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Wappen Karte
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Tomsk city coat of arms.png Tomsk-Lage.png
Basisdaten
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Staat: Russland
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Föderationskreis: Sibirien
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Föderationssubjekt: Oblast Tomsk
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Gemeindeart:
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Fläche: ??? km²
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Einwohner: 488.514 (2004)
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Bevölkerungsdichte:
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Höhe: ??? Meter ü. NN
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Postleitzahlen:
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Telefonvorwahl: +7 (38 22)
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Geografische Lage:
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Kfz-Kennzeichen: 70
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Stadtgliederung:
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Adresse
der Stadtverwaltung:
Lenin Prospekt 73
634050 Tomsk, Russland

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Offizielle Website: http://www.admin.tomsk.ru
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E-Mail-Adresse:
Politik
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Oberbürgermeister: Alexander S Makarov
Liste der Städte in Russland
Tomsk Lenin square 7.jpg | Tom bei Tomsk.jpg

Tomsk (russisch Томск) liegt im geographischen Zentrum Russlands in der Oblast Tomsk im westlichen Teil Sibiriens und hat 488.514 Einwohner (Stand: 2004), davon etwa 85.000 Studenten und 13.000 Russlanddeutsche. Die geographischen Koordinaten sind: .

Stadtbezirke (Einwohner 2004)


  • Kirowski Rajon - 120.700 Einwohner
  • Leninski Rajon - 113.000 Einwohner
  • Oktjabrski Rajon - 148.000 Einwohner
  • Sowjetski Rajon - 106.800 Einwohner

Klima


Die Stadt hat ein kontinentales Klima mit einer Temperatur von -1,3°C im Jahresdurchschnitt. Im Winter sind Werte von -21 °C bis -19 °C (Mittelwerte im Januar) üblich, im Sommer +17 °C bis +18 °C (Durchschnitt im Juli). Die niedrigste gemessene Temperatur in Tomsk betrug -55 °C und wurde im Januar 1969 gemessen.

Geschichte


Tomsk wurde im Jahr 1604 auf Befehl des Zaren Boris Godunow am Ufer des Flusses Tom als Militärstützpunkt gegründet. Die Bedeutung von Tomsk nahm im 17. und 18. Jahrhundert vor allem durch den Bau des sibirischen Trakts zu, welcher durch Tomsk führte. Tomsk6.jpg Im Jahr 1804 wurde Tomsk die Hauptstadt eines riesigen Verwaltungsgebiets, welches die heutigen Oblaste Kemerowo, Nowosibirsk und Tomsk sowie die Region Altai und Teile von Kasachstan und der Region Krasnojarsk umfasste. Der Wachstum der Stadt erhielt in den 1830er Jahren weiteren Auftrieb durch die Goldgewinnung in der Region, welche viele Menschen anzog.

Mit dem Bau der transsibirischen Eisenbahn verlor Tomsk allmählich an Bedeutung, da man sich für Bau der Brücke über den Fluss Ob, welche 1898 fertig gestellt wurde, für einen Ort einige hundert Kilometer weiter südlich entschied. Aus diesem damals unbedeutenden Ort entwickelte sich dann die Großstadt Nowosibirsk und Tomsk, welches somit nicht direkt, sondern nur durch eine Stichstrecke an die transsibirische Eisenbahn angeschlossen war, verlor an Bedeutung.

Dieser Bedeutungsverlust zeigt sich auch in der Umstrukturierung der Verwaltung. So wurde Tomsk nach der Oktoberrevolution von 1917 ein Teil der Region Sibirien, später dann eine Stadt innerhalb des Oblast Nowosibirsk.

Zwischen 1927 und ca. 1933 führte die deutsche Reichswehr, Inspektion der Artillerie (In 4), hier mit der sowjetischen Armee Weiterentwicklung und Ausbildung im Bereich der Chemischen Kampfführung durch. Der Gasversuchsplatz Tomka war nach Mosigkau bei Dessau, der Kurischen Nehrung bei Rossitten sowie Podosinkij bei Moskau das vierte Testgelände für die geheimen Versuche, die dem Deutschen Reich laut Versailler Vertrag verboten waren. Da chemische Waffen seit dem 1. Weltkrieg von Deutschland nicht mehr eingesetzt wurden, ist dieser Teil der Zusammenarbeit nicht so bekannt, wie die Stützpunkte in Kasan (Panzer) und Lipezk (Fliegerei). Es wurde hauptsächlich mit LOST, Perstoff und Blaukreuzkampfstoffen experimentiert.

Im 2. Weltkriegs wurden etwa 30 Betriebe aus dem europäischen Teil Russlands nach Tomsk verlegt, um die Produktion aufrecht erhalten zu können. Auch hier drückt sich die wiedergewonnene Bedeutung wieder durch eine Verwaltungsreform aus, da im Jahre 1944 der Oblast Tomsk gegründet wurde.

