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Speisequark (Workshop Cologne '06).jpeg | Twarog.jpg Quark, auch Weißkäse oder Topfen (Österreich, Bayern, Südtirol), ist ein Frischkäse.

Zur Herstellung wird Milch durch Zugabe von Milchsäurebakterien und/oder Lab fermentiert, so dass sie gerinnt und sich die festen von den flüssigen Bestandteilen trennen. Der flüssige Anteil, die Molke, wird durch Abtropfenlassen in einem Tuch, bei industrieller Herstellung durch Zentrifugieren entfernt. Danach wird der Käsebruch durch Siebe fein passiert und je nach gewünschtem Fettgehalt (in Deutschland üblich sind 10, 20 und 40% Fett in der Trockenmasse) zusätzlich mit Obers/Sahne versehen. Weitere Zubereitungsformen führen zu Schichtkäse. In Deutschland dürfen Quark und Frischkäse im Handel nur aus pasteurisierter Milch angeboten werden. Ricotta, der ähnlich wie Quark aussieht, wird aus den Proteinen der abgelaufenen Molke hergestellt und deshalb Molkeneiweißkäse genannt.

Vor allem in Österreich wird unter der Bezeichnung "gepresster Topfen" auch Quark mit verringertem Wassergehalt verkauft.

Quark enthält viel Eiweiß (80% Kasein, 20% Molkenproteine), Calcium und Phosphat, wobei das Phosphat die Aufnahme des Calciums in den Körper behindert. Er wird sowohl frisch gegessen als auch zum Backen verwendet. Käsekuchen wird auf Quarkbasis zubereitet. In Nordamerika wird der dortige Käsekuchen (Cheesecake) mit Ricotta oder Cream Cheese hergestellt; Quark ist dort wenig bekannt.

weitere Namen und Geschichte


Das Wort „Quark“ wurde im spätmittelhochdeutschen als twarc, quarc, zwarg aus dem niedersorbischen (slawisch) übernommen (niedersorbisch: twarog, polnisch: twaróg russisch: tworog) und ist seit dem 14. Jahrhundert urkundig.
Der bairische Begriff „Topfen“ ist seit mindestens dem 13. Jahrhundert belegt und lässt die Herstellung in einem Topf anklingen oder auch die früher gebräuchliche runde Form erkennen. Weitere Namen sind „Glumse“ (Ostpreußen), „Matte“ oder „Matz“ (Mitteldeutschland), „Schotten“, „Topfkäse“, „Bibbeleskäs“ (Baden), „Klatschkies“ (Rheinland), „Sibbkäs“ (Hessen), „Luckeleskäs“ oder „Luggeleskäs“ (Württemberg) und „Weißkäse“ oder „weißer Käs“ (Süddeutschland).

Tacitus führt unter der Nahrung der Germanen eine geronnene Milch (lac concretum) auf; bei dieser kann es sich um Quark, Dickmilch oder eine andere Frischkäsezubereitung handeln.

Fettgehalt


Der Prozentsatz bezieht sich jeweils auf die Trockenmasse (Abkürzung: i. Tr.):

Doppelrahmstufe: 65 bis 85%
Rahmstufe: 50%
Vollfettstufe: 45%
Fettstufe: 40%
Dreiviertelfettstufe: 30%
Halbfettstufe: 20%
Viertelfettstufe:10%
Magerstufe: unter 10%

Siehe auch


Käse

Quark (food) | Kazeo | Quark (queso) | Rahka | Fromages à pâte fraîche | Kwark | Twaróg | Творог | Kvarg

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Quark (Lebensmittel)".

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