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TNF.png Tumornekrosefaktoren, auch "Tumor-Nekrose-Faktoren", (TNF-x) sind zu den Zytokinen zählende, körpereigene Botenstoffe der Zellen des Immunsystems. Zur Familie der Tumornekrosefaktoren gehören eine Vielzahl von Stoffen (siehe Weblinks), insbesondere aber die Tumornekrosefaktoren TNF-alpha und TNF-beta. Der erste Tumornekrosefaktor (TNF-α) wurde 1893 indirekt von William Coley entdeckt.

Typen


TNF-α

Tumornekrosefaktor-α (Kachektin) wird von Makrophagen/Monozyten sowie Lymphozyten und Mastzellen gebildet und ist ein Signalstoff, der auf Entzündungen, die Blutbildung, die Immunabwehr, die Bildung von Blutgefäßen und Tumore wirkt. Dabei ist er dem Stoff Interleukin-1 in seiner Wirkungsweise sehr ähnlich. Im Hypothalamus stimuliert es die Freisetzung des Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH), löst Fieber aus und unterdrückt den Appetit (daher die von "Kachexie" abgeleitete Namensgebung). In der Leber setzt es das C-reaktive Protein (CRP) frei.

TNF-β

Tumornekrosefaktor-β (Lymphotoxin) wird im Gegensatz zu TNF-α von bestimmten T-Zellen abgesondert. TNF-β aktiviert dann Makrophagen, die infolgedessen Interleukin-1, Interleukin-6 und TNF-α ausschütten. TNF-β hat eine toxische Wirkung auf einige Tumorzell-Linien.

Einsatz als Therapeutikum


Die Möglichkeiten Tumornekrosefaktoren therapeutisch zu verwerten sind vor allem durch die kurze Halbwertszeit dieser Stoffe beschränkt. TNF-α hemmende Medikamente werden allerdings vor allem in der Rheumatherapie eingesetzt. Diese Medikamente sind sehr neu und vielversprechend.

Weblinks


Protein | Immunologie | Signaltransduktion

Tumor necrosis factor | Factor de necrosis tumoral | Tumor necrosis factor | TNF-α

 

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