Ru200008050084.jpg Die Tundra (samisch: "baumlos") ist eine Vegetationsform der Subpolargebiete und damit ein Übergang von den arktischen Kältewüsten zur Taiga. Typische Gewächse sind Moose, Flechten, Gräser und Zwergsträucher. Vereinzelt sind auch echte Sträucher und sehr selten Bäume zu finden.
Die Tundra ist Ergebnis des hohen Selektionsdrucks durch die nicht-biologischen Umweltbedingungen: Kurze, kühle Sommer, lange, kalte und dunkle Winter mit extrem langer Schneebedeckungszeit des Bodens erschweren das Pflanzenwachstum. Auch der Permafrostboden erhöht den Anpassungsdruck auf die Pflanzen. Gewächse der Tundra müssen mit einer kurzen Vegetationsperiode leben und sich gegen Frost schützen. Tundrapflanzen zeichnen sich daher durch niedrige Wuchsformen aus, die unter der isolierenden Schneedecke überwintern können. Eine weitere Herausforderung für die Gewächse ist die oft anzutreffende Staunässe auf den gefrorenen Böden.
Die äquatornächsten Tundren findet man ab dem 50. Breitengrad (z.B. bei Feuerland und Neufundland) hauptsächlich aber in den sibirische Polargebieten nördlich des Polarkreises.
Klimazonen und Vegetation | Russisches Wort
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