Finowkanal-treidel.jpg]] Treideln.JPG | Treidelschiff.jpg und Siebengebirge, Kupferstich von 1852]] Treideln (oder sächs. Bomätschen, auch Halferei) bezeichnet die Tätigkeit des Schiffziehens auf Flüssen durch Menschen, Zugtiere oder später auf kurzen Strecken (vor Schleusen) auch durch Lokomotiven (Treidelloks). Dabei wurden die Schiffe in der Regel nur stromaufwärts gezogen und stromabwärts durch die Strömung oder den Wind getragen. Das Aufkommen der Ketten- und Dampfschifffahrt Mitte des 19. Jahrhunderts, später die Eisenbahn, verdrängte den Berufsstand der Treidler. Die Pfade der Schiffszieher wurden Leinpfad, Treidelpfad, (sächs.) Bomätscherpfad oder im Donauraum Treppelpfad oder Treppelweg genannt.
Auch an der Wolga war das Treideln üblich. Dort wurde ein Treidler als Burlak bezeichnet. Der russische Maler Ilja Repin hat den Schiffsziehern mit seinem Bild Die „Wolgatreidler“ ein Denkmal gesetzt. Außerdem gibt es ein international bekanntes Lied über die Wolgatreidler (Ej, uchnem).
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