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Tocopilla
 

Escudo ciudad Tocopilla.JPG Tocopilla ist ein bekannter Nitrathafen in Nordchile und liegt in der Región de Antofagasta.

Die Stadt in der Provinz Tocopilla hat rund 24.000 Einwohnern (Stand 2005). Der Name der Stadt stammt aus der Sprache der Aymara und heißt etwa soviel wie Große Schlucht.

Geographie


Die Hafenstadt liegt direkt am Pazifischen Ozean. Östlich der Stadt liegen die bis zu 2.300 m hohen Berge der Küstenkordillere.

Geschichte


Die Stadt wurde 29. September 1843 von Domingo Latrille gegründet. Die Sociedad Mineralógica de Tocopilla erforschte damals kleinere Kupfervorkommen. 1871 begann man mit der Verschiffung von Salpeter.

Die Stadt gehörte bis 1879 zu Bolivien. Im Salpeterkrieg (1879-1883) wurde die Stadt am 22. März 1879 von chilenischen Truppen erobert. Danach suchte das peruanische Panzerschiff Huascar vor der Küste Tocopillas nach chilenischen Handelsschiffen und brachte mehrere auf. Tocopilla war bis zur Schlacht von Tarapacá ein sehr wichtiger Hafen zur Anlandung chilenischer Truppen. Danach sank die Wichtigkeit der Stadt für den Kriegsverlauf.

Seit 1890 verbindet eine Eisenbahnlinie die Stadt mit dem Hinterland. Die Ferrocarril de Tocopilla al Toco wurde später teilweise elektrifiziert - und es wurde hier erstmals in Südamerika die Technik der Stromrückspeisung (Rekuperation) beim Bremsen der talwärtsfahrenden Züge eingesetzt. Die Bahn ist heute noch in Betrieb und ist damit die letzte Nitratbahn Chiles.

Wirtschaft


Die thermischen Kraftwerke von Tocopilla sind bis heute wichtige Energielieferanten für ganz Nordchile. Daneben spielt die Fischindustrie eine große Rolle. Der Hafen dient zum Kupferexport aus der Mine Chuquicamata und dem Salpeterexport aus El Toco.

Die hohe Arbeitslosigkeit in Stadt führt zur starken Abwanderung der Bevölkerung, insbesondere nach Antofagasta.

Tourismus


Haupttouristen-Attraktionen sind die langen Strände und das Meeresfischen.

Weblinks


Ort in Chile

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