| Trio | |
|---|---|
| Gründung | 1979 |
| Genre | Deutschrock |
| Bandmitglieder | |
| Gesang, Casio | Stephan Remmler |
| Gitarre | Gert "Kralle" Krawinkel |
| Schlagzeug | Peter Behrens |
Singles
Trio waren einer der Vertreter der Neuen Deutschen Welle, und sie feierten ihre größten Erfolge 1982 und 1983 - insbesondere mit dem Hit "Da Da Da". Bemerkenswert ist, dass sie - wie nur wenige Vertreter der Neuen Deutschen Welle - auch internationalen Erfolg hatten.
Das Konzept hinter Trio war kompromissloser Minimalismus. Sie reduzierten diverse populäre Musikrichtungen auf ein absolut notwendiges Minimum und entzogen der Musik somit jegliche Illusionskraft. Das Konzept hatte auch zur Folge, dass sich Trio selbst sehr schlecht kategorisieren ließen. Diesen Umstand forcierten sie, indem ihre Lieder fast immer zweisprachig (deutsch/englisch) dargeboten wurden - in einem Fall gar mit gesprochenen englischen Untertiteln. Sie verhinderten damit erfolgreich, von Kritikern in eine Schublade gesteckt zu werden. Die Musik von Trio wurde häufig als Klamauk misinterpretiert.
Stephan Remmler, groß gewachsen und mit kahlgeschorenem Kopf, war der Sänger und Texter der Gruppe Trio. Er hantierte auf der Bühne unter anderem mit Megaphonen, setzte Kehlkopfmikrophone ein und spielte vorprogrammierte Rhythmen auf dem VL-1 ab, einem kleinen Spielzeug-Keyboard von Casio.
Gert "Kralle" Krawinkel, der bei den Auftritten meist Jeans, T-shirt und ein Strickmütze trug, spielte die elektrische Fender-Gitarre. Krawinkel komponierte auch die Mehrzahl der Lieder.
Peter Behrens stand mit stoischem Blick hinter dem Schlagzeug und trug auf der Bühne weiße Hosen, ein weißes T-shirt und rote Hosenträger, die er mit Sicherheitsnadeln am Bund der Hose befestigte. Bei vielen TV-Auftritten verzehrte er beim Spielen einen Apfel oder in der Weihnachtszeit auch mal ein Lebkuchenherz.
Gegründet wurde Trio 1979 im oldenburgischen Großenkneten. Remmler und Krawinkel hatten schon Ende der 60er Jahre zusammen in einer Band ("Just Us") gespielt, die zumindest im norddeutschen Raum erfolgreich war. Peter Behrens stieß über eine Zeitungsannonce zu Trio. Nach einer langen Übungsphase veröffentlichten sie 1981 ein erstes Demo, an dem Klaus Voormann Gefallen fand, der die Debüt-LP (noch ohne "Da da da...") produzierte. Der Erfolg stellte sich erst ein, als "Da Da Da" nachträglich auf der LP und auf Single veröffentlicht wurde. Das Lied mauserte sich zu einem der größten Erfolge der bereits angebrochenen Neuen Deutschen Welle und ebnete Trio den Weg in die ZDF-Hitparade, in der sie als erste Vertreter der NDW auftraten. Auch international konnte sich das Lied in einer englischen Version durchsetzen und erreichte in 20 Ländern die Top 10. Die Single erreichte in Brasilien und Kanada Doppel-Platin. In den USA und in Japan blieb der Erfolg jedoch aus.
Trio blieben auch bis 1983 präsent und veröffentlichten eine Handvoll Singles sowie ein zweites Album in Deutschland und international. An den Erfolg von "Da da da..." konnten Trio allerdings nicht mehr anknüpfen. Mit der englischen Version von "Bum Bum" ("Boom Boom") gelang Trio in den USA doch noch der Durchbruch, und die Drei tourten Ende 1983 durch die USA und Kanada.
1984 machten Trio eine kreative Pause und gingen Solo-Aktivitäten nach.
Im Herbst 1985 erschien der Trio-Spielfilm "Drei gegen Drei" und gleichzeitig ein drittes Studio-Album. Jedoch entpuppten sich das Album und der Spielfilm als riesiger Flop. Trio löste sich dann Anfang 1986 auf. Nur Stephan Remmler gelang es, sich nach der Auflösung als Solo-Künstler durchzusetzen.
Erst nach der Jahrtausendwende setzte wieder ein Interesse an Trio ein, dem mit einigen Wiederveröffentlichungen sowie einer Tribute-CD ("Krach Bum Bäng Zack Döner") Rechnung getragen wurde. Trio selbst unternahmen in dieser Zeit auch einen zaghaften Wiedervereinigungsversuch, der sich zerschlug.
Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 startete Pepsi eine internationale Kampagne, auf der Grundlage von Da Da Da. In einem Werbespot singt Christina Aguilera anstelle einer Nationalhymne eine englische Version des Liedes in einem Fussballstadion. In einer anderen Variante wird einem bayerischen Volksfestzelt Schuhplattler zu einer entsprechenden Version von Da Da Da getanzt.
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