Tourismus in Polen
Polen ist interessant für jeden, der Städte, Kneipen, Kultur und eine schöne Landschaft kennenlernen möchte, die von Stränden bis Bergen alles für einen günstigen Preis bietet. Aber auch der, der seinen Urlaub sportlich aktiv verbringen möchte bietet Polen viele Möglichkeiten, vor allem im Bereich des Wasser-, Landschafts- und Wintersports.
Viele Städte, die im Zweiten Weltkreig zerstört wurden, wurden von den polnischen Restauratoren mustergültig wieder aufgebaut. Hierzu zählen vor allem Warschau, Posen, Breslau und Danzig. Die ehemalige Königsstadt Krakau wird oft als schönste Stadt Polens angesehen, sie wurde 2005 von bisher ca. 12 Mio. Touristen besucht. Das Kulturangebot in den polnischen Metropolen ist abwechslungsreich und auch für den weniger betuchten Besucher erschwinglich. Die Kneipenkultur und das Nachtleben sind insbesondere in den großen Studentenstädten Krakau, Warschau, Breslau und Posen sehr attraktiv für junge Gäste. Insgesamt gibt es 13 Weltkulturstätten der UNESCO in Polen.
In Polen gibt es dreizehn UNESCO-Weltkulturstätten, von denen zwei (Krakau und Wieliczka, beide in Kleinpolen) zu den 12 schützenswertesten Baudenkmälern der Menschheit zählen.
Polen liegt in Mitteleuropa. Das Gebiet Polens besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der Pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das Stettiner- und das Frische Haff sowie die Pucker Bucht unterbrochen. Im Norden und der Mitte schließt sich das von der Eiszeit geformte Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, in dem vier große Seenplatten (Masurische Seenplatte, Kaschubische Seenplatte, Pommersche Seenplatte und Großpolnische Seenplatte) liegen, deren zahlreiche Gewässer in eine hügelige Moränenlandschaft eingebettet sind (vgl. Kaschubische Schweiz). Südlich des Tieflandes liegen die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägten Landschaften Schlesiens und Masowiens. Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge, der Krakauer-Tschenstochauer Jura, das Heiligkreuzgebirge, die Beskiden, die Waldkarpaten und die Sudeten. Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge.
In Polen leben noch Tiere, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, wie z.B. der Wisent im Urwald von Białowieża und in Podlachien sowie der Braunbär in Białowieża, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den verschiedenen Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Zudem gibt es im Osten Polens auch Urwälder, die nie von Menschen gerodet wurden, wie der zuvor erwähnte Urwald von Białowieża. Große Waldgebiete gibt es auch in den Bergen, Masuren, Pommern und Niederschlesien. Polen ist das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Ein Viertel aller Zugvögel, die im Sommer nach Europa kommen, brütet in Polen, insbesondere in den Seenplatten und den Sumpfgebieten der Biebrza, des Narew und der Warthe, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt werden. In Masuren gibt es Dörfer, in denen mehr Störche als Menschen wohnen.
Siehe auch: Liste der Nationalparks in Polen
Die polnische Ostseeküste ist 528 km lang und erstreckt sich von Swinemünde auf den Inseln Usedom und Wolin im Westen bis nach Krynica Morska auf der Frischen Nehrung (auch Weichselnehrung genannt) im Osten. Die polnische Küste ist zum großen Teil eine sandige Ausgleichsküste die durch die stetige Bewegung des Sandes aufgrund der Strömung und des Windes von West nach Ost charakterisiert wird. Dadurch bilden sich viele Kliffe, Dünen und Nehrungen, die nach dem Auftreffen auf Land viele Binnengewässer schaffen, wie z.B. das Jezioro Łebsko im Slowinzischen Nationalpark bei Łeba. Die bekanntesten Nehrungen sind die Hela und die Frische Nehrung. Die größte polnische Ostseeinsel ist Wollin. Die größten Hafenstädte sind Gdynia, Danzig, Stettin und Świnoujście. Die bekanntesten Ostseebäder sind Sopot, Międzyzdroje, Kołobrzeg, Łeba, Władysławowo und Jurata.
