Troja (2004) ist ein US-amerikanischer Spielfilm des deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen, der von Homers Ilias inspiriert wurde und vom mythischen Kampf der Griechen mit der bronzezeitlichen Stadt Troja erzählt.
Nach langer Zeit der Feindschaft zwischen Sparta und Troja steht nun eine Versöhnung bevor. Hektor und Paris, die jungen Prinzen von Troja, sind eingeladen, den Frieden mit einem Festmahl zu feiern. Doch Paris verliebt sich in die schöne Helena, die Frau von Menelaos, dem König von Sparta, die damals als die schönste Frau Griechenlands gilt, und entführt sie nach Troja. Als Menelaos dies bemerkt, ist er außer sich vor Wut. Er bittet seinen Bruder Agamemnon, dem die ganze Ägäis unterworfen ist, um Hilfe.
Agamemnon willigt ein, doch ihm geht es nicht um Helena, er möchte endlich Troja erobern, um seinen Herrschaftsbereich über Griechenland hinaus auszudehnen. Odysseus nimmt an dem Feldzug teil, weil er im gemeinsamen Krieg die Chance auf eine Einigung der Griechen sieht. Doch gebraucht wird Achilles, der beste Krieger aller Zeiten. Dieser verachtet Agamemnon. Er greift dennoch zu den Waffen, um einem langen, aber ruhmlosen Leben zu entgehen. Nach kurzer Zeit kommt es aber zum Zerwürfnis zwischen Achilles und Agamemnon. Erst als Hektor Achilles' Cousin Patroklos im Kampf tötet, greift der größte Held des griechischen Lagers wieder in den Kampf ein. Hektor stirbt, Troja fällt und auch Achilles entgeht seinem Schicksal nicht.
Gedreht wurde der Film 2003 auf Malta, in Mexiko, Marokko und England. Die Weltpremiere fand im "Kino am Potsdamer Platz" in Berlin statt.
Im Film wird das zehnjährige Ringen um die Stadt Troja auf weniger als einen Monat nach der Landung der Griechen "zusammengedampft". Die Ilias setzt dagegen erst im zehnten Jahr der Kampfhandlungen ein und endet vor dem Fall der Stadt und vor dem Tod des Achilles, der ihm in der Ilias lediglich prophezeit wird. Wie im Film ist auch die Achillesferse nicht Gegenstand des homerischen Epos. In dem Film kommen außer Achilles' Mutter Thetis keine Götter vor. Das Trojanische Pferd wird erst in Homers Odyssee erwähnt. Die Ilias konzentriert sich auf den Groll des Achilles und seine Auseinandersetzung mit Agamemnon. In dieser Hinsicht entspricht der Film vage seiner Vorlage. Es gibt einige sehr schöne, weniger bekannte Details, die ganz der Ilias entsprechen, wie etwa das Gespräch zwischen Achilles und Hektor vor dem Zweikampf oder Priamos, wie er Achilles' Hände küsst. Auch fand die Gewinnung von Achilles und Patroklos für den Krieg, anders als im "Kampf um Troja", ganz ähnlich statt. Ebenso erwähnt die Ilias den Königssohn Paris als den Mann, der Achilles töten wird.
Trojan horse Çanakkale.jpg | Çanakkale trojan horse.jpg Dem Film liegt das Konzept zugrunde, die heutige Version der Belagerung und des Untergangs Trojas als mythologische Überhöhung realer Ereignisse darzustellen. Es wird daher insbesondere auf übernatürliche Bezüge und Ereignisse verzichtet, wie dass Apollon direkt in Kämpfe (zwischen Patroklos und Hektor etwa) eingreift oder dass Achilles als Kleinkind in den Styx getaucht wurde und mit Ausnahme der Ferse unverwundbar ist. Aber auch dramaturgische und rollencharakterliche Überlegungen beeinflussten die Umsetzung der Ilias von Homer; zum Beispiel wird nicht erwähnt, dass Helena vor ihrer Hochzeit mit Menelaos schon von vielen anderen gefreit wurde. Ebenfalls Einfluss dürfte die Begrenzung durch die Spielfilmlänge gehabt haben, so dass viele Nebenhandlungen und -charaktere unerwähnt bleiben. Dennoch sollen hier einige für den Handlungsverlauf nicht unwesentliche Unterschiede aufgelistet sein:
Filmtitel | Monumentalfilm | Historienfilm | Filmtitel 2004
Троя (филм) | Troy (film) | Troya (película) | Troija (elokuva) | Troie (film 2004) | Troja (2004) | Troy | Troy (film) | Troy | Troja (film)
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