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Turun kaupunki
Åbo stad
Wappen Karte
Turku.vaakuna.svg Turku_Karte.png
Basisdaten
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Staat: Finnland
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Provinz: Westfinnland
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Landschaft: Varsinais-Suomi
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Verwaltungsgemeinschaft: Turku
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Geographische Lage:
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Höhe: 20 m üNN
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Fläche: 243,4 km²
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Einwohner: 174.906 (31. Dezember 2005)
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Bevölkerungsdichte: 716 Einwohner je km²
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Sprachen: Finnisch, Schwedisch
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Postleitzahl: FIN-20100
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Vorwahl: 02
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Stadtgliederung: 3 Stadtbezirke
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Adresse der
Stadtverwaltung:
Kristiinankatu 1 C
FIN-20100 Turku

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Website: www.turku.fi
Politik
Bürgermeister: Mikko Pukkinen (Kok.)

Turku (schwedisch Åbo [) ist die fünftgrößte Stadt in Finnland. Sie ist evangelischer Bischofssitz und Universitätsstadt.

Die Stadt hat rund 175.000 Einwohner, von denen rund 95% finnischsprachig und 5% schwedischsprachig ist. Offiziell ist Turku zweisprachig.

Geografie


Die Hafenstadt liegt im Südwesten des Landes, an der Mündung des Aurajoki in die Ostsee. Ihr vorgelagert sind die Schären der Südwestküste.

Turku hat eine Gesamtfläche von 306,40 km², davon sind 243,4 km² Land- und 63,0 km² Wasserflächen.

Geschichte


Funde belegen, dass die Region bereits in der Steinzeit besiedelt war.

Das genaue Gründungsjahr von Turku ist unbekannt. Fest steht jedoch, dass es sich um die älteste finnische Stadt handelt. Erstmals urkundlich erwähnt 1154, haben sich die Historiker auf 1229 als Gründungsjahr geeinigt. Das ist jenes Jahr, als Papst Gregor IX. der Schaffung des Bischofssitzes zustimmte.

Turku blieb lange politisches, geistiges und kulturelles Zentrum Finnlands. 1640 wurde die Universität durch den Generalgouverneur Per Brahe gegründet, nachdem bereits 1623 der finnische Gerichtshof hierher verlegt worden war. Nach der Eroberung Finnlands durch die Russen musste Turku 1812 die Hauptstadtfunktion an das näher zur Zarenstadt Sankt Petersburg gelegene Helsinki abgeben.

1827 wurde die Stadt durch einen Großbrand zerstört. Den Wiederaufbau begann ein Jahr später der Architekt Carl Ludwig Engel. Da die Universität ebenfalls nach Helsinki verlegt wurde, war die Blütezeit der Stadt endgültig vorbei. Erst 1918 erhielt sie wieder eine Universität, die schwedischsprachige Åbo Akademi). Zwei Jahre später wurde die finnischsprachige Universität Turku gegründet.

Einwohnerentwicklung

Gilt nur die Einwohner innerhalb der Stadtgrenzen. In der städtische Siedlung Turku wohnten 242.153 Einwohner (Schätzung für den 1. Januar 2005).

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1983 jeweils zum 31. Dezember):

1550 bis 1973
  • 1550 - 3.000
  • 1810 - 10.224 *
  • 1870 - 19.617
  • 1904 - 42.639
  • 1973 - 163.130
1983 bis 1997
  • 1983 - 163.002
  • 1985 - 161.508
  • 1987 - 160.456
  • 1990 - 159.180
  • 1997 - 168.772
2000 bis 2004
  • 2000 - 172.561
  • 2002 - 174.618
  • 2003 - 175.059
  • 2004 - 174.824
* zum Vergleich: Helsinki - 4.065

Politik


Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

Im Zentrum oder in der Nähe zum Zentrum gibt es über zehn Galerien in den Bereichen Bildhauerei, Fotografie und Malerei. Unweit des Doms (siehe Bauwerke), am Ufer des Aurajoki, befindet sich das Sibelius-Museum, das nicht nur den finnischen Komponisten Jean Sibelius würdigt, sondern auch eine Sammlung von Musikinstrumenten beherbergt. Etwa 500 m weiter südwestlich befindet sich das Museum Aboa Vetus & Ars Nova, das Ausgrabungen aus dem 14. Jahrhundert und moderne Kunst ausstellt.

Bauwerke

Turku castle.jpg | Turku cathedral 26-Dec-2004.jpg Die Geschichte der Burg von Turku reicht bis ins Jahr 1280 zurück. Sie wurde mehrmals zerstört und besteht heute nur noch aus der früheren Vorburg, nachdem 1614 bei einem Besuch Gustavs II. die Hauptburg vollständig niederbrannte. Das Bauwerk beherbergt seit 1881 das historische Museum der Stadt.

Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit stellt die aus Backsteinen errichtete Domkirche dar. Sie wurde 1230 gegründet und 1300 geweiht. Die Domkirche ist die einzige aus dem Mittelalter stammende Kathedrale Finnlands. Sie beherbergt eine Reihe von Grabmälern bedeutender Persönlichkeiten.

Der Fernsehturm von Turku (Pääskyvuoren linkkitorni) ist 122 Meter hoch und wurde 1964 erbaut.

Weitere Sehenswürdigkeiten: Observatorium, Rathaus, moderne Architektur, Forum marinum (Seefahrtsmuseum)

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Turku ist Ausgangspunkt der Fährlinien nach Stockholm und Åland. Schnelle Eisenbahnverbindungen nach Helsinki werden von der VR mit dem S220 angeboten. Vom internationalen Flughafen Turku aus werden sowohl Flüge innerhalb Finnlands, als auch in andere, vor allem nordische, Länder angeboten. Turku ist Knotenpunkt des Straßenverkehrs in Südwestfinnland und über eine Autobahn an die Hauptstadtregion angebunden.

Wirtschaft

Mit seinen drei Volluniversitäten neben mehreren Berufshochschulen ist Turku in Finnland ein Zentrum der Forschung. Neben den Hochschulen wird in den Gründungszentren SciencePark, BioCity, PharmaCity & DataCity geforscht.

Tradition hat in Turku auch der Schiffbau. Es gibt eine große Werft, die Aker-Finnyards AB, ehem. Kvaerner Masa-Yard. Sie ist seit Jahren weltweit mit führend im Bau von Fähren und Kreuzfahrtschiffen, wie zum Bsp. die "Europa"(6) der Hapag-Lloyd und die "Freedom of the Seas" der RCCI.

Literatur


  • Philip Ward: Finnish cities: Travels in Helsinki, Turku, Tampere and Lapland, Oleander Press; 1987, ISBN 0906672988

Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks



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