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| Tschernjachowsk / Insterburg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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- bgcolor="#FFFFFF" | Staat: | Russland | - bgcolor="#FFFFFF" | Föderationskreis: | Nordwestrussland | - bgcolor="#FFFFFF" | Föderationssubjekt: | Oblast Kaliningrad | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Stadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 43.000 | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | - bgcolor="#FFFFFF" | Telefonvorwahl: | +7 () | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | - bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | - bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | ||||||||||
| Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der preußische Herzog Albrecht säkularisierte im Zuge der Durchsetzung der Reformation 1525 die Ordensburg und machte sie zu einem weltlichen Hauptamt. Das noch von Wildnis geprägte Umland ließ er von evangelischen Litauern und Polen sowie von zugewanderten Holländern besiedeln. Dem daraus entstandenen Ort zu Füßen der Burg gewährte er 1541 das Marktrecht. Markgraf Georg Friedrich erhob am 10. Oktober 1583 den Marktflecken Inster zur Stadt. Wenige Jahre später, am 9. Juni 1590, vernichtete ein Brand 140 von den 149 vorhandenen Häusern. Auch im 17. Jahrhundert hatte die Stadt unter den ständigen Durchzügen kriegerischer Truppen von Schweden, Russen und Tataren zu leiden. 1689 starb in Insterburg die Pfarrwitwe Anna Beilstein, die als Ännchen von Tharau in das deutsche Liedgut einging. 1709 raffte die Pest einen Großteil der Bevölkerung hin. Um die Stadt wieder zu beleben, veranlasste Preußenkönig Friedrich Wilhelm I., litauische Bauern und Schweizer Einwanderer anzusiedeln. 1723 wurde in der Burg das preußische Hofgericht untergebracht. Während des Siebenjährigen Krieges war Insterburg von 1758 bis 1762 von den Russen besetzt. 1812 machte Napoleon bei seinem Russlandfeldzug Quartier in der Stadt.
Nachdem Preußen 1815 seine Territorialverwaltung neu geordnet hatte, wurde Insterburg Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises und wurde dem Regierungsbezirk Gumbinnen zugeordnet. Die zwischen 1828 und 1835 erbaute Reichstraße 1 wurde durch Insterburg geführt, ab 1860 wurde Insterburg Eisenbahnknoten für die Strecken Königsberg - Kaunas und Tilsit - Lyck. Durch die guten Verkehrsanbindungen siedelten sich viele Industriebetriebe wie mehrere Maschinenfabriken und Eisengießereien und eine Flachsspinnerei an. 1885 lebten 20.914 Menschen in der Stadt.
Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war die Bevölkerung auf 49.000 Einwohner angewachsen. Im Juli 1944 wurde Insterburg durch einen britischen Bombenangriff erheblich zerstört, die Burg brannte fast vollständig ab. Sowjetische Truppen eroberten die Stadt am 22. Januar 1945. Nach der Annexion des nördlichen Teils von Ostpreußen durch die Sowjetunion wurde die nicht geflohene deutsche Bevölkerung ausgewiesen und durch Bewohner aus den zentralsowjetischen Republiken ersetzt. Die Stadt wurde nach dem sowjetischen General Iwan Danilowitsch Tschernjachowski in Tschernjachowsk umbenannt. 1997 hatte die Stadt wieder 43.300 Einwohner. Seit der Auflösung der Sowjetunion liegt Tschernjachowsk in einer russischen Exklave und hat mit großen wirtschaftlichen Problemen und einer hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen.
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