Trieste, Palazzo del Comune (2005).jpg | La Borsa 25.7.04.JPG Triest (italienisch Trieste, slowenisch und kroatisch Trst) ist eine norditalienische Hafenstadt an der Adria direkt an der Grenze zu Slowenien. Es ist Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest und hat 206.590 Einwohner (Stand am 31. Mai 2005).
Triest ist Sitz eines katholischen Bischofs. Es besitzt ein astronomisches und geophysikalisches Observatorium sowie seit 1938 die Universität Triest. Die Stadt ist Hauptsitz des Schifffahrtsunternehmens Lloyd Triestino (ehemals Österreichischer Lloyd) und der Versicherungsgesellschaft Generali.
Triest war der größte und bedeutendste Hafen des habsburgischen Österreichs und Hauptstadt des Kronlandes Österreichisches Küstenland (1382-1921). Um 1900 galt Triest als ein literarisches Zentrum Mitteleuropas. Aufgrund des Ost-West-Konflikts in Europa nahm Triest nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit eine geographische Randposition ein und verlor dadurch v. a. an wirtschaftlicher Bedeutung. Ihre Vergangenheit und ihre besondere geographische Lage machen die Stadt Triest zu einem Ort des Zusammentreffens von Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen.
Charakteristisch für das Klima von Triest sind die drei Winde Mistral, Bora und Scirocco.
Im Sommer ist der Mistral am meisten vertreten, der eine leichte Brise darstellt, die vom Meer Richtung Land weht, und warme Sommernächte abkühlt.
Die Bora bläst vorwiegend im Winter. Sie stellt einen kalten, trockenen Fallwind aus Nordosten dar, der plötzlich beginnt und in starken Böen vom Kontinent auf das offene Meer bläst. Er wird v.a. in der Bucht von Triest kanalisiert und erreicht dadurch in der Stadt hohe Windgeschwindigkeiten, in Einzelfällen bis zu 200 km/h. Im Winter kann die Bora bis zu 14 Tage anhalten.
Der Scirocco ist ein warmer, feuchter Ost-Südostwind, der von schweren Wolken und Regen begleitet wird.
Die Winde sind die Ursache für das günstige Klima der Stadt, da es selten zur gleichen Zeit kalt und nass ist.
Nach dem Untergang des Weströmischen Reichs im Jahre 476 teilte Triest das allgemeine Schicksal Istriens und ging durch verschiedene Hände. Ostgoten, Byzantiner und Langobarden folgten einander in der Herrschaft, bis die Stadt 774 dem Reich Karls des Großen als ein Teil der Mark Friaul einverleibt wurde. Unter Kaiser Lothar III. erhielt der Bischof von Triest weltliche Hoheit über die Stadt. Triest behielt die Unabhängigkeit unter seinen Bischöfen bis zur Eroberung durch Venedig 1203. Für die nächsten 180 Jahre besteht die Geschichte Triests hauptsächlich aus einer Reihe von Konflikten mit Venedig, die schließlich damit beendet wurden, dass es sich 1382 unter den Schutz Leopolds III. von Österreich stellte.
Triests Aufstieg in der Donaumonarchie begann 1719 mit der Erhebung der Stadt zum kaiserlichen Freihafen durch Karl VI. – ein Status, den die Stadt bis 1891 beibehielt. Karls Nachfolger Maria Theresia und Joseph II. unterstützten Triests wirtschaftlichen Aufschwung durch das Anlegen städtebaulich wichtiger Viertel, des Borgo Teresiano („Maria-Theresien-Stadt“) und der Joseph-Stadt westlich bzw. östlich des heutigen Hauptplatzes. Als einziger großer Seehafen Österreich-Ungarns nahm Triest eine wichtige strategische Stellung in der Habsburger Monarchie ein. Zwei Hauptbahnstrecken verbanden Triest mit Wien und zahlreichen wichtigen Städten der kaiserlich-königlichen Monarchie und unterstützten den Güterverkehr. Allerdings hemmte der Druck Venedigs lange Zeit die wirtschaftliche Entwicklung Triests. Erst die Eroberung Venedigs durch Napoleon am Ende des 18. Jahrhunderts und der anschließende Friede von Campo Formio, in dem Venedig Österreich-Ungarn zugesprochen wurde, leitete den Niedergang der Serenissima und die Blütezeit Triests ein. Mit österreichischer Unterstützung löste Triest Venedig in seiner führenden Rolle im Handel mit dem Nahen Osten ab und entwickelte sich zum größten Handelszentrum der Adria.
