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Trinkwassertalsperre Frauenau
Trinkwasserspeicher-Frauenau.jpg
Hauptdaten
Bauzeit1976 - 1983
Einzugsgebiet30,4 km²
Kronenhöhe770,5 m ü. NN
Stauziel767 m ü. NN
Absenkziel735 m ü. NN
Talsohle700 m ü. NN
Stauraum bei Vollstau20,8 Mio. m³
Gesamtstauraum21,7 Mio. m³
Höhe über Talsohle70,5 m
Höhe über Gründungssohle84,7 oder 86 m
(verschiedene Angaben)
Länge Dammkrone640 m
Breite Dammkrone9 m
Böschungsneigung beidseitig1:1,75-1:1,5
Volumen Damm2,5 Mio. m³
Kraftwerksleistung max.617 kW
Mittlere elektr. Jahresarbeit3 GWh/Jahr
Gesamtkosten137 Mio. DM
(ca. 70 Mio. Euro)
EigentümerFreistaat Bayern
Wasseroberfläche94 ha
Rundwanderweg5,5 km

Die Trinkwassertalsperre Frauenau im Bayerischen Wald wurde 1983 zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in weiten Teilen Niederbayerns fertiggestellt.

Da aufgrund der geologischen Situation im Bayerischen Wald ein Grundwassermangel vorherrscht, wurde in den Jahren 1976 bis 1983 ein Wasserspeicher bei Frauenau und Zwiesel errichtet, der durch die Flüsse Kleiner Regen und Hirschbach gespeist wird, die dem unbesiedelten Gebiet an der tschechischen Grenze zwischen Falkenstein und Rachel entspringen. Jährlich werden über den Wasserentnahmeturm bis zu 15 Mio. m³ Wasser dem Zweckverband Fernwasserversorgung Bayerischer Wald zur Verfügung gestellt, dem die Landkreise Cham, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und Straubing-Bogen angehören.

Der 70,5 Meter über Talsohle hohe Staudamm besteht aus einem Dichtungskern aus steinigem Lehm mit einer zentralen Tonbetonwand, der luft- und wasserseitig von Schüttungen aus Felstrümmern flankiert wird. Zur Zeit der Fertigstellung handelte es sich mit bis zu 86 m über der Gründung um die höchste Talsperre in der Bundesrepublik, und er ist immer noch der höchste Staudamm. Höhere Talsperren (aber Staumauern) sind nur die Rappbodetalsperre und die Talsperre Leibis-Lichte.

Bild:TWS_Frauenau_1.jpg|See vom Damm gesehen Bild:TWS_Frauenau_2.jpg|Entnahmeturm Bild:TWS_Frauenau_3.jpg|Blick von einer höheren Stelle des Rundwanderweges Bild:TWS_Frauenau_4.jpg|See von der Rückseite

Literatur


  • Trinkwassertalsperre Frauenau, Heft 17 in der Schriftenreihe Wasserwirtschaft in Bayern, Oberste Baubehörde im Bayer. Innenministerium, 1984, ISSN 0721-6416
  • Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland, Peter Franke, Wolfgang Frey, DNK - DVWK 1987, ISBN 3-926520-00-0

Weblinks


Siehe auch:

Stausee | Staudamm | See in Bayern

 

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