Ein Treck (niederdeutsch Trekk, von trekken "ziehen"), ist ein längere Zeit - Tage bis Jahre - andauernder Zug von Fußgängern, Berittenen und (oder) Fuhrwerken.
Das im Deutschen eher selten gebrauchte Wort drang erst angesichts der Flüchtlingsströme am Ende des Zweiten Weltkrieges in die Umgangssprache ein. Im Winter 1944/45 starteten die ersten Flüchtlingstrecks vor der russischen Front in Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Schlesien u.a. in Richtung Westen. Etwa zwei Millionen Menschen starben.
Als Treck wird seither ein gemeinsamer Zug von Auswanderern, aber auch von Flüchtlingen oder Vertriebenen aus ihrer Heimat in ein anderes Gebiet bezeichnet, oft als Folge von Änderungen von Staatsgebieten in Kriegen und unter Verwendung primitiver Transportmittel, d. h. zu Fuß und mit von Zugtieren gezogenen vielfach überladenen Fuhrwerken, (Leiterwagen oder Planwagen mit allen noch transportablen Habseligkeiten) über eine große Distanz. Durch Erschöpfung, Krankheit und schlechte Versorgung sind viele Menschen und Tiere überfordert und erreichen das Ziel nicht.
Die Flucht im Treck wird z. B. von Siegfried Lenz in seinem Roman Heimatmuseum geschildert.
Auch in der historischen Mythologie der südafrikanischen Buren wurden vergleichbare Ansiedlertrupps (Voortrekker) oft verherrlicht.