Unter Napoleon wurde Triest 1809 den Illyrischen Provinzen zugeschlagen und damit bis 1814 französisch. Diese kurze Zeit hinterließ ihre Spuren in klassizistischen Bauwerken wie u. a. in der Triestiner Oper Teatro Verdi, die nach den Plänen des Architekten Matthäus Pertsch entstand. Nach der napoleonischen Ära kehrte Triest zu Österreich zurück.
Nachdem die Vorherrschaft Napoleons in Italien überwunden worden war, kam es im Kaiserreich Österreich – wie auch in anderen Teilen Europas – zur Revolution, die Folge von politischen und nationalen Problemen war. In Oberitalien erreichten die Aufstände gegen die österreichische Herrschaft und für einen geeinten italienischen Nationalstaat (siehe auch Risorgimento) im Jahre 1848 ihren Höhepunkt. Während der italienischen und ungarischen Revolutionen blieb Triest Österreich-Ungarn treu und erhielt den Titel Città Fedelissima.
1867 wurden Triest und das unmittelbar angrenzende Territorium als separates Kronland konstituiert. Gleichzeitig war es Sitz des Statthalters des österreichischen Küstenlandes, der auch für die benachbarten Kronländer Görz und Gradisca und Istrien zuständig war. Karte Triest.png Allerdings setzte auch in dem zum größten Teil von Italienern bewohnten Triest eine zunehmende italienische irredentistische Bewegung ein, die darauf abzielte, Triest als italienischsprachiges Gebiet von Österreich-Ungarn loszulösen und dem 1861 gegründeten Nationalstaat Italien anzuschließen. Der Irredentismus hatte seinen Höhepunkt, als 1882 Kaiser Franz Joseph I. Triest anlässlich der 500-jährigen Dauer der habsburgischen Herrschaft über die Stadt besuchte. Während antiösterreichischer Demonstrationen entging der Kaiser nur knapp dem Bombenattentat von Guglielmo Oberdan und seinen Komplizen. Triest blieb im Nationalitätenkampf bis 1914 einer der heißesten Konfliktherde Österreich-Ungarns. Trotz der politischen und nationalen Probleme blühte Triest wirtschaftlich und kulturell auf. Die Hafenstadt zog innerhalb der kaiserlich-königlichen Monarchie unter anderem den Hauptnutzen aus dem 1869 eröffneten Sueskanal. Um 1900 stand die Stadt in ihrer vollen wirtschaftlichen Blüte und stellte ihren Reichtum durch zahlreiche Prachtbauten zur Schau. Zahlreiche Schriftsteller und Künstler wie James Joyce und Italo Svevo verkehrten in der Stadt. Triest mit seinem kosmopolitischen Bevölkerungsgemenge aus Italienern (75 %), Slawen (18 %), Deutschen (5 %) und anderen Kulturen avancierte zur literarischen Hauptstadt Mitteleuropas. Jeder Triestiner sprach mindestens Italienisch und Deutsch, die slowenische Bevölkerung beherrschte zudem auch die slowenische Sprache.
Seit 30. Oktober 1922 war ganz Italien unter der faschistischen Herrschaft Mussolinis. Als Verbündeter der Deutschen im Zweiten Weltkrieg waren in Italien zahlreiche deutsche Truppen stationiert. Nach der Landung alliierter Truppen in Süditalien im Juli 1943 und der italienischen Kapitulation am 8. September durch den italienischen König Viktor Emanuel III. wurde der südliche Teil Italiens befreit, doch Norditalien blieb unter deutscher Kontrolle. Hier entstand zwischen September 1943 und Ende April 1945 die Italienische Sozialrepublik (Repubblica Sociale Italiana). Dieser faschistische Staat unter der militärischen Protektion Deutschlands und der Diktatur Mussolinis sollte den endgültigen Zusammenbruch der "Achsenmächte" verhindern. In der Italienischen Sozialrepublik wurde Triest zusammen mit anderen Küstengebieten der Adria (Fiume, Udine, Pula, Gorizia, Ljubljana) zur Operationszone Adriatisches Küstenland (OZAK) zusammengefasst. Die Zone unterstand dem Höheren SS- und Polizeiführer Odilo Globocnik. Auf seine Veranlassung wurde in einem Vorort von Triest die Risiera di San Sabba eingerichtet, das einzige nationalsozialistische Konzentrationslager auf italienischem Boden. Das Lager diente hauptsächlich zur Inhaftierung von Geiseln, Partisanen und anderen politischen Gefangenen, aber auch als Sammellager für Juden vor ihrer Deportation in die Vernichtungslager. Die Mannschaft des Konzentrationslagers bestand vorwiegend aus deutschen SS-Mitgliedern. Als 1945 jugoslawische Partisanen Triest einnahmen, sprengte die SS einige Teile des Lagers, um ihre Spuren zu verwischen.