Wassersport wird in Polen groß geschrieben. Polen gehört mit fast 10.000 geschlossenen Gewässern, deren Fläche einen Hektar überschreitet, zu den seenreichsten Ländern der Welt. In Europa weist nur Finnland mehr Seen pro km² als Polen auf. Segeln, Tauchen, Schwimmen, Surfen und Kajak fahren kann man vor allem in Nordpolen, aber auch auf den Stauseen in den südlichen Gebirgen. Die größten Seen mit über 100 km² Fläche sind Śniardwy (Spirdingsee) und Mamry (Mauersee) in Masuren sowie das Jezioro Łebsko (Leba-See) und das Jezioro Drawsko (Dratzig-See) in Pommern. Neben den Seenplatten im Norden (Masuren, Pommern, Kaschubei, Großpolen) gibt es auch eine hohe Anzahl an Bergseen in der Tatra, von denen das Meeresauge (poln. Morskie Oko) der flächenmäßig größte ist. Der mit über 100 m tiefste See ist der Hańcza-See in der Seenplatte von Wigry, östlich von Masuren in der Wojewodschaft Podlachien. Gefolgt wird er von dem Tatra-Bergsee "Großer Polnischer See" im "Tal der fünf polnischen Seen". Zu den ersten Seen, deren Ufer besiedelt wurden, gehören die der Großpolnischen Seenplatte. Die Pfahlbausiedlung von Biskupin, die von mehr als 1.000 Menschen bewohnt wurde, gründeten bereits vor dem 7. Jahrhundert v. Chr. Angehörige der Lausitzer Kultur. Die Vorfahren der heutigen Polen, die Polanen, bauten ihre ersten Burgen auf den Seeinseln (poln. "Ostrów"). Der legendäre Fürst Popiel soll im 8. Jahrhundert von Kruszwica am Goplo-See regiert haben. Der erste historisch belegte Herrscher Polens, Herzog Mieszko I., hatte seinen Palast auf einer Wartheinsel in Posen. Daneben bieten die polnischen Flüsse Kajakfahrern und Anglern viele Wassersportmöglichkeiten. Die längsten Flüsse sind die Weichsel mit 1.047 km, der Grenzfluss Oder mit 854 km, die Warthe mit 808 km und der Bug mit 772 km. Die Weichsel und die Oder münden genauso wie zahlreiche kleinere Flüsse in Pommern in die Ostsee. Die Liebe und die Angerapp fließen über den Pregel und die Czarna Hańcza über die Memel in die Ostsee. Daneben entwässern einige kleinere Flüsse, wie die Iser in den Sudeten, über die Elbe in die Nordsee. Die Orava aus den Beskiden fließt über die Waag und die Donau genauso wie einige kleinere Flüsse aus den Waldkarpaten über den Dnjestr ins Schwarze Meer. Insbesonder die Bergflüsse Dunajec, San, Poprad, Bobr sowie die Mäanderflüsse Drawa, Krutynia, Czarna Hancza, Biebrze und Narew sind für mehrwöchige Kajakfahrten geeignet. Die polnischen Flüsse wurden schon sehr früh zur Schifffahrt genutzt. Bereits die Wikinger befuhren mit ihren Drachenbooten während ihrer Raubzüge durch Europa die Weichsel und die Oder.
Polen hat 21 Berge über 2000 m Höhe, die sich alle in der Tatra befinden. Die Tatra, auf polnischem Gebiet bestehend aus Hoher und Westlicher Tatra, stellt die höchste Bergkette in Polen und der ganzen Karpaten dar. Der mit 2.499 m höchste Berg Rysy mit seinem hochgelegenen See Morskie Oko liegt in der Hohen Tatra. Die zweithöchste Gebirgskette in Polen sind die Beskiden mit der Babia Góra (1.725 m) als höchstem Gipfel. Gefolgt werden sie vom Riesengebirge, dessen Schneekoppe mit 1.602 m die höchste Erhebung der Sudeten darstellt. Zu den schönsten Bergen Polens gehören die Waldkarpaten im äußersten Südosten des Landes, deren höchste in der Polonina die Tarnica mit ca. 1.300 m ist. Unter Touristen sind zudem die Niederen Beskiden (ca. 1.000 m), die Gorce (ca. 1.300 m), und die Pieniny (ca. 1.000 m) bekannt, die jeweils durch einen Nationalpark geschützt sind. Der mit 2 m unter Normalnull am tiefsten gelegene Punkt befindet sich bei Raczki Elblaskie in der Nähe von Elblag im Weichseldelta. Die geologische Struktur Polens wird geprägt durch die Plattenkollision der Kontinente Afrika und Europa während der letzten Jahrmillionen einerseits sowie durch die Vergletscherung von Skandinavien, den Karpaten und Sudeten während der Eiszeiten andererseits. Beide Prozesse formten die Karpaten und die Sudeten. Die Moränenlandschaft Nordpolens weist zumeist Sand- und Lehmböden auf, während die südlicheren Urstromtäler oft Lößböden aufweisen. Der Jura, die Pieninen und die Westliche Tatra bestehen aus Kalkstein, während die Hohe Tatra, die Beskiden und das Riesengebirge sich zum großen Teil aus Granit und Basalten zusammensetzen. Das Heiligkreuzgebirge ist eines der ältesten Gebirge der Erde.
