CZ-cleneni-Slezsko-wl.png Mährisch Schlesien, vor 1918 Österreichisch Schlesien, 1918–1945 auch Sudeten-Schlesien, ist heute ein Gebietsstreifen im Nordosten Tschechiens. Es liegt zu beiden Seiten der Stadt Ostrava, die landschaftlich zur Hälfte zu Mähren (Mährisch Ostrau) und zur Hälfte zu Schlesien (Schlesisch Ostrau) gehört.
Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall des Kaisertums Österreich-Ungarn 1918 schloss sich das Gebiet mit Nordmähren zur Provinz Sudetenland zusammen und wurde damit Teil des neuen Staates Deutschösterreich, allerdings nur für kurze Zeit: Nach dem Vertrag von Saint-Germain fielen auch die deutschen Sprachgebiete Tschechiens an die Tschechoslowakei. 1919 kam mit dem Vertrag von Versailles auch ein Teil von Preußisch Schlesien an die Tschechoslowakei, die Gegend um das Hultschiner Ländchen, während das Gebiet östlich der Olsa zu Polen kam. Nach dem Münchener Abkommen von 1938 fiel es zusammen mit weiteren deutschen Sprachgebieten in Tschechien als Reichsgau Sudetenland an das Deutsche Reich.
Die bodenständige Bevölkerung in Mährisch Schlesien sprach Deutsch, aber auch Tschechisch, Mährisch oder Lachisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung aufgrund der Beneš-Dekrete von den Tschechen vertrieben.
Seit dem Ende der Tschechoslowakei 1993 ist das Gebiet ein Teil Tschechiens.
Siehe auch Tschechische Schlesier
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