Das Palais des Tuileries in Paris war das frühere Stadtschloss der französischen Herrscher, ungefähr 500 Meter vom Louvre entfernt. Es wurde 1871 in dem Deutsch-Französischen Krieg beim Beschuss von Paris durch deutsche Truppen zerstört; heute erinnert nur noch der prächtige, mit vielen Bildsäulen geschmückte Garten der Tuilerien (Jardin des Tuileries) an das ehemalige Schloss. Er erstreckt sich am rechten Seine-Ufer vom Pavillon de Flore des Louvre bis zum gegenüberliegen Pavillon de Marsan parallel zur Place de la Concorde. Hier befindet sich auch das Museum Jeu de Paume.
Heinrich IV. fasste den Plan, Louvre und Tuilerien durch den Bau von zwei Galerien im Süden und im Norden zu verbinden. Dieses Vorhaben, genannt "Grand Dessin", sah durch die Verbindung der beiden Paläste einen einzigen, riesigen Palast entstehen. Unter Karl IX. wurde dann die Grande Galerie im Süden entlang der Seine erbaut.
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Während der Französischen Revolution kam es am 10. August 1792 zu einem Sturmangriff auf die Tuilerien, dem ein großer Teil der königlichen Schweizergarde zum Opfer fiel. An deren Andenken erinnert das Löwendenkmal in Luzern.
Ab 1806 wurden die Arbeiten an der Vereinigung der beiden Paläste wiederaufgenommen. Charles Percier und Pierre Fontaine begannen mit einem Nordflügel parallel zur Grande Galerie, der Galerie Napoléon. Unter Ludwig XVIII. und während des Zweiten Kaiserreichs dauerten die Arbeiten unter den Architekten Louis Tullius Visconti und Hector Lefuel an. Napoléon III. konnte den fertig gestellten Nouevau Louvre 1857 einweihen.
Beim Aufstand der Pariser Kommune wurden im Mai 1871 die Tuilerien in Brand gesteckt, und die Ruinen wurden 1880 bis auf zwei kleine Pavillons abgerissen. Ein kleiner Ruinenrest wurde 1871 gekauft und nach Berlin geschafft. Dort steht er seither auf der Insel Schwanenwerder am Havelstrand.
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