Freies Territorium Triest Karte.png Durch den Pariser Friedensvertrag zwischen Italien und den Alliierten von 1947 wurde Triest zusammen mit dem nordwestlichen Teil Istriens bis einschließlich Cittànova/Novigrad im Süden als Freies Territorium Triest (englisch Free Territory of Trieste, italienisch Territorio Libero di Trieste, slowenisch Svobodno tržaško ozemlje, kroatisch Slobodni teritorij Trsta) zu einem neutralen Staat unter Oberhoheit der Vereinten Nationen erklärt (ähnlich wie es die Freie Stadt Danzig unter dem Schutz des Völkerbundes in der Zwischenkriegszeit gewesen war). Der Gouverneur sollte vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ernannt werden, administrativ war das Gebiet jedoch in zwei Zonen unterteilt. Die Zone A, die die Stadt Triest mit ihrer nächsten Umgebung umfasste, unterstand britisch-amerikanischer Militärverwaltung, die Zone B, die das Hinterland der Stadt und den Nordwesten Istriens umfasste, jugoslawischer Militärverwaltung.
Durch das Londoner Abkommen zwischen Italien und Jugoslawien von 1954 wurde das Freie Territorium Triest aufgelöst. Das Gebiet der bisherigen Zone A wurde provisorisch wieder italienischer Zivilverwaltung unterstellt, das Gebiet der bisherigen Zone B jugoslawischer Zivilverwaltung, wobei der jugoslawische Teil nördlich des Flüsschens Dragonja der damaligen Teilrepublik Slowenien einverleibt wurde, der Teil südlich der Dragonja jedoch Kroatien. Erst am 10. November 1975 wurde im Vertrag von Osimo die Demarkationslinie von 1954 endgültig als italienisch-jugoslawische Grenze festgelegt und damit die Zugehörigkeit der Stadt Triest zu Italien definitiv bestätigt. (siehe auch: Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens)
1962 wurde Triest die Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien.
Durch die Auflösung der Donaumonarchie und den Anschluss der östlichen Nachfolgestaaten an den Ostblock war Triest bis Mitte der 1980er Jahre sowohl politisch als auch wirtschaftlich isoliert. Mit dem Eintritt Sloweniens in die EU im Jahre 2004 verlor Triest endgültig seine jahrzehntelange Randposition.
Hatte Triest um 1700 ca. 5.000 Einwohner, so stieg die Bevölkerungsanzahl im 18. und 19. Jahrhundert u.a. aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung Triests innerhalb der österreichischen Monarchie stark an.
Seit Mitte der 1960er Jahre nimmt die Einwohnerzahl ab. Der Bevölkerungsrückgang ist zurückzuführen auf die Suburbanisierung, aber auch auf die wirtschaftliche Isolation, unter der Triest lange Zeit aufgrund seiner geographischen Randposition am Eisernen Vorhang litt.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand zwischen den Jahren 1700 und 2005. Bis 1914 handelt es sich meist um Schätzungen, ab 1921 um Volkszählungsergebnisse bzw. amtliche Erhebungen statistischer Ämter.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| um 1700 | 5.000 |
| um 1800 | 28.000 |
| um 1800 | 29.908 |
| um 1850 | 70.000 |
| 1880¹ | 144.844 |
| 1887¹ | 158.478 |
| um 1900 | 175.000 |
| vor 1914 | 235.000 |
| 1921² | 239.558 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1931² | 250.170 |
| 1936² | 248.307 |
| 1951² | 272.522 |
| 1963² | 277.644 |
| 1971² | 271.879 |
| 1981² | 252.369 |
| 1991² | 231.100 |
| 2001² | 211.184 |
| 2005² | 206.590 |
² Quelle: ISTAT
Bereits seit dem 18. Jahrhundert wurde Triest verstärkt von verschiedenen Völkergruppen bewohnt, die sowohl ihre Kulturen und Religionen als auch die eigenen Traditionen mitgebracht haben. Am Ende des 19. Jahrhunderts bildeten die Italiener die Mehrheit der Triestiner Bevölkerung (62%), gefolgt von Slowenen (14%) und Deutschösterreichern (10%). Die übrige Bevölkerung setzte sich aus anderen Nationalitäten wie Griechen, Engländern, Armeniern und Türken zusammen.