Während des Kalten Kriegs war Tomsk, wie viele andere Städte auch, eine geschlossene Stadt, so dass vor allem Ausländern der Zutritt in der Regel nicht gestattet war. 1949 wurde mit Tomsk-7 (oder auch: Postfach 5) sogar eine geheime Stadt nur wenige Kilometer von Tomsk entfernt gegründet, um hier ein Kernkraftwerk zu bauen. Aus Tomsk-7 wurde später die Stadt Sewersk.

1970 wurde Tomsk zur historischen Stadt ernannt, in der Zeit der Perestroika wurde sie schließlich wieder geöffnet. 2004 wollte die Stadt ihr 400jähriges Bestehen feiern. Diese Feierlichkeiten wurde aber von der Geiselnahme von Beslan überschattet und abgesagt.

Am 26. und 27. April 2006 war Tomsk Austragungsort der 8. deutsch-russischen Regierungskonsultationen, an denen auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin teilnahmen.

Verkehr


Tomsk verfügt über einen Bahnhof und ist so an die Eisenbahnstrecke Taiga-Belyj Jar angeschlossen. Wie beschrieben, besteht in Nowosibirsk Anschluss an die transsibirische Eisenbahn.

Im Jahre 1967 eröffnete der Tomsker Flughafen Bogasjovo, welcher heute von mehreren Fluggesellschaften bedient wird.

Die russische Staatsstraße ("Automagistrale der Russischen Föderation") M53 "Baikal" von Nowosibirsk nach Irkutsk führt durch Tomsk.

Der Verkehr innerhalb der Stadt erfolgt durch Oberleitungsbusse (Trolleybusse) und normale Busse sowie wenige Straßenbahnlinien, vor allem aber durch Mikrobusse, also kleinere Busse, die ebenfalls einem bestimmten Linienweg folgen und etwas teurer sind als die Trolleybusse. Eine Fahrt mit dem Mikrobus kostet 7 Rubel, was etwa 20 Cent entspricht. Diese Busse halten auf Wunsch von Fahrgästen, die aus- oder auf Handzeichen von Menschen, die einsteigen wollen, zumeist an festen Haltestellen.

Wirtschaft


Heute ist Tomsk ein Wissenschafts- und Kulturzentrum Sibiriens und Heimatstadt der Fluggesellschaft Tomskavia. Aufgrund der großen Ölvorkommen im Gebiet haben sich in Tomsk viele Ölfördernde- und verarbeitende Unternehmen angesiedelt. Bedeutung für die Stadt hat außerdem die IT-Industrie und hier wiederum speziell der Bereich der Softwareentwicklung.

Weiterführende Bildungseinrichtungen


Tomsk5.jpg

Staatliche Universität Tomsk

Die staatliche Universität in Tomsk ist eine der ältesten Universitäten Russlands und die älteste Sibiriens. Sie wurde im Jahr 1878 gegründet und zehn Jahre später, 1888 eröffnet. Heute verfügt die Universität über 22 Abteilungen, an denen über 23.000 Studierende lernen.

Polytechnische Universität Tomsk

Die Tomsker Polytechnische Universität (TPU) hat eine ähnliche Bedeutung wie die staatliche Universität. Sie wurde 1896 gegründet, 1900 eröffnet und ist damit die älteste technische Hochschule Sibiriens. Gegründet wurde sie zunächst unter dem Namen "Technologisches Institut Tomsk" und hatte später dann die Namen "Technologisches Institut Sibirien" und "Industrielles Institut Sibirien", bevor die Einrichtung dann ihren heutigen Namen annahm.

An den 17 Fakultäten bzw. Instituten lernen heute über 22.000 Studierende. Tomsk weisses Haus.jpg

Weitere Hochschulen

  • Filiale der Staatlichen Öffentlichen Pädagogischen Universität Moskau
  • Filiale der Staatlichen Akademie für Wasserstraßenverkehr Nowosibirsk
  • Filiale der Öffentlichen Regionaluniversität
  • Roter-Stern-Orden-Kommandomilitärhochschule für Nachrichtentechnik
  • Sibirische Staatliche Medizinuniversität
  • Filiale Tomsk der Staatlichen Agraruniversität Nowosibirsk
  • Höheres Ökonomisch-Juristisches Kolleg Tomsk
  • Militärisches Medizininstitut Tomsk
  • Ökonomisch-Juristisches Institut Tomsk
  • Staatliche Pädagogische Universität Tomsk
  • Staatliche Universität für Architektur und Bauwesen Tomsk
  • Staatliche Universität für Steuerungsysteme und Nachrichtenelektronik Tomsk (früher Staatliche Akademie)

Söhne und Töchter der Stadt


Partnerstädte


Tomsk ist Partnerstadt von:

Weblinks


Ort in Sibirien

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