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Trakehner
 

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Trakehner
wichtige Daten
Ursprung: Ostpreußen, 13. Jahrhundert (Gestüt Trakehnen)
Hauptzuchtgebiet: Deutschland
Verbreitung: weltweit verbreitet, ca. 190 Zuchthengste und ca. 3.700 Zuchtstuten
Stockmaß: 160 - 170 cm
Farben: alle Farben
Haupteinsatzgebiet: Sportpferd
Brandzeichen
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Der Trakehner ist in der Pferdezucht eine bedeutende deutsche Reitpferderasse. Trakehner sind vor allem im Dressur- und Vielseitigkeitssport erfolgreich.

Exterieur


Der Trakehner gilt als edle Warmblutrasse, da reinblütig gezüchtet wird, das heißt es dürfen außer Trakehnern nur Englische(xx) und Arabische-Vollblüter(ox), Shagya-Araber und Anglo-Araber eingekreuzt werden. Er kommt dem Ideal des modernen Reitpferdes (gerades oder arabisiertes Profil, häufig mit Elchnase - langer, eleganter Hals - sehr schräge Schulter - ausgeprägter Widerrist - mittellang - rundrippig - lange, schräge und gut bemuskelte Kruppe) sehr nahe.

Interieur


Der Trakehner gilt als gelehriges Turnierpferd. Fortgeschrittene und feinfühlige Reiter schätzen seine Sensibilität, aber auch für Kinder und Jugendliche ist diese von Vorteil. Hervorzuheben sind sein Mut, seine Härte und vor allem seine extrem ausgeprägte Intelligenz.

Eignung


Der Trakehner eignet sich für alle Sparten der Reiterei. Seine absoluten Stärken liegen in der Dressur und der Vielseitigkeit. Hirtentraum, Illusion und Ultimo waren (um nur einige zu nennen) berühmte Trakehner Dressurpferde der Vergangenheit; in neuerer Zeit wurden die ostpreußischen Farben durch Biotop, Renaissance Fleur, Solero TSF oder Gribaldi vertreten. In kaum einer anderen Sportart findet man prozentual gesehen so viele Trakehner wie in der Vielseitigkeit. Der Hengst Windfall, der unter Darren Chiaccha an den olympischen Spielen in Athen teilnahm und unter Ingrid Klimke Bundeschampion der Deutschen Vielseitigkeitspferde war, ist nur einer von ihnen. White Girl, Salino, Herakles TSF, Kunta Kinte TSF und viele mehr sind erfolgreich im "Busch" unterwegs. Im Springsport findet man Trakehner eher selten. Hier dominieren in erster Linie die Linie der Springlegende Abdullah mit seinen Söhnen Schneesturm und Alaskatraum, sowie der Rappe Sixtus, der selbst bis zur schweren Klasse erfolgreich war. Weitere bekannte Namen im Trakehner Springgeschehen sind Almox Prints, Waitaki und Kairos. Auch im Fahrsport sind Trakehner zu finden. Die mehrfache britische Meisterin Karen Bassett fährt ein Vierergespann ausschließlich aus Trakehner Pferden, Ulla Günther mit Graziela TSF ünd früher Emma Peel eilen von Erfolg zu Erfolg im Einspänner.

Zuchtgeschichte


IMG_3707.JPG Trakehner stammen ursprünglich aus Trakehnen (Ostpreußen). Die Anfänge der Zucht gehen zurück bis ins 13. Jahrhundert, in die Zeit des Deutschritterordens. Die Deutschordensritter züchteten damals auf Grundlage des Schweikenponys Militärpferde. Im Jahr 1732 gründete König Friedrich Wilhelm I. von Preußen das königliche Trakehner Stutamt.

Bei seiner letzten Inspektionsreise durch Ostpreußen im August 1739 schenkte König Friedrich Wilhelm I. das Gestüt seinem Sohn Friedrich (II.). Kronprinz Friedrich schrieb damals an seine Frau Elisabeth Christine: „Der König war sehr freigiebig und schenkte mir das Gestüt (Trakehnen), das sehr prächtigen Gewinn abwirft. Das ist ein sehr schönes Geschenk und erweist mir die größte Gunst der Welt.“

Das Gestüt wurde zur wichtigsten Quelle für Preußens Hengste und erwarb schnell den Ruf, elegante und ausdauernde Kutschpferde zu züchten. Ende des 18. Jahrhunderts bereits hatte sich der Schwerpunkt wieder auf die Zucht von Militärpferden verschoben. Basis dieses Erfolgs war die Einführung von Leistungstests und die genaue Dokumentation des Stammbaums. Zur Blütezeit des Gestüts umfasste sein Gelände fast 140 Quadratkilometer Weideland. Im 19. Jahrhundert wurden zur Veredelung der Rasse Araber und englische Vollblüter eingesetzt. Das führte dazu, dass Anfang des 20. Jahrhunderts der Trakehner einen etwa 50 prozentigen Vollblutanteil hatte. Seit 1945 wird die Trakehnerzucht in allen deutschen Bundesländern sowie weltweit betrieben. Die Zucht in Ostpreußen brach mit dem Ende des 2. Weltkrieges vollständig zusammen, lediglich ein kleiner Bestandteil der ostpreußischen Pferde konnte nach einer langen Flucht in den Westen gelangen, die wohl härteste Leistungsprüfung in der Geschichte der modernen Pferdezucht. Die Zucht wurde hier fortgesetzt, konnte aber zunächst mangels Masse erst spät ihre ursprüngliche Qualität wieder erreichen. Der Trakehner ist aber nach dem Krieg zur Veredlung wohl aller deutschen Warmblutzuchten herangezogen worden und hat somit bis heute wesentlichen Anteil an der Entstehung des im internationalen Turniersport dominierenden modernen Typs des Deutschen Reitpferdes. Heute ist der Trakehner vom Typus eines besonders modernen und eleganten Sportpferdes mit Chic, Charme und Leistungsbereitsschaft. Durch seinen traditionell hohen Vollblutanteil gilt er als charakterstark und ausdauernd. Seine Domänen sind besonders die Dressur und die Vielseitigkeit. Mit einigen bei der Flucht zurückgelassenen Pferden wurde auch in Russland am Don, bei Kaluga und in der Oblast Kaliningrad ebenfalls eine neue Trakehnerzucht begonnen. Aber auch weltweit haben die Trakehner neue Zuchtgebiete gefunden, besonders in Skandinavien, den Benelux-Staaten und Nordamerika.

Siehe auch: Liste der Pferderassen

Weblinks


Pferderasse

Trakehner | Trakehner | Trakehner (hevonen)

 

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