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Eigenschaften
-

*3d24s2
48
22
Ti
Periodensystem
Scandium - Titan - Vanadium
-
Ti
Zr  
 
 

- Allgemein
- Name, Symbol, Ordnungszahl Titan, Ti, 22
- Serie Übergangsmetalle
- Gruppe, Periode, Block 4, 4, d
- Aussehen silbrig metallisch
- Massenanteil an der Erdhülle 0,41 %
- Atomar
- Atommasse 47,867
- Atomradius (berechnet) 140 (176) pm
- Kovalenter Radius 136 pm
- van der Waals-Radius -
- Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Argon">Ar3d2 4s2
- Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 10, 2
- 1. Ionisierungsenergie 658,8 kJ/mol
- 2. Ionisierungsenergie 1309,8 kJ/mol
- 3. Ionisierungsenergie 2652,5 kJ/mol
- 4. Ionisierungsenergie 4174,6 kJ/mol
- 5. Ionisierungsenergie 9581 kJ/mol
- 6. Ionisierungsenergie 11533 kJ/mol
- 7. Ionisierungsenergie 13590 kJ/mol
- 8. Ionisierungsenergie 16440 kJ/mol
- 9. Ionisierungsenergie 18530 kJ/mol
- 10. Ionisierungsenergie 20833 kJ/mol
- Physikalisch
- Aggregatzustand fest
- Modifikationen -
- Kristallstruktur hexagonal (bis 882 °C, darüber krz)
- Dichte (Mohshärte) 4507 kg/m3 (6)
- Magnetismus -
- Schmelzpunkt 1941 K (1668 °C)
- Siedepunkt 3560 K (3287 °C)
- Molares Volumen 10,64 · 10-6 m3/mol
- Verdampfungswärme 421 kJ/mol
- Schmelzwärme 15,45 kJ/mol
- Dampfdruck 0,49 Pa bei 1933 K
- Schallgeschwindigkeit 4140 m/s bei 293,15 K
- Spezifische Wärmekapazität 520 J/(kg · K)
- Elektrische Leitfähigkeit 2,34 · 106 S/m
- Wärmeleitfähigkeit 21,9 W/(m · K)
- E-Modul 105 000 N/mm²
- Chemisch
- Oxidationszustände +3, +4
- Oxide (Basizität) TiO2 (amphoter)
- Normalpotential 1,3 V (TiO2 + 4H+ + 4e-
→ Ti + 2H2O)
- Elektronegativität 1,54 (Pauling-Skala)
- Isotope
-

-
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
-
44Ti {syn.} 49 a ε 0,268 44Sc
-
45Ti {syn.} 184,8 min ε 2,062 45Sc
-
46Ti 8,0 % Ti ist stabil mit 24 Neutronen
-
47Ti 7,3 % Ti ist stabil mit 25 Neutronen
-
48Ti 73,8 % Ti ist stabil mit 26 Neutronen
-
49Ti 5,5 % Ti ist stabil mit 27 Neutronen
-
50Ti 5,4 % Ti ist stabil mit 28 Neutronen
-
51Ti {syn.} 5,76 min β- 2,471 51V
-
52Ti {syn.} 1,7 min β- 1,973 52V

- NMR-Eigenschaften
-

-
47Ti 49Ti
-
Kernspin -5/2 -7/2
-
gamma / rad/T 1,508 · 107 1,508 · 107
-
Empfindlichkeit 0,00209 0,00376
-
Larmorfrequenz bei B = 4,7 T 11,3 MHz 11,3 MHz

- Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Titan ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ti und der Ordnungszahl 22. Es gehört zu den Übergangsmetallen. Leicht, fest, dehnbar, weiß-metallisch glänzend und korrosionsbeständig ist es besonders für hochmobile und korrosive Anwendungen geeignet.

Geschichte


Titan wurde 1791 in England durch den Geistlichen und Amateurchemiker William Gregor im Titaneisen bemerkt. Mehrere Jahre später entdeckte es der deutsche Chemiker Heinrich Klapproth im Rutilerz erneut. 1795 benannte er das neue Element Titan.

