Triboltingen war früher eine selbständige Gemeinde, bis sie 1975 von Ermatingen eingemeindet wurde. Das Strassendorf liegt am Fusse des Seerückens und am Ufer des Untersees. Die zahlreichen Fachwerkbauten stammen aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert.
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Geschichte
Ein entdeckter Brandgraben aus dem ersten Jahrhundert weist auf eine frühe, römische Besiedlung hin. Das Dorf selbst wurde von den
Alemannen gegründet. Zusammen mit
Salenstein,
Fruthwilen,
Mannenbach und
Ermatingen bildete Triboltingen eine
Markgenossenschaft (Wald, Weide).
Um 950 schenkt
Herzog Hermann von Schwaben das Dorf dem
Kloster Reichenau. Nach einer Chronik flüchteten sich die Triboltinger in der Hungersnot von
1146 mit Hab und Gut ins nahe
Kloster Petershausen in
Konstanz. Eine Urkunde erwähnt
1155 das Dorf als
Triboldinga.
Konstanz als Rechtsnachfolgerin des Klosters Reichenau hatte bis zur Gründung des Kantons
Thurgau die niedere Gerichtsbarkeit über Triboltingen inne.
Kapelle St. Niklaus
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Die Kapelle wurde wohl im 13. Jahrhundert erbaut. Aus dieser Zeit sind noch hochgelegene Rundbogenfenster erhalten. Hervorragendes Merkmal ist der
1602 erbaute
Dachreiter mit ausladendem
Spitzhelm. Das Uhrwerk wurde vom Winterthurer
Andreas Liechti angefertigt. Im Inneren sind in drei Malschichten Reste von mittelalterlichen Wandmalereien zu sehen. Nach der Reformation wurde die Kapelle nicht mehr für Gottesdienste benutzt. Ab
1850 wurde sie als Spritzenhaus, im Zweiten Weltkrieg sogar als Pulvermagazin genutzt.
1957 wurde sie vom Heimatschutz renoviert. Heute finden in der Kapelle wieder Gottesdienste statt.
Literatur
- Albert Knoepfli: Die Kapelle Triboltingen (Thurgau). In: Unsere Kunstdenkmäler. 8 (1957) . S. 77-78.
- Arnold Bosshard, Peter Funk, Alfons Raimann: Ermatingen und Triboltingen TG. Bern 1988.
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