"Trutz Simplex oder Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche" (o. O. u. J., ungefähr 1669) ist ein Schelmenroman von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen.
Der Text ist von ihm als "Gegenrede" der Libuschka zum Simplicius Simplicissimus, dem Helden aus Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch (ST) konzipiert. Ihr Spitzname "Courasche" rührt von "Courage" her, meint allerdings, wie im Roman erklärt, im Landsknechtsdeutsch die Möse.
Die Courasche folgt im Dreißigjährigen Krieg den Heeren (als Offiziersliebchen, Dirne, Landstreicherin, Marketenderin u.a.m.). Abenteuer- und episodenreich wird ein Panorama dieses Krieges entwickelt, wie ihn eine von ihm entwurzelte Frau erlebt.
Der Roman zählt zum sogenannten "Simplicianischen Zyklus", wozu außer dem "Simplizissimus" (1668) selbst noch "Der seltzame Springinsfeld" (1670) und "Das wunderbarliche Vogelnest" (o. O. 1672) gehören. Dabei handelt es sich um vier Romane Grimmelshausens, die alle über ihre Protagonisten miteinander in Beziehung stehen und so das Personal und die Handlungen der je übrigen Romane von verschiedenen Seiten beleuchten. Aus diesem Grund ist es für eine vollständige Interpretation der einzelnen Personen von Vorteil, alle Romane des Zyklus' heranzuziehen.
Der Stoff wurde von Bert Brecht in seinem Bühnenstück "Mutter Courage und ihre Kinder" wieder aufgenommen.
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"Trutz Simplex".
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