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Die Begriffe Trage oder Tragbahre bezeichnen ein Hilfsgerät, mit dem eine nicht gehfähige Person in liegendem Zustand von - je nach Ausführung - einem oder mehreren Helfer(n) transportiert werden kann. Verwendung finden Tragen insbesondere im Rettungsdienst und Katastrophenschutz, aber z.B. auch im Sanitätswesen des Militärs. Dort dienen sie zur einfachen und dennoch schonenden Verlegung von Patienten. Ferner werden darunter die Gestelle, auf denen Tote transportiert werden, verstanden.

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Moderne Tragen verfügen über ein abnehmbares Fahrgestell (mit Rollen versehen), welches die Fortbewegung der Trage durch nur einen Helfer ermöglicht und die körperliche Belastung für die Helfer verringert. Zum Transport über Stiegen oder in unwegsamem Gelände sind jedoch nach wie vor stets mehrere Personen nötig. Generell sind Tragen dazu mit vier Haltegriffen für die Helfer versehen.

Bei Tragen, die mit einem Fahrgestell ausgestattet sind, spricht man auch von Fahrtragen. Nach Möglichkeit soll das Fahrgestell durch unterschiedliche mögliche Stellungen verschiedenen typischen Situationen gerecht werden, etwa der Patienten-Umlagerung, der Bekämpfung eines Volumenmangelschocks durch Hochlagerung des Fußendes etc.

Im modernen Rettungsdienst ist es notwendig, Tragen zu verwenden, welche gesteigerten Ansprüchen nicht nur an die Robustheit des Materials, sondern auch den Komfort und die Sicherheit des Patienten genügen. Zudem muss die Möglichkeit gegeben sein, den Kopfteil gegenüber dem Rumpf des Patienten erhöht zu lagern. Diese Tragen sind generell mit Polstermaterial versehen und erlauben auch die zusätzliche Verwendung einer Vakuummatratze oder anderer Immobilisationssets. Unterschiedliche Gurten tragen zur Sicherheit des Patienten beim Transport bei.

Wichtig und innerhalb Deutschlands durch Ländergesetze vorgeschrieben ist die bedarfsgerechte Desinfektion und Reinigung der Trage. Nur durch die Umsetzung der entsprechenden Hygienemaßnahmen können Schädigungen des nächsten Patienten vermieden werden.

Stretcher_bearers_Passchendaele_August_1917.jpg mit einem Patienten auf der Trage bei Passchendaele, August 1917 im 1. Weltkrieg]] Bekannte Hersteller von Tragen für den Rettungsdienstbedarf sind unter anderem die Firmen "Ferno", "Stryker" sowie "Stollenwerk".

Es gibt für manche Bereiche genormte Ausführungen von Tragen, so schreibt die DIN 13024 die Basisanforderungen an Krankentragen im Zivil- und Katastrophenschutz vor. Dies erhöht die überregionale Kompatibilität des Hilfsgeräts der Einheiten. Tragen für militärische Sanitätsdienste entsprechen der Norm STANAG 2040. Fahrtragen sollen den Normen DIN EN 1865, 1789, 4002 und 4003 entsprechen.

Eine Sonderform der Trage, welche auch optisch mit den üblichen Tragen auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam hat, ist die Schaufeltrage. Sie wird in erster Linie im Rettungsdienst zur schonenden, patientengerechten Rettung und Umlagerung von Traumapatienten (verletzten Personen) genutzt und stellt kein Äquivalent zur üblichen (Fahr-) Trage dar, sondern ein ergänzendes Hilfsmittel. In erster Linie kommt sie bei Verdacht auf Wirbelsäulentraumen zum Einsatz, um das Risiko bewegungsbedingter Folgeschäden auf ein Minimum zu reduzieren.

Eine Neuheit (seit 2004) stellt die so genannte "Kombitrage" Universal Rescue Stretcher dar. Diese Trage vereint die Schaufeltrage und den Tragestuhl. Diese Trage hat viele Funktionen miteinander vereint. Sie kann sowohl im ausgestreckten als auch im geknickten Zustand geteilt werden. Es können somit sitzende Patienten (Verunfallte, Herzinfarktpatienten, Asthmapatienten u.s.w.) im sitzenden Zustand aufgenommen werden und damit transportiert werden ohne das man den Rautekgriff anwendet. Die Trage kann jederzeit mit den darauf befindlichen Patienten in ihrer Form verstellt werden. Als Zusatz gibt es ein Fahrgestell (für Treppen geeignet), dass unter die Trage montiert werden kann, so kann man auch im Ernstfall alleine Patienten aus Gebäuden evakuieren. Sie ist etwas breiter als die herkömmlichen Schaufeltragen, was es erleichtert, schwergewichtige Patienten damit zu transportieren.

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Weblinks


Patientenrettung & Immobilisation | Katastrophenschutz | Feuerwehrausrüstung

Stretcher | cot | Camilla | Civière | ストレッチャー

 

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