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Tägerwilen ist eine Gemeinde im Bezirk Kreuzlingen des Kantons Thurgau in der Schweiz. Es entstand an der Strasse zwischen Konstanz und Ermatingen. Sein Gemeindegebiet grenzt an den Seerhein, der den Obersee mit dem Untersee verbindet und an Konstanz.

Geschichte


Tägerwilen.JPG Im siebten oder achten Jahrhundert liessen sich die Alemannen in Tägerwilen nieder. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 990 als Tegirwilare. Die Geschichte Tägerwilens ist stark mit derjenigen des benachbarten Konstanz verbunden. In Tägerwilen wohnten auch die Amtleute des Bischofs von Konstanz. Sie begründeten auch die Burg und das später daneben gebaute Schloss Castell.

Während der Reformation trat das ganze Dorf zusammen mit Konstanz zum neuen Glauben über.

War das Dorf noch anfangs des 20. Jahrhunderts stark von der Landwirtschaft geprägt, so weist es heute eine überwiegend gewerbliche Struktur auf.

Die Gemeinde Tägerwilen verwaltet auch das Tägermoos, eine staatsrechtliche Kuriosität: Die 1,5 km² liegen zwar im Kanton Thurgau, sind jedoch durch einen Staatsvertrag von 1831 als Gemarkung der deutschen Grenzstadt Konstanz zugeordnet.

Schloss Castell


SchlossCastell.JPG Das heutige Aussehen des Schlosses, das sich in Privatbesitz befindet, erhielt das Gebäude durch die Familie Scherer zwischen 1778 und 1794. Erbaut wurde es 1725 anstelle eines älteren Gebäudes aus dem Jahr 1585, das seinerseits ein älteres Bauwerk ersetzt hatte.

Das Schloss steht gegenüber den Ruinen der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Burg Castell, die durch Bischof Ulrich von Konstanz als Sitz für die Konstanzer Ministerialen von Castell erbaut wurde. Die Burg wurde während des Schwabenkrieges 1499 von den Eidgenossen zerstört.

Literatur


  • Peter Giger, Erich König, Margrit Surber: Tägerwilen ein Thurgauer Dorf im Wandel der Zeit. Tägerwilen 1999.
  • Paul Bär: Tägerwilen ein Blick in die Vergangenheit. Kreuzlingen 1988.

Weblinks


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