Manche Autoren sprechen auch von "Tupel" (ohne n); Albrecht Beutelspacher rät in seinem mathematischen Stilratgeber "Das ist o.B.d.A. trivial!" von dieser sprachlichen Nachlässigkeit ab.
Notationskonflikt: Oft werden auch offene Intervalle als (a,b) geschrieben. Ob ein Intervall oder ein Paar gemeint ist, ist aus dem Kontext zu ersehen.
Für die Menge stehen geschweifte Klammern, die kennzeichnen, dass die Elemente ungeordnet, d.h. ohne Reihenfolge, sind.
(Es ist möglich, den Mengenbegriff so zu erweitern, dass ein Element "mehrmals" vorkommen kann. Siehe dazu Multimenge.)
"(90, 60, 90)" ist ein 3-Tupel bzw. ein Tripel.
n-Tupel von Zahlen (oder anderen gleichartigen Objekten) nennt man je nach Kontext auch Vektoren, wie z.B. Elemente des R3 oder allgemeiner Rn. Je nachdem, ob man sie horizontal oder vertikal schreibt, spricht man von Zeilen- oder Spaltenvektoren.
Man beachte jedoch, dass die lineare Algebra einen abstrakteren Vektorbegriff verwendet: Vektoren sind definiert als Elemente eines Vektorraums. Zwar ist der Rn (mit der naheliegenden Struktur) ein Vektorraum, aber im Allgemeinen sind Vektoren im Sinne der linearen Algebra keine n-Tupel. Vektor im Sinne der linearen Algebra zu sein ist auch keine Eigenschaft eines einzelnen Objektes, sondern nur sinnvoll für ein Objekt als Teil einer Gesamtheit mit algebraischer Zusatzstruktur, eines Vektorraums.
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Mehrere Definitionen derartiger n-Tupel sind üblich:
Man fasst ein n-Tupel mit Einträgen aus einer Menge X (also einen n-stelligen "Vektor" mit Einträgen aus X) als Funktion von der Menge {1,...,n} in die Menge X auf. Ein n-Tupel ist also eine endliche Folge, d.h. eine Funktion einer endlichen Teilmenge der natürlichen Zahlen.
Bei dieser Definition benötigt man zur Voraussetzung den Begriff der Funktion. Hierzu wird man z.B. zuerst geordnete Paare wie oben angegeben definieren, dann zweistellige Funktionen und Relationen als Mengen geordneter Paare, im nächsten Schritt n-Tupel als spezielle Funktionen (Folgen) und hierauf dann n-stellige Funktionen und Relationen als Mengen von n-Tupeln. Dies hat den Nachteil, dass nicht nur geordnete Paare und 2-Tupel unterschiedliche mathematische Objekte sind, sondern auch zweistellige und n-stellige Relationen (inkl. Funktionen) unterschiedlich strukturiert sind.
Diese Definition wird beispielsweise in verwendet und ist die am weitesten verbreitete. Sie gewährleistet nicht nur die eingangs angesprochene Hauptforderung an n-Tupel, sondern erlaubt es auch, den Relations- und Funktionsbegriff auf dem Begriff des n-Tupels aufzubauen. Sie hat allerdings den Nachteil, dass die bei der Bildung des n-Tupels intendierte Stellenzahl nicht als Information im Tupel enthalten ist. Aus einem solcherart definierten n-Tupel kann (im Unterschied zur ersten Definition!) nicht erschlossen werden, ob es als 2-Tupel, 3-Tupel, ..., (n − 1)-Tupel oder n-Tupel zu behandeln ist, denn es gehört ja allen diesen Gruppen an. Je nachdem, welcher Gruppe wir es zuordnen, fällt z.B. das Ergebnis für die Projektion auf die zweite Komponente des n-Tupels unterschiedlich aus – tatsächlich kommen sämtliche Komponenten außer der ersten hierfür in Frage. Eine Abänderung der Definition, welche diesen Nachteil vermeidet, ist leicht möglich. Beispielsweise kann man für n > 2 ein n-Tupel als ein Paar definieren, welche zum einen die Stellenanzahl n des n-Tupels enthält und zum anderen ein geordnetes Paar, dessen erste Komponente ein (n − 1)-Tupel ist, also:
Eine Definition des n-Tupels ohne Voraussetzung des Begriffes des geordneten Paares findet sich beispielsweise in :
Nach dieser Definition ist das 2-Tupel die Menge . Dagegen ist das geordnete Paar die Menge oder , je nachdem, welche Definition des geordneten Paars zugrunde gelegt wird.
Bei dieser Definition des n-Tupels ist die Information über die Anzahl der Komponenten des n-Tupel enthalten, es gilt also die strengere Eigenschaft
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Siehe auch: Mengenlehre, Komplexe Zahl, Vektor
Uspořádaná n-tice | Tuple | Opo | Tupla | N-korteež | N-uplet | Tupla | タプル | Kortežs | Tupel | Krotka | Tuplo | Кортеж | Кортеж | 多元组