Das Wort Transduktor bezeichnet in der theoretischen Informatik ganz allgemein Automaten, die eine Quellsprache in eine Zielsprache überführen (übersetzen). Da die formalen Eigenschaften dieser Sprachen variieren können, unterscheidet man verschiedene Untertypen, die im folgenden näher beschrieben werden.
Endliche Transduktoren sind endliche Automaten, die zusätzlich eine Ausgabefunktion besitzen. Diese Funktion ist in der klassischen Definition mit den Übergängen und den Endzuständen des Automaten verknüpft. Abbildung 1 zeigt einen auf dem Alphabet {a,b,c,d,e,x} basierenden Transduktor, der jedes Vorkommen von ab in einer Zeichenkette durch ein einzelnes x ersetzt. Aus acabd beispielsweise wird acxd. Im Zustand 1 kann der Transduktor beispielsweise ein a lesen, dafür ein x ausgeben und in den Zustand 2 übergehen. Zustand 2 ist kein Endzustand, da ja nun ein b gelesen werden muss. Da im Beispielfall das zu Ersetzende und das Ersetzte unterschiedlich lang sind, wird beim Übergang von 2 nach 0 beim Lesen von b das leere Wort ε ausgegeben.
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Die Ausgabefunktion δ ist diejenige eines nichtdeterministischen endlichen Transduktors, d.h. der Transduktor kann beim Lesen eines Symbols a im Zustand q prinzipiell in mehrere Folgezustände übergehen. Ist der Transduktor hingegen deterministisch, sieht die Ausgabefunktion folgendermaßen aus:
δ: Q x Σ → Q.
Die Ausgabefunktion ist im nichtdeterministischen Fall durch ω: Q x Σ ∪ {ε} x Q → Γ* gegeben. Bei der deterministischen Variante vereinfacht sie sich zu ω: Q x Σ → Γ*.
Oft werden Übergangs- und Ausgabefunktion auch zu einer Übergangsrelation T ⊆ Q x (Σ ∪ {ε}) x Γ* x Q zusammengefasst.
Die Menge der endlichen Transduktoren ist abgeschlossen unter folgenden Operationen:
Unter Schnitt sind nur azyklische Transduktoren oder solche, die keine ε:x bzw. x:ε-Übergänge besitzen, abgeschlossen.
Nicht abgeschlossen sind Transduktoren unter:
Ferner gibt es einige Optimierungsoperationen für Transduktoren:
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"Transduktor (Informatik)".
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