Treffurt ist eine historische Fachwerkstadt in Thüringen, Deutschland.
Geografie
Geografische Lage
Treffurt liegt im
Wartburgkreis direkt an der Grenze zu
Hessen. Dort befindet sich die
Kleinstadt im Süden des
Naturparks
Eichsfeld-Hainich-Werratal und deren Kernstadt im Tal der
Werra. Während im Süden der
Heldrastein liegt, schließt sich im Westen jenseits der Landesgrenze der
Schlierbachswald an.
Stadtgliederung
Zu Treffurt gehören die Stadtteile Falken, Großburschla und Schnellmannshausen sowie die Ortsteile Hattengehau, Schrapfendorf und Volteroda.
Geschichte
Seinen Namen verdankt Treffurt seinen drei Furten, die hier durch die Werra führten.
768 wird von Karl dem großen das Kloster Homburg bei Langensalza erbaut und die Herren von Driefurt als Vögte über das Kloster gesetzt. Treffurt wurde
1104 erstmalig auf einer Urkunde des Erzbischofs Ruthard von
Mainz erwähnt. Darin wird beschrieben, dass der Bischof in der "Zelle" bei Falken einen Altar weihte, wobei ein "Pilgrim de Trifurte" als Zeuge erwähnt wurde.
Durch die Lage an der Kreuzung zweier bedeutender Handelsstraßen erlangte Treffurt bereits im Mittelalter eine regionale Bedeutung. Zum Schutze der Furten wurde bereits im 11. Jahrhundert mit der Anlage eine Burganlage begonnen. In der Folgezeit entwickelte sich Treffurt rasch zum bedeutenden regionalen Handelsplatz. Dem wurde 1333 durch die Verleihung des Stadtrechts Rechnung getragen. 1532 erhält Treffurt durch Kaiser Karl V. das Recht "einen Wochenmarkt auf jeden Sonnabend und zwey Jahrmärkte auf St. Georgi und St. Simon azuhalten".
Treffurt war über Jahrhunderte eine
Ganerbschaft . Sie war im Besitz von
Kursachen,
Kurmainz und
Hessen-Kassel, bis im 18. Jahrhundert Kurmainz die Landeshoheitsrechte allein übernahm.
1803 kam Treffurt mit Kurmainz an
Preußen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Das Fachwerk-Rathaus sowie die Burg Normannstein mit ihren drei Türmen sind sehenswert.
- Evangelische St. Bonifatiuskirche
Weblinks
Ort in Thüringen | Wartburgkreis