst. Die Stationen der B-Strecke erhielten Waschbetonplatten. Die Decken sind niedrig, die Bahnsteige schmal, die Wegeführung oft unübersichtlich. Die aufwendig gestaltete Station Dom/Römer muss hier als positive Ausnahme genannt werden. Diese wurde allerdings später umgebaut, um sie auf heutigen Standard zu bringen.
Zur ersten Bauphase gehören: Willy-Brandt-Platz (A, B), Hauptwache (A, C, S), Eschenheimer Tor, Holzhausenstraße, Miquel-/Adickesallee, Hauptbahnhof (B, S), Dom/Römer und Konstablerwache (B, C, S) (außerdem auch Taunusanlage, Flughafen und Schwalbach auf der S-Bahn).
Auf der zwei Jahre zuvor eröffneten Verlängerung der A-Strecke nach Sachsenhausen ist vor allem der Bahnhof Schweizer Platz (Foto oben) bemerkenswert, der von vielen für den schönsten der Stadt gehalten wird. Tief in der Erde gelegen, vermittelt er eher den Raumeindruck einer dreischiffigen romanischen Krypta als den eines Verkehrsbauwerks. Nicht einmal die Heiligenstatue fehlt: hinter dem stadteinwärts führenden Gleis steht die Heilige Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute und der mit diesen verwandten Tunnelbauern. Hierfür war der Architekt Willy Orth verantwortlich, der auch die Station Kirchplatz auf der C-Strecke mit ihren sakralen Blendarkaden erschuf.
Die 1992 eröffnete Verlängerung der C-Strecke zur Eissporthalle war gestalterisch ein Rückschritt gegenüber den Bahnhöfen im Westend und Bockenheim, auch die 1990 in Betrieb genommenen Untergrundstation Ostendstraße der S-Bahn besitzt wesentlich höhere räumliche Qualitäten. Auf der C-Strecke gen Osten wurden alle Bahnhöfe nach demselben Schema erschaffen, sie unterscheiden sich nur in der Farbgebung.
Als positives Beispiel sollte noch die Station Nordwestzentrum hervorgehoben werden, die mit Mitteln des anliegenden Einkaufszentrums 1989 komplett erneuert wurde. Sie wurde mit Marmor verkleidet und erhielt ein Glasfenster von der B-Ebene auf den Bahnsteig.
Zur zweiten Bauphase Frankfurter U-Bahnhöfe zählen Schweizer Platz, Südbahnhof, Kirchplatz, Leipziger Straße, Bockenheimer Warte (C), Westend, Alte Oper, Zoo, Habsburgerallee, Parlamentsplatz, Eissporthalle, die umgebauten Stationen Grüneburgweg und Nordwestzentrum, außerdem die unterirdischen S-Bahnhöfe Ostendstraße, Lokalbahnhof und Mühlberg.
Positive Kritiken erhielten vor allem die beiden jüngsten Stationen des Netzes, Messe/Festhalle und Bockenheimer Warte (D), die mit hohen Decken, und roh belassenen Materialien einen doch eher unfertigen Eindruck vermitteln. An der Station Messe wurde das Lichtdesign so angepasst, dass die Messebesucher automatisch zum richtigen Ausgang geleitet werden. Dieser erscheint nämlich heller und breiter als der andere Richtung Hohenstaufenstraße. Der Ausgang ins Europaviertel ist noch verschlossen und im Rohbau belassen. Sobald das Gebiet bebaut wird, wird auch dieser eröffnet.
In der Station Bockenheimer Warte sollte eigentlich, wie im bereits 1986 eröffneten Teil der Station, über dem Bahnsteig ein Magazin für die Universitätsbibliothek entstehen. Da die Universität den Standort Bockenheim in den nächsten Jahren aufgibt, wurden die Pläne fallengelassen und es entstand die hohe Bahnsteighalle.
Zu dieser Architekturphase gehören: die genannten S-Bahnhöfe Kaiserlei, Ledermuseum und Offenbach Marktplatz sowie die U-Bahnhöfe Ostbahnhof, Messe/Festhalle und Bockenheimer Warte (D).
Sonstige:
Verkehr in Frankfurt am Main | U-Bahn (Deutschland) | Stadtbahn
Frankfurt U-Bahn | Metro de Fráncfort | Métro de Francfort | フランクフルト地下鉄
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"U-Bahn Frankfurt".
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