Die Totpunktlage eines Kurbeltriebes ist dann gegeben, wenn die Drehpunkte von Achslager, Treibstangenlager und Kreuzkopf in einer Linie liegen. Dabei ist es unerheblich, welche der beiden möglichen Lagen eingenommen wird. Da die Kolbenkraft vollständig und ohne seitliche Komponenten zu entwickeln vom Achslager aufgenommen wird, kann der Kurbeltrieb aus dieser Lage heraus nicht ohne Hilfe anfahren.
Die gleiche Situation trifft man beim Kolbenmotor an, nur lauten die Begriffe dann: Kurbelwelle, Pleuellager und Kolbenbolzen.
Die Lage der Totpunkte wird durch die Geometrie von Kurbelwelle, Pleuel und Kolben eindeutig bestimmt.
Man unterscheidet zwischen oberem Totpunkt (OT) (die Kolbenoberseite befindet sich nah am Zylinderkopf) und dem unteren Totpunkt (UT) (die Kolbenoberseite ist entfernt vom Zylinderkopf).
Bei Viertaktmotoren unterscheidet man zusätzlich zwischen dem Ladungswechsel-OT (zwischen Ausstoß- und Verdichtungstakt) und dem Zünd-OT (zwischen Kompressions- und Arbeitstakt).
Der obere Totpunkt dient als Referenz für die Kurbelwellenlage. Eine Kurbelwellenlage von 0° entspricht in der Regel der Stellung Zünd-OT. Bei Ottomotoren wird der Zündzeitpunkt in Grad vor OT angegeben.
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