Auch heute noch bilden Italiener die Mehrheit der Bevölkerung und verleihen dem Stadtbild einen vorwiegend italienischen Charakter, der allerdings nach wie vor dem Einfluss einer größeren Minderheit von Slowenen und Kroaten und einem kleinen Anteil von Deutschen und Griechen unterliegt. Seit einigen Jahren sind auch andere Nationalitäten wie Albaner, Chinesen und Afrikaner in Triest vertreten und prägen zunehmend einzelne Stadtviertel.
Die Stadtbevölkerung spricht v.a. Italienisch, in einigen Vororten und im Umland wird Slowenisch gesprochen. Eine sehr geringe Minderheit spricht noch Deutsch.
Die italienische Sprache war lange Zeit in Triest und seiner Umgebung nicht richtig ausgeprägt. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die friulanische Varietät "Tergestino" gesprochen. Der Tergestino verschwand, als die Bedeutung anderer Sprachen und Dialekte wie Deutsch, Slowenisch und Venezianisch zunahm. Es entwickelte sich ein neuer italienischer Dialekt, das so genannte "Triestinisch" (italienisch Triestino, triestinisch Triestin).
Der Triestiner Dialekt ähnelt dem Venezianischen, enthält aber auch Elemente der friulanischen, slowenischen, kroatischen, deutschen und griechischen Sprache.
Im Gegensatz zu vielen anderen Dialekten ist der Triestiner Dialekt in den vergangenen Jahren nicht zurückgegangen, sondern wird noch heute von der gesamten Triestiner Bevölkerung aktiv gesprochen.
Insgesamt beläuft sich der Verkehr im Hafen auf ein Volumen von 48 Mio. Tonnen pro Jahr, davon 35 Mio. Tonnen Rohöl, das über das wichtigste Öl-Terminal im Mittelmeerraum – das Terminal SIOT - weitergeleitet wird (über die Transalpine Ölleitung in Richtung Österreich/Schwechat – und Deutschland/Ingolstadt, mit einer Abzweigung bis nach Tschechien).
Das restliche Verkehrsaufkommen besteht aus verschiedenen Waren (ca. 5 Mio. Tonnen), Kohle, Holz, Mineralstoffen, Getreide und Ölsamen.
Neben der Funktion als Umschlagplatz von Rohöl und anderen Waren dient der Hafen von Triest auch als Fähr- und Kreuzfahrthafen.
Die Bedeutung des Hafens von Triest als Seehafen und Umschlagsstelle wuchs bereits ab dem 18. Jahrhundert mit der Erhebung der Stadt zum Freihafen durch Kaiser Karl VI. von Österreich im Jahre 1719. Die Erschließung des Suezkanals im Jahre 1869 stärkte Triests Stellung als Handels- und Wirtschaftszentrum. Denn der günstigste und kürzeste Seeweg vom mittleren und fernen Osten nach Europa führte über den Suezkanal durch das Mittelmeer, die Adria hinauf bis nach Triest. Der Hafen von Triest wurde somit zum Tor Eurpoas und ermöglichte dem mitteleuropäischen Wirtschaftsgebiet den direkten Zugang zu fernöstlichen Gebieten.
In den letzten Jahren erhielt der Hafen von Triest verstärkt Konkurrenz durch den nahegelegenen Hafen Koper in Slowenien und durch den Hafen Rijeka in Kroatien (tiefster Zugang für Schiffe in der Adria).
