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Modell_Tunnelbohrmaschine_für_Wienerwaldtunnel.jpg]] Zum Bau von Tunneln können Tunnelbohrmaschinen eingesetzt werden. Sie eignen sich besonders für tonige und lehmige Böden. Auch beim Tunnelbau im lockeren Fels, der für Vortrieb mittels Sprengtechnik ungeignet ist, werden solche Großmaschinen eingesetzt. Der Bohrkopf im Normalfall einen Durchmesser von 10 bis 12 Meter. Der grösste jemals eingesetzte Bohrkopf hatte einen Durchmesser von circa 15 Metern. Die gesamte Einrichtung im hinteren Teil des Bohrkopfes hat eine Länge von 150 bis 200 Metern.

Das Bohren erfolgt in mehreren Schritten:

  • dem eigentlichen Vortrieb, bei dem mit Druck ein rotierender Schneidrad die Ortsbrust abträgt,
  • dem Ringbau, bei dem nach erfolgtem Vortrieb die Tübbinge mit einem Erektor die Wand auskleiden und abdichten. Danach drückt sich die Bohrmaschine wieder von den Ringen ab.

Der gesamte Vortriebskopf ist wasserdicht vom Nachläufer getrennt, so dass auch unter Wasser (beispielsweise unter der Elbe oder im wasserführendem Fels) gebohrt werden kann. Die Ortsbrust steht dann unter Überdruck.

Mit Hilfe einer Schaumanlage, die mit Tensiden und Wasser unter Druck Schaum erzeugt, kann im weichen Untergrund die Ortsbrust derart verfestigt werden, dass Sandböden wie tonige Böden abgebohrt werden können. Im schlammigen Boden wird die Umgebung mit flüssigem Stickstoff vereist.

Es gibt weltweit nur wenige Firmen, die diese Maschinen herstellen. In Deutschland sind es die Firmen Herrenknecht AG aus Schwanau und WIRTH GmbH aus Erkelenz. Die Firma Robbins in den USA ist ein weiterer Hersteller.

Bekannte Projekte


Weblinks


Werkzeugmaschine | Tunnelbau

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