In Polen gibt es hunderte von Schlössern und Burgen sowie deren Ruinen. Interessant sind insbesondere die Adlerhorste im Jura zwischen Krakau und Tschenstochau (z.B. Ogrodzeniec, Mirow, Pieskowa Skala) sowie Burgen Kazimierz des Großen in Kleinpolen und Südostpolen (Niedzicy, Czorsztyn, Nowy Wisnicz), die Burgen in Schlesien (Bolkow, Ksiaz) und die Kreuzritterburgen aus Backstein in Nordpolen (Malbork, Kwidzyn). Die Krönung ist jedoch sicherlich das Wawelschloss in Krakau.
In Polen lebten im Mittelalter und der frühen Neuzeit Gläubige verschiedener Religionen und Konfessionen friedlich nebeneinander und die polnischen Könige und Sejme garantierten ihnen die Religionsfreiheit, die 1572 in Polen zum ersten mal weltweit Verfassungsrang erlangte. Zeugen dieser kulturellen Vielfalt sind wunderschöne Kirchen, Synagoge und tatarische Moscheen in ganz Polen und in allen Baustilen. Die größte Kirche dürfte Stary Lichen sein, die schönst wohl die Wawelkathedrale in Krakau. Die größte Synagoge dürft die Alte Synagoge in Kazimierz (Krakau) sein, die schönst die Synagoge in Tykocin. Die größte Moschee dürfte in Danzig stehen, die schönsten dürften die Holzmoscheen in Podlasie sein.
Die polnischen Museen sind trotz der verherrenden Verluste während des Zweiten Weltkrieges immer noch reich an Kunstschätzen polnischer und ausländischer Meister. Allen voran sind hier die Museen Krakaus. Das bedeutendste Gemälde dürfte die Dame mit dem Hermelin (Czartoryski Museum) von Leonardo da Vinci sein, die neben der Mona Lisa desselben Meisters als wertvollstes Gemälde der Welt gilt. In Krakau befindet sich auch der größte gotische Altar (Veit Stoß) neben über zwei Millionen weiteren Kunstwerken. Sehenswert sind auch die Museen Warschaus, Posens, Breslaus und Danzigs.
Die größte Fluggesellschaft ist die Polskie Linie Lotnicze (LOT) welche Tochteruntenehmen, wie die Billigfluggesellschaft Centralwings, besitzt. Die 3Xtrim Flugzeug-Fabrik ist ein Hersteller von Segelflugzeugen. Die ZRPSL ist ein Zulieferer von Flugzeugteilen.
Der mit Abstand größte und bedeutendste[Flughafen Polens ist der Frédéric-Chopin-Flughafen Warschau, gefolgt von denen in Krakau und Danzig. Weitere Flughäfen mit geringerem internationalen Flugverkehr sind Posen, Breslau, Łódź, Stettin, Katowice, Rzeszów, Bydgoszcz sowie Szczytno.
| Stadt | IATA-Flughafencode | ICAO-Flughafencode | Passagiere | Fracht in Tonnen | Luftverkehr | Web |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Warschau | WAW | EPWA | 6.085.111 | 40.541 | 108.245 | * |
| Krakau | KRK | EPKK | 841.123 | 1.806 | 26.171 | * |
| Katowice | KTW | EPKT | 622.612 | 5.038 | 13.803 | * |
| Danzig | GDN | EPGD | 464.656 | 3.100 | 16.286 | * |
| Posen | POZ | EPPO | 380.676 | 1.528 | 16.405 | * |
| Breslau | WRO | EPWR | 363.244 | 946 | 18.509 | * |
| Stettin | SZZ | EPSC | 95.833 | 237 | 7.981 | * |
| Rzeszów | RZE | EPRZ | 71.930 | 243 | 8.402 | * |
| Bydgoszcz | BZG | EPBY | 26.112 | 0 | 3.904 | * |
| Łódź | LCJ | EPLL | 6.269 | 0 | 1.783 | * |
| Grünberg | IEG | EPZG | 4.312 | 0 | 936 | * |
| Szczytno | SZY | EPSY | 486 | 0 | 346 | * |
| Summe | - | - | 8.962.334 | 53.439 | 222.771 | * |
Das Straßennetz verfügt über eine Gesamtlänge von 364.697 km. Dabei sind nur relativ wenige Autobahnen vorhanden, die jedoch systematisch ausgebaut werden.