Der Flughafen nimmt als größter Flughafen von Friaul-Julisch Venetien eine strategisch bedeutsame Rolle für die gesamte Region ein. Aufgrund seiner geographischen Lage liegen neben der Region Friaul-Julisch Venetien mit ihren 1.2 Mio. Einwohnern auch Teile der Region Veneto und des österreichischen Bundeslandes Kärnten sowie Gebiete in Slowenien und Kroatien im Einzugsgebiet des Flughafens. Das Einzugsgebiet des Flughafens umfasst somit insgesamt ca. 5 Mio. Einwohner.
Der Palazzo Pitteri (erbaut von Ulderico Moro 1790), der Brunnen (1750) und die Säule (1728) sind die einzigen Erinnerungen an das 18. Jahrhundert und bilden eine „barocke Ecke“ auf dem Platz. Das Zentrum der Stadt – rund um die heutige Piazza dell'Unità d'Italia – wurde um 1900 völlig neu gestaltet.
Den Hintergrund des Theaterplatzes bildet die Alte Börse, die 1806 von dem Architekten Antonio Molari erbaut wurde. Ihre Vorderseite wurde in Anlehnung an eine dorische Tempelfront mit Portikus errichtet. Auf dem Platz vor der Börse, der Piazza della Borsa, steht auf einer Säule die Statue Kaiser Leopolds I., der wie andere Habsburger am Aufschwung der Stadt beteiligt war. Heute befindet sich im Gebäude der Alten Börse die Triestiner Handelskammer.
Oberhalb der Stadt, auf der Anhöhe von San Giusto, befindet sich das wichtigste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt, die Kathedrale von San Giusto. An der Stelle des heutigen Doms wurde bereits im 5. Jahrhundert eine frühchristliche Basilika errichtet, die zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert durch zwei Parallelkirchen ersetzt wurde. Die linke war der heiligen Jungfrau Maria, die rechte dem heiligen Justus (italienisch San Giusto) geweiht. Im 14. Jahrhundert wurden beide Kirchen zur heutigen Kathedrale von San Giusto vereint. Das Bodenmosaik der Basilika aus dem 5. Jahrhundert ist teilweise heute noch in der Kirche zu bewundern.
Der Kirchenhügel wird von einer mächtigen Burg überragt, dem zweiten Wahrzeichen der Stadt. Das Kastell von San Giusto wurde 1470 unter venezianischer Herrschaft begonnen, aber erst 1630 beendet.
San Giusto ist ferner die Grablege einer Reihe carlistischer Prätendenten des spanischen Throns.
Die Tram de Opcina (italienisch Tranvia di Opicina) ist eine historisch und technisch außergewöhnliche Berg- und Straßenbahn, die am 10. September 1902 eröffnet wurde, um das unmittelbare Hinterland der Stadt bis zum Villenvorort Villa Opicina zu erschließen. 1913 beförderte die Trambahn 459.000 Fahrgäste. Heute hat sie aber ihre Bedeutung als wichtiges Verkehrsmittel verloren und ist auf hohe Subventionen angewiesen. Von den Triestinern hoch geschätzt, wird sie in zahlreichen italienischen und slowenischen Volksliedern besungen.
In der Nachbargemeinde Duino-Aurisina befindet sich das Schloss Duino, ehemaliger Sitz der Patriarchen von Aquileia und heute im Besitz der Familie von Thurn und Taxis. Während seines Aufenthalts in Triest von Oktober 1911 bis Mai 1912 begann Rilke hier seine Duineser Elegien.
Vier Krimis, die in Triest und Umgebung spielen, sowie einen Reiseführer hat der Autor und Berlin-Verlag-Mitbegründer und ehemalige Geschäftsführer Veit Heinichen geschrieben, der mittlerweile selbst in Triest lebt und sich zu einem Experten der Stadtgeschichte entwickelt hat.
Ort in Friaul-Julisch Venetien | Hauptstadt in Italien | Ort mit Seehafen | Triest
ترييستي | Триест | Trst | Tergeste | Terst | Trieste | Triesto | Trieste | Trieste | Trieste | Triest | טריאסטה | Trst | Trieszt | Trieste | Trieste | トリエステ | Tergeste | Triestas | Trieste | Triëst (stad) | Triest | Trieste | Trieste | Триест | Triesti | Trst | Trst | Трст | Trieste | Trieste | Trieste | 的里雅斯特