| Triton | |
|---|---|
| Entdeckung | |
| Entdecker | William Lassell |
| Datum der Entdeckung | 10. Oktober, 1846 |
| Daten des Orbits | |
| Bahnradius | 354.760 km |
| Bahnexzentrizität | 0,0000 |
| Umlaufzeit | 5,877 Tage |
| Inklination | 156,834° |
| Natürlicher Satellit des | Neptun |
| Physikalische Daten | |
| Durchmesser | 2707 km |
| Oberfläche | 23.000.000 km2 |
| Masse | 2,147×1022kg |
| Dichte | 2,05 g/cm3 |
| Gravitation an der Oberfläche | 0.78 m/s2 |
| Fluchtgeschwindigkeit | 1,45 km/s |
| Siderische Rotation | 5,877 Tage |
| Albedo | 0,7 |
| Oberflächentemperatur | 34,5 K (-238,5°C) |
| Atmosphärischer Druck | 0,001 kPa |
| Atmosphärische | Zusammensetzung
99,9 % Stickstoff, 0,1% Methan |
Triton ist der mit Abstand größte Mond des Planeten Neptun.
Triton wurde am 10. Oktober 1846 von William Lassell entdeckt. Erst 17 Tage zuvor hatte Johann Gottfried Galle den Gasplaneten Neptun entdeckt.
Benannt wurde der Mond nach Triton, einem Meeresgott aus der griechischen Mythologie. Der Name wurde allerdings erst 1880 von Camille Flammarion und anderen Astronomen vorgeschlagen, wurde aber lange Zeit offiziell nicht benutzt. Aus Aufzeichnungen von 1939 geht hervor, dass der Mond zwar einen Namen habe, dieser war jedoch allgemein nicht im Gebrauch. In der astronomischen Literatur war immer nur vom Mond des Neptun die Rede. Es mutet etwas seltsam an, dass Lassell selbst keinen Namen vergab, waren doch erst einige Jahre zuvor seine Entdeckungen, der achte Saturnmond Hyperion und die Uranusmonde Ariel und Umbriel, offiziell benannt worden.
Siehe auch: Chronologie der Entdeckungen von Planeten des Sonnensystems und ihrer natürlichen Satelliten
Triton umkreist Neptun in einem Abstand von 354.760 km auf einer fast kreisförmigen Bahn in 5 Tagen und 21 Stunden. Dabei umläuft er den Planeten, anders als die meisten Monde des Sonnensystems retrograd, das heißt entgegen dessen Rotationsrichtung. Die Bahn ist mit 156,834° stark gegen den Äquator des Neptun geneigt. Vermutlich ist Triton ein größeres Objekt des Kuipergürtels, das von Neptun durch dessen Gravitationswirkung eingefangen wurde. Dabei könnte er vom Aufbau dem Planeten Pluto, dessen Mond Charon sowie anderen Mitgliedern des Kuipergürtels sehr ähnlich sein. Triton umläuft Neptun innerhalb eines kritischen Abstandes, wodurch er sehr stark den Gezeitenkräften des Riesenplaneten ausgesetzt ist. Berechnungen zufolge wird Triton in 100 Millionen Jahren zerrissen werden, wobei seine Bestandteile ein großes Ringsystem, ähnlich dem des Saturn, bilden werden.
Triton besitzt einen mittleren Durchmesser von 2707 km und ist damit mit Abstand der größte Mond des Neptun. Seine mittlere Dichte beträgt 2,05 g/cm3, vermutlich besteht er aus einem Kern aus silikatischem Gestein und einer Kruste aus Wassereis. Er weist eine hohe Albedo von 0,7 auf, das heißt 70 % des eingestrahlten Sonnenlichts wird reflektiert. Dies rührt daher, dass ein großer Teil seiner Oberfläche von Eis bedeckt ist. Die mittlere Temperatur an der Oberfläche beträgt 34,5 K. Dies ist kalt genug, um trotz der geringen Gravitation eine Atmosphäre festzuhalten, die zu 99% aus Stickstoff und 1% aus Methan besteht. Allerdings ist der Druck mit 1 Pascal äußerst gering.
1989 flog die Raumsonde Voyager 2 an Neptun und seinen Monden vorbei und sandte dabei faszinierende Aufnahmen von Tritons Oberfläche. Es zeigte sich ein Netzwerk von Verwerfungen, an denen die Eiskruste deformiert und zerbrochen wurde, wobei nur wenige Krater vorhanden sind. Dies lässt darauf schließen, dass der Mond geologisch aktiv ist, wobei die Spuren älterer Krater durch geologische oder atmosphärische Prozesse verwischt wurden. Große Einschlagsbecken wurden offensichtlich mehrfach durch zähflüssiges Material aus dem Innern aufgefüllt.
Überraschend war der Nachweis einer Art von „kaltem“ Vulkanismus, die man als Kryovulkanismus (Kälte- oder Eis-Vulkanismus) bezeichnet. Es wurden Geysire festgestellt, die ein Gemisch aus flüssigem Stickstoff und mitgerissenen Gesteinsstäuben bis in 8 km Höhe ausstoßen. Diese sind auf den Voyager-Aufnahmen als dunkle Rauchfahnen sichtbar. Ursächlich dafür dürfte die jahreszeitliche Erwärmung durch die Sonneneinstrahlung sein, die trotz ihrer geringen Intensität ausreicht, um gefrorenen Stickstoff zu verdampfen. Die ausgestoßenen Partikel setzen sich auf der Oberfläche ab und bilden Ablagerungen aus gefrorenem Methan und Silikaten. Das Methan wandelt sich infolge der Sonneneinstrahlung in andere organische Verbindungen um, die als dunkle Schlieren und Streifen sichtbar sind.
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"Triton (Mond)".
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