Als Flor bezeichnet man in der Textilindustrie ein bereits geordnetes Band von losen Fasern, welche einer Karde abgenommen werden und normalerweise zum Spinnen von Fäden verwendet werden.
Bei Velours, Samt, Plüsch, Tuftings und anderen dreidimensionalen textilen Flächen wird das Fadensystem, das senkrecht zur Oberfläche verläuft, als Flor oder Pol bezeichnet.
Der Trauerflor wird beispielsweise bei entsprechenden Anlässen der Flagge als nationales Symbol beigefügt. Staatstrauer. Hierzu gehört auch das Setzen einer Fahne auf Halbmast, wenn an ihr kein Trauerflor angebracht werden kann (soll/darf).
Nicht nur Fahnen sonder auch Fahrzeuge werden teilweise so "verziert" um das Mitgefühl auszudrücken. So wurden nach dem 11. September 2001 viele Fahrzeuge der BOS (z.b. Feuerwehr- oder Rettungsdienstfahrzeuge) mit einem Trauerflor versehen.
Als kleine Schleife an der Kleidung getragen, bringt es Mitgefühl, eigene Betroffenheit, Respekt zum Ausdruck. Meistens von Personen getragen, die nicht mit dem verstorbenen Menschen verwandt sind. Also das individuelle Symbol für Trauer.
Bis in die 1970er-Jahre war es für Männer in der Trauerzeit (4 Wochen oder 1 Jahr) durchaus üblich, bei nicht schwarzer Oberbekleidung am linken Ärmel ein etwa handbreites Stück Trauerflor anzubringen. Für Frauen war schwarze Oberbekleidung und evtl. Kopfbedeckung üblich.
Ein weiteres Beispiel von Trauerfloren befindet sich bei Beerdigungen auf den Kränzen. Diese Flore sind oftmals mit einer gewebten oder aufgedruckten Inschrift versehen wie z. B. "Zum letzten Gruß" oder "In Trauer, dein(e) ...".
Beispiele: In Spanien nach dem 11. März 2004 als Zeichen des Mitgefühls und des Willens, gemeinsam einer Bedrohung zu widerstehen.
(siehe auch Rote Schleife bei Trauer um Aidstote)