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Als Totenflecke (medizinisch-lateinisch Livores, Leichenflecke) werden die meist 20 bis 60 Minuten nach Todeseintritt entstehenden blau-violetten Flecke bezeichnet. Sie entstehen durch Absinken des Blutes in tiefergelegene Teile einer Leiche, finden sich also je nach Lage der Leiche beispielsweise auf dem Rücken unter Aussparung der Aufliegeflächen an Schulterblatt und Gesäß. Bis zu sechs Stunden nach dem Todeseintritt lassen sich die Totenflecke "umlagern": Wird die Position der Leiche verändert, so verlagern sich auch die Totenflecken nach den Regeln der Schwerkraft. Bis zu zwölf Stunden nach Todeseintritt sind die Livores noch zumindest teilweise wegdrückbar, da ein Teil des Blutes noch innerhalb der Adern und darin noch beweglich ist (Druck auf den Leichenfleck, und die Haut unter dem Druckpunkt sieht wieder hell aus). Später ist dann bereits so viel Wasser aus dem Gefäßsystem entwichen, dass das Blut "eingedickt" ist und die Totenflecken nicht mehr wegdrückbar sind. Es kommt nicht zu einem Übertreten des Blutes aus dem Gefäßsystem in das umliegende Gewebe.

Die blaue Farbe der Flecke kommt durch den Sauerstoffverlust (Deoxigenierung) des Blutes zustande. Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen sich kirschrote Totenflecke finden, beispielsweise bei einer Kohlenmonoxidvergiftung oder durch erneute Sauerstoffaufnahme (Reoxigenierung) des Blutes in kalter Umgebung. Liegt eine Nitritvergiftung vor, verfärben sich die Livores braunrot. Bei starkem Blutverlust (nach äußeren und inneren Blutungen) finden sich nur schwache oder gar keine Totenflecke. Bereits spätestens 30 Minuten nach Eintritt des Todes sind Totenflecken als leichte Rötungen sichtbar und dienen dann bereits als Beweis für den Eintritt des Todes.

Totenflecke zählen zu den sicheren Todeszeichen.

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Livor mortis | Livor mortis

 

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