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Der Toyota Prius ist das weltweit erste Serienfahrzeug mit einem Benzin/Elektro-Hybridantrieb. Die erste Prius-Generation kam in Japan bereits Ende 1997 auf den Markt (in Europa 2001). Seit Februar 2004 wird die dritte Generation des Prius in Europa vertrieben, während er in Japan und den USA bereits seit Herbst 2003 auf dem Markt ist. Im Modelljahr 2006 erscheint der Prius in einer technologisch weiter optimierten Auflage und mit leicht geändertem Design. Optional ist bei dieser Auflage auch eine automatisch lenkende Einparkhilfe (IPA) erhältlich.
Durch die Kombination eines Benzinmotors mit einem Elektromotor kann ein bis zu 30 % geringerer Benzinverbrauch gegenüber anderen Fahrzeugen der gleichen Klasse erzielt werden.
Im Gegensatz zu Elektroautos bezieht der Prius seine elektrische Energie nicht aus dem Stromnetz, da die Batterie (Nickel-Metallhydrid-Akku) während der Fahrt über den Generator vom Verbrennungsmotor gespeist wird. Zusätzlich wird die Batterie durch Energierückgewinnung beim Bremsen und im Schubbetrieb (z. B. bei der Bergabwärtsfahrt oder beim Ausrollen) aufgeladen. Dieser Vorgang wird Rekuperation genannt. Der Ladezustand der Batterie und der Energiefluss werden dem Fahrer auf einem Display mit Touchscreen-Bedienung angezeigt. Toyota vermarktet dieses System unter dem Namen Hybrid Synergy Drive.
Der Normverbrauch des Prius 2004 liegt nach Werksangaben bei 4,3 Litern Superbenzin, bleifrei (RL 80/1268/EWG); im Alltagsbetrieb liegt der Verbrauch allerdings höher. Die Fahrpraxis zeigt, dass der Verbrauch unter anderem von den Außentemperaturen abhängig ist. In der heißen Jahreszeit ist ein Verbrauch von ca. 4,8 Liter/100 km bei vorsichtiger Fahrweise erreichbar. Bei Normaltemperaturen liegt er bei deutlich über 5 Litern/100 km. Mit Winterbereifung bei ca. 5,8 Litern.
Mit dem Prius Modell 2001 kann bei moderater Fahrweise ein Verbrauch von 4,6l im Jahresdurchschnitt erreicht werden. Dieser Wert wurde über eine Laufleistung von 100000km von 2002 bis 2006 mit BAB, Bundesstraße und Stadtverkehr erreicht. 09.Mai 2006
Beim Anfahren und bei geringer Beschleunigung des Fahrzeuges sowie beim Rückwärtsfahren wird der Prius, sobald der Motor die nötige Betriebstemperatur erreicht hat und solange es der Ladezustand der Batterie erlaubt, ausschließlich durch den Elektromotor angetrieben und hat in diesen Phasen keinen Benzinverbrauch. Im Stop-and-go Betrieb wird der Benzinmotor beim Beschleunigen meistens aktiviert, jedoch schaltet er jeweils automatisch ab, sobald das Gas weggenommen wird. Das automatische Abschalten erfolgt überhaupt immer wenn das Gas weggenommen wird, also beim Abwärtsfahren, beim Bremsen, beim Ausrollen usw., eine Eigenschaft, die wesentlich zu den niedrigen Verbrauchswerten des Prius beiträgt. Der Elektromotor ist sehr leise, was vom Fahrer, wenn der Benzinmotor nicht arbeitet, eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern verlangt.
Die Reichweite des Elektromotors allein, beispielsweise wenn unterwegs das Benzin ausgeht oder wenn der Benzinmotor manuell abgeschaltet wird, beträgt, je nach Ladezustand der Batterie maximal 6 km, im Durchschnitt jedoch nur ca. 2 bis 3 km.
Der Prius verfügt über eine elektronische Steuerung wesentlicher Systeme (Drive-by-Wire). Bremsen (Elektrohydraulische Bremse), Schalthebel für den Fahrmodus und Gaspedal werden weitgehend elektronisch gesteuert. Für die Bremsen existiert weiter ein mechanisches Back-up-System. Des Weiteren werden alle Nebenverbraucher elektrisch angetrieben, so eine Klimaanlage mit variabler Drehzahl, elektrische Servolenkung, elektrohydraulische Bremsanlage und zusätzliche elektrische Wasserpumpe. Das wird benötigt, weil diese Aggregate auch bei stehendem Verbrennungsmotor zur Verfügung stehen müssen. Eine herkömmliche Lichtmaschine benötigt der Prius nicht, der Keilriemen treibt lediglich die Hauptwasserpumpe an.
