Transnistria administratie romaneasca.png Transnistria ist eine historische Bezeichnung für das zuvor sowjetische Gebiet zwischen Dnister und Bug, das von 1941 bis 1944 unter rumänischer Verwaltung stand. Das damalige Transnistria liegt heute größtenteils im Südwesten der Ukraine und zu einem wesentlich kleineren Teil auf dem Gebiet des nicht international anerkannten Staates Transnistrien. Die größte Stadt in Transnistria war Odessa.
Etwa 185.000 ukrainische Juden kamen in Transnistria um, in dem die Deportierten ihrem Schicksal überlassen wurden. Vor allem im harten Winter 1941/42 starben Zehntausende an Hunger, Krankheiten und Entkräftung. In der Folgezeit gelang es jüdischen Organisationen mit Einwilligung Antonescus den Deportierten Hilfe zu leisten. Dennoch überlebten etwa 90.000 rumänische Juden der insgesamt 145.000 bis 150.000 Deportierten die Lager nicht.
Im Verhältnis zur Zahl der Opfer ist Transnistria in Verbindung mit der Vernichtung der Juden (Shoa) heute kaum ein Begriff. Das liegt zum Teil daran, dass Transnistria heute auf keiner Karte zu finden ist, und eben auch kein Ort wie z.B. Auschwitz oder Treblinka ist, sondern eine künstliche, von Deutschen und Rumänen zwischen 1941 und 1944 verwendete Bezeichnung für eine Region war. Aber auch die Namen der einzelnen Lager wie Bogdanowka, Achmetschetka, Domanewka und Pechora sind kaum bekannt.
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