Vorhandene Autobahnen
Geplante Autobahnen
Folgenden regelmäßigen Fährverbinungen bestehen:
Im Jahr 2001 besuchten das Land vor allem Deutsche (31 Millionen), Tschechen (9 Millionen), Ukrainer (6,4 Millionen), Weißrussen (5 Millionen) und Slowaken (2,6 Millionen).
Polen verbesserte sich von Platz 14 im Jahr 2000 auf Platz 12 im Jahr 2001 der weltweit beliebtesten Urlaubsländer.
In Deutschland liegt Polen seit dem letzten Jahr (2003) auf Platz 10 der beliebtesten Reiseziele der Deutschen.
Die Anzahl der „Heimwehtouristen“ - Deutscher, die Ende des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat im ehemaligen Ostpreußen, Schlesien, Hinterpommern, der Neumark oder anderen Gebieten umgesiedelt wurden, und nun Polen besuchen - ist dagegen rückläufig.
Die Bahn ist in Polen ein gutes Fortbewegungsmittel, da ein relativ dichtes Schienennetz besteht. Es gibt die sehr langsamen Regionalbahnen, für die man mehr Zeit einplanen muss als beispielsweise in Deutschland. Es ist aber schon ein Erlebnis, damit einmal zu fahren. Für einige Zugklassen (Express, EC, IC) besteht Reservierungspflicht. Günstig sind auch die Omnibusanbieter. Tickets kann man in der Regel direkt beim Fahrer kaufen. In Touristengebieten gibt es sehr viele Unternehmen, die kürzere Fahrten mit Kleinbussen anbieten, wobei der Preis ca. 1 Euro pro Person beträgt.
Nahe der deutschen Grenze und in den Städten wird oft Deutsch gesprochen, ansonsten kommt man in den Großstädten natürlich mit Englisch recht weit. In ländlichen Gebieten abseits der wichtigsten Touristenregionen wird es schwieriger sich mit Deutsch und Englisch zu verständigen. Kenntnisse anderer slawischer Sprachen können behilflich sein. Und schließlich ist das Polnische nicht so schwer zu erlernen, wie man vielleicht zunächst meint.
Die Landeswährung ist Zloty (PLN). Ein Euro entspricht in etwa 4 PLN, ein CHF in ca. 2,5 PLN. Es gibt viele Wechselstuben in den Großstädten, die man auch nutzen sollte, da der Wechselkurs in der Regel besser ist als z.B. am Flughafen. Viele Geschäfte in den Großstaädten sind für polnische Verhältnisse recht teuer, aber immer noch günstiger als in Westeuropa. Auf Märkten und in kleineren Städten kann man aber immer ein paar Schnäppchen ergattern. Benzin, Tabakwaren, Alkohol und Lebensmittel sind bedeutend günstiger als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Polen gibt es keine Ladenöffnungszeitenbeschränkungen. Viele Gschäfte haben durchgehend 24 Stunden am Tag und 7 mal die Woche offen.
Gut ausgehen kann frau und man vor allem in den großen Städten. Allen voran sind hier Warschau, Krakau und Lodsch zu erwähnen. Insbesondere Krakau dürfte sich als Stadt mit ca. 150.000 Studenten und hunderten von Kneipen, Kellern, Bars in der Altstadt und im jüdischen Viertel Kazimierz einen Namen als europäische Topdestination in Bezug auf das Nightlife gemacht haben. Am Marktplatz - dem größten mittelalterlichen der Welt - dürfte sich wohl nur schwer ein nicht unterkellertes Gebäude mit einer Kneipe oder Disco finden lassen. Teilweise dient auch das edle Pflaster des "Rynek" als Tanzfläche. Warschau und Lodsch können dagegen mit großen Diskos und Tanzpalästen aufwarten. Aber auch in der Warschauer Altstadt und um den Lazienki Park gibt es sehr gute Ausgehmöglihkeiten. Die Preise sind für westeuropäische Verhältnisse sehr moderat. Auch andere Studentenstädte, wie Breslau, Posen, Danzig, Stettin, Lublin und Kattowitz haben ein intensives Nightlife.
