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Trollblume
Trollblume01.jpg
: Hahnenfußartige
(Ranunculales)
: Hahnenfußgewächse
(Ranunculaceae)
: Ranunculoideae
: Adonideae
: Trollius
: Trollblume
Wissenschaftlicher Name Trollius europaeus L. Die Trollblume (Trollius europaeus) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Andere Namen sind Goldköpfchen, Butterblume, Butterkugel, Budabinkerl, Butterrosn oder Kugelranunkel.

Beschreibung


Die Trollblume wird bis zu 70 Zentimeter hoch und weist mehrere kahle und meist unverzweigte Stängel auf.

Die Grundblätter sind gestielt und handförmig geteilt. Sie haben fünf gesägte bis fiederschnittige Abschnitte. An ihrer Oberseite sind die Grundblätter dunkelgrün. Die Blattunterseite ist etwas heller. Die Stängelblätter sind dreizählig und sitzen direkt an den Stängeln.

Die Trollblume besitzt eine charakteristische 2-3 cm große kugelige und gelbe Blüte, welche endständig am unverzweigten Stängel sitzt. Diese besteht aus 10 Kron- und 5-10 Nektarblättern. Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Früchte sind bis zu 15 Millimeter lang und geschnäbelt.

Vorkommen


Vessertal_trollblumen.jpg]] Die Trollblume stammt aus Europa, hat eine Vorliebe für Feuchtwiesen, Teich- und Bachränder und ist vor allem im Gebirge bis auf eine Höhe von 3000 m in Hochstaudenfluren anzutreffen. Sie bevorzugt einen nährstoffreichen, dauerfeuchten Boden.

Sie ist vor allen in Mittel- und Nordeuropa, einschließlich Baltikum, verbreitet. Dazu noch Spanien, Apennin und das frühere Jugoslawien. In der Tallage wird die Pflanze immer seltener.

In Deutschland und Österreich ist die Pflanze geschützt.

Bestäubung


Die Blütenblätter der Trollblume bilden eine Kuppel, die oben nur einen kleinen Durchlass aufweist und den nur kleine Insekten, Fliegen und Käfer passieren können. Eine wichtige Bestäuberrolle haben drei Fliegenarten der Gattung Chiastochaeta. Sie legen ihre Eier in die Fruchtknoten, ihre Larven ernähren sich von den heranwachsenden Samen.

Sonstiges


Der Name leitet sich über das althochdeutsche Wort "troll" für "kugelrund" vom lateinischen "trulleus" für "rundes Gefäß" ab. Die Trollblume wächst besonders auf Bergwiesen. Sie ist das Symbol der Grafschaft Glatz (Schlesien). Deshalb wird sie auch Glatzer Rose genannt. Die Trollblume ist bundesweit im Bestand gefährdet und in Norwestdeutschland bereits verschwunden; sie steht daher unter Naturschutz. In Österreich ist sie teilweise geschützt. Sie selbst und einige ihrer Verwandten sind beliebte Gartenpflanzen.

Die Trollblume wurde früher gegen Skorbut angewendet. Sie ist schwach giftig und wird vom Vieh gemieden.

Literatur


  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. ISBN 3-576-11482-3
  • Manfred A. Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-3461-6

Weblinks


Hahnenfußgewächse | Alpenflora

Планински божур | Globe-flower | Kullerkupp | Kullero | Trolle d'Europe | Trollius europaeus | Burbulis | Europese trollius | Pełnik europejski | Smörboll

 

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