Tommy Morrison (* 2. Januar 1969 in Gravette, Arkansas) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Schwergewichtsboxer. Er ist ein Großneffe von John Wayne und nannte sich im Ring wie dieser "The Duke". Er spielte eine der Hauptrollen in "Rocky V".
Dann trat er 1991 gegen WBO-Titelträger Ray Mercer an. Er beherrschte anfangs Mercer nach Belieben, wurde in der fünften Runde dann aber durch einen der berühmtesten KOs der 90er Jahre geschlagen. Während Mercer auf ihn einschulg, wurde er stehend KO nur von den Seilen gehalten, bevor er schließlich zusammensackte. Von vielen Journalisten wurde er wegen mangelnden Trainingseifers kritisiert, man sagte ihm auch ein Glaskinn nach.
KO-Siege gegen Joe Hipp und Carl Williams (gegen den er auch selbst am Boden war) brachten ihn dann wieder nach vorn; im Juni 1993 trat er gegen George Foreman um den vakanten WBO-Titel an und besiegte ihn klar nach Punkten.
Doch schon in seiner zweiten Titelverteidigung ging er sensationell gegen Michael Bentt in der ersten Runde KO.
Auch gegen den damals völlig unbekannten Ross Puritty konnte er nur unentschieden boxen; auch hier war er zweimal am Boden. Gegen Donovan Ruddock konnte er aber durch KO in der sechsten Runde gewinnen. Im Oktober 1995 trat er gegen Lennox Lewis an, der im Jahr zuvor seinen WBC-Weltmeistertitel verloren hatte. Er war chancenlos und ging in Runde 6 KO.
Im Februar 1996 wurde bei ihm das HI-Virus festgestellt. Morrison beendete seine Karriere. Im November 1996 kehrte er noch einmal für einen Kampf in den Ring zurück und knockte Marcus Rhode in der ersten Runde aus.
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