Jugendherbergen und Wanderhütten werden z.B. von PTTK betrieben. Diese sind meistens relativ groß und anonym, oft mit nach Geschlechtern getrennten Zimmern. Wichtig: Die JHs schließen sehr früh am Abend (selbst in Warschau spätestens 23 Uhr) und sind auch tagsüber geschlossen (meist 10-16 Uhr). Oft können Ausnahmeregelungen mit dem Personal vereinbart werden. Es gibt auch Youth Hostels, die durchgehend offen haben. Campingplätze gibt es im ganzen Land. Aber auch wildes Zelten wird geduldet. Auch an luxuriösen Hotels und Schlosshotels mangelt es nicht.
Polnische Universitäten pflegen Austauschprogramme, z.B. Erasmus, mit Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die älteste Universität Polens und zweitälteste Mitteleuropas ist die Jagiellonen Universität in Krakau von 1364. Polnischkurse für Ausländer werden von verschiedenen Veranstaltern (auch Universitäten) in mehreren Städten angeboten, z.B. in Krakau und Warschau.
| 1. Januar | Neujahr |
| Tag nach Ostern | Ostermontag |
| 1. Mai | Tag der Arbeit/Maifeiertag |
| 2. Mai | Tag der Auslandspolen Polonia (nicht arbeitsfrei) |
| 3. Mai | Tag der Verfassung vom 3. Mai 1791 |
| 8. Mai | Tag des Friedens (nicht arbeitsfrei) |
| 7 Wochen nach Ostern | Pfingstmontag |
| 10 Tage vor Pfingsten | Christi Himmelfahrt |
| 15. August | Maria Himmelfahrt |
| 1. November | Allerheiligen |
| 11. November | Tag der Unabhängigkeit im Jahr 1918 |
| 25. Dezember | Weihnachtsfeiertag |
Die ärztliche Versorgung ist gut. Die meisten Krankenkassen aus dem EU-Ausland übernehmen die Kosten einer Behandlung in Polen. Eventuell sollte bei der eigenen Kasse nachgefragtwerden. Einige Kassen bezahlen auch Kuren in Polen. Es gibt sowohl einen ärztlichen Notdienst. In Städten haben immer einige Apotheken Nachtdienst. Die Badegewässer sind regelmäßig vor allem im Norden guter Qualität. Problematisch können Zeckenbisse in Masuren werden. Eine Impfung bzw. regelmäßiges Absuchen des Körpers ist zu empfehlen. In Masuren sollte auch ein Mittel gegen Stechmücken nicht fehlen. Kann aber auch günstig vor Ort gekauft werden.
Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler. Die Sommer sind allgemein warm mit Mitteltemperaturen zwischen 16° und 19°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um 0°C im Nordwesten und bis zu -5°C im Südosten. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen nach Osten hin abnehmen.
Die Polen sind ein gläubiges Volk und die Erinnerung an den 2. Weltkrieg ist präsent. In Kirchen sollte man entsprechend gekleidet und als Tourist nicht während Messen gehen sowie an Orten mit Mahncharakter (z.B. ehemaligen Konzentrationslagern) sich taktvoll benehmen.
Polen ist mit Festnetzanschlüssen gut abgedeckt und auch das Mobilfunknetz ist gut ausgebaut und bieten auch in ländlichen Regionen meist gute Verbindungen. Telefonautomaten sind zahlreich und funktionieren mit Karten, Jetons oder Münzen. In den Städten befinden sich zahlreiche Internetcafés mit günstigen Preisen. Der erste W-Lan Hotspot in Europa war auf dem Krakauer Marktplatz. Die Polnische Post ist in fast jedem Ort vertreten. Briefe und Postkarten kommen in der Regel zügig an. Pakete brauchen in der Regel etwas länger. Pakete werden auch von privaten Anbietern befördert. Die Versendungskosten sind niedriger als in Westeuropa.
Polnische Organsiation für Tourismus POT Poln. Fremdenverkehrsamt
Reisetipps Deutsch-Polnische Gesellschaft Bielefeld - Reisetipps
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