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Tschernjachowsk / Insterburg
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Staat: Russland
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Föderationskreis: Nordwestrussland
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Föderationssubjekt: Oblast Kaliningrad
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Gemeindeart: Stadt
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Fläche:
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Einwohner: 43.000
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Bevölkerungsdichte:
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Höhe:
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Postleitzahlen:
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Telefonvorwahl: +7 ()
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Geografische Lage:
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Kfz-Kennzeichen:
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Stadtgliederung:
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Adresse
der Stadtverwaltung:

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Offizielle Website:
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E-Mail-Adresse:
Politik
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Oberbürgermeister:
insterburg.jpg Tschernjachowsk (russisch Черняховск, deutsch Insterburg, lit. Isruties) ist eine Stadt im nördlichen Ostpreußen, der heutigen russischen Exklave Kaliningrad zwischen Polen und Litauen. Sie hatte 2004 43.300 Einwohner.

Geografische Lage


Insterburg verdankte seinen Namen dem Fluss Inster, der sich bei der Stadt mit dem Fluss Angerapp zum größten Fluss Ostpreußens vereinigt. Heute liegt die Stadt im Zentrum der russischen Exklave Kaliningrad und ist vom Verwaltungszentrum 88 Kilometer entfernt. Nach Kaliningrad besteht sowohl eine gute Straßenverbindung (ab Talpaki (Taplacken) vierspurig) als auch eine Eisenbahnlinie. Nach Süden führt eine Fernstraße zum Grenzübergang nach Polen, der sich beim 57 Kilometer entfernten Schelesnodoroschny (Gerdauen) befindet.

Geschichte


Der Deutsche Orden unter seinem Hochmeister Dietrich von Altenburg errichtete um 1336 anstelle der von ihm zerstörten heidnischen Burg Unsatrapis eine Festung namens Instierburg, die zum Ausgangspunkt der Feldzüge gegen Litauen wurde. Die Litauer waren es dann, die erstmals die Burg 1376 zerstörten. Die wieder aufgebaute Burg fiel 1457 erneut der Brandschatzung durch Polen zum Opfer. Auch danach baute der Orden die Burg wieder auf, die er zunächst als Komtursitz und ab 1347 als Amtssitz eines Pflegers nutzte.

Der preußische Herzog Albrecht säkularisierte im Zuge der Durchsetzung der Reformation 1525 die Ordensburg und machte sie zu einem weltlichen Hauptamt. Das noch von Wildnis geprägte Umland ließ er von evangelischen Litauern und Polen sowie von zugewanderten Holländern besiedeln. Dem daraus entstandenen Ort zu Füßen der Burg gewährte er 1541 das Marktrecht. Markgraf Georg Friedrich erhob am 10. Oktober 1583 den Marktflecken Inster zur Stadt. Wenige Jahre später, am 9. Juni 1590, vernichtete ein Brand 140 von den 149 vorhandenen Häusern. Auch im 17. Jahrhundert hatte die Stadt unter den ständigen Durchzügen kriegerischer Truppen von Schweden, Russen und Tataren zu leiden. 1689 starb in Insterburg die Pfarrwitwe Anna Beilstein, die als Ännchen von Tharau in das deutsche Liedgut einging. 1709 raffte die Pest einen Großteil der Bevölkerung hin. Um die Stadt wieder zu beleben, veranlasste Preußenkönig Friedrich Wilhelm I., litauische Bauern und Schweizer Einwanderer anzusiedeln. 1723 wurde in der Burg das preußische Hofgericht untergebracht. Während des Siebenjährigen Krieges war Insterburg von 1758 bis 1762 von den Russen besetzt. 1812 machte Napoleon bei seinem Russlandfeldzug Quartier in der Stadt.

Nachdem Preußen 1815 seine Territorialverwaltung neu geordnet hatte, wurde Insterburg Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises und wurde dem Regierungsbezirk Gumbinnen zugeordnet. Die zwischen 1828 und 1835 erbaute Reichstraße 1 wurde durch Insterburg geführt, ab 1860 wurde Insterburg Eisenbahnknoten für die Strecken Königsberg - Kaunas und Tilsit - Lyck. Durch die guten Verkehrsanbindungen siedelten sich viele Industriebetriebe wie mehrere Maschinenfabriken und Eisengießereien und eine Flachsspinnerei an. 1885 lebten 20.914 Menschen in der Stadt.

Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war die Bevölkerung auf 49.000 Einwohner angewachsen. Im Juli 1944 wurde Insterburg durch einen britischen Bombenangriff erheblich zerstört, die Burg brannte fast vollständig ab. Sowjetische Truppen eroberten die Stadt am 22. Januar 1945. Nach der Annexion des nördlichen Teils von Ostpreußen durch die Sowjetunion wurde die nicht geflohene deutsche Bevölkerung ausgewiesen und durch Bewohner aus den zentralsowjetischen Republiken ersetzt. Die Stadt wurde nach dem sowjetischen General Iwan Danilowitsch Tschernjachowski in Tschernjachowsk umbenannt. 1997 hatte die Stadt wieder 43.300 Einwohner. Seit der Auflösung der Sowjetunion liegt Tschernjachowsk in einer russischen Exklave und hat mit großen wirtschaftlichen Problemen und einer hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen.

Sehenswürdigkeiten


  • Ordensburgruine (Das einzige, äußerlich noch intakte Gebäude kann nicht genutzt werden. Einmal alle zwei Jahre sollen Ritterfestspiele stattfinden. Im Jahre 2002 gab es bisher die letzten Ritterspiele.)
  • Schlossteich
  • russisch-orthodoxe Michailowski-Kathedrale (ehem. Reformierte Kirche)
  • katholische Kirche
  • Gestüt Majowka (ehemals Georgenburg)

Partnerstadt


Seit 2002 besteht eine Städtepartnerschaft mit der rheinland-pfälzischen Stadt Kirchheimbolanden.

Bedeutende Persönlichkeiten


siehe auch


Weblinks


  • http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene4/russl/insterb.html Bismarckturm Insterburg
  • http://www.heimatsammlung.de/topo_unter/ostpreussen/ostpreussen_unter_insterburg.htm Alte Ansichtskarten der Stadt

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