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Tobias Moretti (* 11. Juli 1959 in Gries am Brenner als Tobias Loeb) ist ein österreichischer Theater - und Filmschauspieler.

"Moretti" ist der Familienname seiner Mutter.

Biografie


Nach der Matura begann er zunächst ein Kompositionsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wechselte jedoch rasch an die Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München. An den Münchner Kammerspielen wirkte er in zahlreichen Stücken mit, wie etwa 1986 in Shakespeares Troilus und Cressida.

Fernseh- und Filmerfolge

Ende der 80er Jahre wechselte Moretti zum Film. In der Fernseh-Serie Piefke-Saga spielte er den Tiroler Bauernburschen Joe, der eigentliche Durchbruch kam jedoch erst mit der TV-Krimiserie Kommissar Rex, für die er von Produzent Peter Hajek engagiert wurde. Der Serie folgten zahlreiche Filme – vor allem Fernsehproduktionen – wie Krambambuli, Todfeinde - Die falsche Entscheidung, Clarissa - Tränen der Zärtlichkeit (Regie Jacques Deray; mit Maruschka Detmers u. a.), Workaholic, die Henning Mankell-Verfilmung Die Rückkehr des Tanzlehrers (Regie Urs Egger) sowie Unser Opa ist der Beste (1995) und 1997 die Fortsetzung Mein Opa und die 13 Stühle, (Regie beide Male Helmuth Lohner; mit Otto Schenk, Rebecca Horner, Maria Köstlinger u. a.). 2005 verkörperte er Adolf Hitler in Heinrich Breloers TV-Doku-Drama Speer und Er über das Leben des Architekten Albert Speer. 2003 und 2004 wurde Moretti als "beliebtester Schauspieler" mit dem TV-Publikumspreis Romy geehrt. Seit 1999 besitzt Moretti eine eigene Produktionsfirma. Anfang 2006 drehte er einen neuen Fernsehfilm: Ausgelöscht, der im Frühjahr 2006 ausgestrahlt wird. Ab März 2006 steht er wieder vor der Kamera, in der Hauptrolle eines Fernsehthrillers Der Kronzeuge (Regie [[Johannes Grieser).

Bühnenkarriere

Neben seiner Filmtätigkeit spielt er weiter Theater an verschiedenen Bühnen des deutschsprachigen Raums. So im Jedermann bei den Salzburger Festspielen Jedermanns Guten Gesell und den Teufel. 2005 erhielt er die Rolle von König Ottokar in Martin Kušejs Inszenierung von König Ottokars Glück und Ende, die am 8. August 2005 auf der Perner Insel bei den Salzburger Festspielen aufgeführt wurde und seit dem 15. Oktober 2005 auf dem Programm des Wiener Burgtheaters steht. Für diese Rolle war er für den Nestroy-Theaterpreis 2005 in der Kategorie "Bester Schauspieler" nominiert, den er jedoch nicht erhielt. Ottokar ist nicht seine erste Rolle auf der Bühne eines großen Hauses: 1995 spielte er in Tschechows Der Heiratsantrag zuerst im Vestibül, dann im Akademietheater, beide sind Spielstätten des Burgtheaters. Diese Aufführung wurde 2000 als Gastspiel nach München eingeladen. Er betätigt sich auch als Opernregisseur: Nach einer Don Giovanni-Inszenierung in Bregenz gestaltete Moretti am Opernhaus Zürich Mozarts La finta giardiniera, die Premiere fand unter der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt am 12. Februar 2006 statt und wurde von Kritik wie Publikum positiv aufgenommen.

Familie, Privatleben


Moretti spricht fließend Italienisch, da er eine italienischstämmige Mutter (Waltraud Moretti) hat. Sein Vater heißt Harry Loeb. Tobias hat noch drei Brüder mit den Namen Thomas, Christoph und der Schauspieler Gregor mit dem Künstlernamen Gregor Bloéb (mit bürgerlichem Namen Loeb). Mit ihm stand Moretti schon mehrmals zusammen vor der Kamera (Piefke-Saga).

Seit dem 8. August 1997 ist Moretti mit der Götzner Oboistin Julia Moretti (geb. Wilhelm) verheiratet, die das von ihr gegründete Kammerorchester Moderntimes leitet. Die beiden haben zwei Kinder, Antonia (geboren am 25. Juni 1998) und Lenz Valentin (geboren am 14. Februar 2000).

Der diplomierte Landwirt bewirtschaftet seinen eigenen 400-jährigen Bauernhof ("Alpenhof") in der Nähe von Innsbruck, wo er Rinderzucht betreibt.

Im Oktober 2005 kritisierte er mit einer Aussage heftig die touristische Vermarktung der Tiroler Region während der Skisaison.

Bei der WM 96 war Tobias Moretti Vorläufer auf der Rodelbahn.

Filmographie


Auszeichnungen


Weblinks


Mann | Österreicher | Filmschauspieler | Geboren 1959

Tobias Moretti | Tobias Moretti

 

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