Der Listenpreis beträgt derzeit (03/2006) in Deutschland 24000 bis knapp 30000 Euro (je nach Ausstattung).
In mehreren Ländern, u. a. in Großbritannien und in der Schweiz, wird der Kauf und/oder der Betrieb von Hybridfahrzeugen subventioniert. In Großbritannien erhält der Käufer einmalig 1000 Pfund an den Kaufpreis. Außerdem wird das Auto in der niedrigsten Klasse versteuert. Ähnliche Regelungen bestehen in mehreren Schweizer Kantonen. In den USA erhält der Käufer ab Januar 2006 eine Prämie von 3150 Dollar, eine verbrauchsabhängige Prämie für den Kauf von Hybridfahrzeugen. Diese Prämie wird an die Käufer der ersten 60000 Hybridfahrzeuge eines Herstellers ausgezahlt.
In London zahlt man bei Stadtfahrten mit dem Prius keine City-Maut. In den Niederlanden und in mehreren Schweizer Kantonen wird die Motorfahrzeugsteuer ganz (z.B. im Kanton Basel-Land unbeschränkt und im Kanton Genf während 3 Jahren) oder teilweise (z.B. Zürich, Basel-Stadt, Luzern, Tessin und Graubünden) erlassen.
In Deutschland haben Käufer seit Januar 2005 keine steuerlichen Vorteile (Wegfall der Euro-4 Steuerbefreiung).
Der Prius wurde in den ersten beiden Generationen mit einer Karosserievariante gefertigt. Rein äußerlich unterscheiden sich diese Modelle nicht. Erst mit der dritten Generation wurde eine gründlich überarbeitete neue Form der Karosserie eingesetzt. Die Modelle der ersten beiden Generationen werden auch als Prius I bezeichnet, während die Modelle der dritten Generation die Bezeichnung Prius II tragen.
Der in den USA vermarktete Prius unterscheidet sich in technischen Details zu dem im Rest der Welt verfügbaren Modell. So ist dieser mit einem Latentwärmespeicher ausgestattet. Vor dem Start wird der Benzinmotor durch das im Speicher gehaltene warme Kühlwasser angewärmt, wodurch die emissionsreiche Warmlaufphase verkürzt wird. Außerdem ist der Benzintank wie beim NHW11 mit einer flexiblen Blase ausgestattet, die Verdunstungsemissionen minimiert. Wegen der in den USA begrenzten Höchstgeschwindigkeit ist das dortige Modell an den Hinterrädern mit Trommelbremsen bestückt während alle anderen Modelle vier Scheibenbremsen besitzen. Auf der anderen Seite verfügt der europäische Prius über die Möglichkeit, durch Druck auf eine Taste in einen EV-Modus zu wechseln, in dem das Auto eine begrenzte Reichweite ausschließlich mit Hilfe elektrischer Energie aus dem nochmals vergrößerten NiMH-Akku zurücklegen kann.
Der Benzinmotor arbeitet mit Ventilsteuerzeiten, bei der die Einlassventile erst sehr spät schließen und dadurch ein Teil des Gemischs wieder in den Ansaugtrakt zurück befördert wird. Daher kann der Motor trotz eines mechanischen Verdichtungsverhältnisses von 13:1 mit normalem Superbenzin betrieben werden. Diese Technik - genannt Atkinson-Zyklus dient der Erhöhung des Wirkungsgrades.
Der Prius verfügt über ein Planetengetriebe, das die Kräfte des Benzinmotors und des Elektromotors auf die Räder verteilt. Die Kurbelwelle des Benzinmotors geht auf die Planetenradwelle über. Das Übersetzungsverhältnis, und damit die Drehzahl des Benzinmotors, wird mit Hilfe des Generators und des Elektromotors rein elektrisch und vollkommen stufenlos geregelt. Das Beschleunigungsverhalten entspricht daher einem Auto mit CVT-Getriebe.
Modelljahr 2006: Der Prius wurde in folgenden Punkten überarbeitet:
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