Reines Titanmetall (99,9 %) stellte 1910 erstmals Matthew A. Hunter her, indem er in einer Stahlbombe Titantetrachlorid mit Natrium auf 700 bis 800 °C erhitzte.

Erst die Einführung der großtechnisch durchgeführten Reduktion von Titantetrachlorid mit Magnesium (Kroll-Prozess durch William Justin Kroll 1946) erschloss das Titan für kommerzielle Anwendungen.

Vorkommen


Titan kommt in der Lithosphäre nur in Verbindungen mit Sauerstoff als Oxid vor. Es ist keineswegs selten, steht es doch an 10. Stelle der Elementhäufigkeit. Meist ist es aber nur in geringer Konzentration vorhanden.

Wichtige Mineralien sind :

Die Hauptvorkommen liegen in Australien, Skandinavien, Nordamerika und Malaysia.

Meteoriten können Titan enthalten. In der Sonne und in Sternen der Spektralklasse M wurde ebenfalls Titan nachgewiesen. Gesteinsproben der Mondmission Apollo 17 enthielten bis zu 12,1 % TiO2. Auch in Kohlenaschen, Pflanzen und im menschlichen Körper ist es enthalten.

Gewinnung


Meist vom Ilmenit oder Rutil ausgehend wird angereichertes Titandioxid mit Chlor zu Titantetrachlorid in der Hitze umgesetzt. Anschließend erfolgt eine Reduktion zum Titan durch flüssiges Magnesium (Kroll-Prozess nach William Justin Kroll). Zur Herstellung von bearbeitbaren Legierungen muss der erhaltene Titanschwamm im Vakuum-Lichtbogenofen umgeschmolzen werden.

Eigenschaften


Titan bildet an Luft eine äußerst beständige oxidische Schutzschicht aus, die es in vielen Medien korrosionsbeständig macht. Bemerkenswert ist die hohe Festigkeit bei einer relativ geringen Dichte. Oberhalb einer Temperatur von 400 °C gehen die Festigkeitseigenschaften aber schnell zurück. Hochreines Titan ist duktil. Bei höheren Temperaturen versprödet es durch Aufnahme von Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff sehr schnell. Zu beachten ist auch die hohe Reaktivität von Titan mit vielen Medien bei erhöhten Temperaturen oder erhöhtem Druck, wenn die Passivschicht dem korrosiven Angriff nicht gewachsen ist. Hier kann die Korrosionsgeschwindigkeit bis zur Explosion anwachsen. In reinem Sauerstoff bei 25 °C und 25 bar verbrennt Titan von einer frischen Schnittkante ausgehend vollständig zum Titandioxid. Bei Temperaturen oberhalb von 880 °C reagiert es mit Sauerstoff, bei Temperaturen ab 550 °C reagiert es mit Chlor.

In verdünnter Schwefelsäure, Salzsäure, chloridhaltigen Lösungen und den meisten organischen Säuren ist Titan beständig. Wegen der Explosionsgefahr sind bei Anwendungen in Chlorgas die Betriebsbedingungen strikt einzuhalten.

Die mechanischen Eigenschaften und das korrosive Verhalten lassen sich durch meist geringfügige Legierungszusätze von Aluminium, Vanadium, Mangan, Molybdän, Palladium, Kupfer, Zirkonium und Zinn erheblich steigern.

Durch Beschuss mit Deuterium wird Titan radioaktiv. Es emittiert dann Positronen und Gammastrahlung. Unterhalb von 880 °C liegt Titan in einer hexagonal dichtesten Kugelpackung vor. Oberhalb von 880 °C bildet sich eine kubisch-raumzentrierte Gitterstruktur aus.

Besondere Erwähnung muss Titandioxid als Farbpigment finden. Es zeichnet sich durch eine extrem hohe "Weißkraft" aus und ist wegen seiner Ungiftigkeit als Lebensmittelzusatz E171 zugelassen.

In wässriger Lösung sind die Aqua-Ionen des Titan(IV) als wasserreiches Titandioxid anzusehen. Bedingt durch die hohe Polarisation der O-H Bindung existieren keine Verbindungen der Zusammensetzung *4+.

Verbindungen


Während metallisches Titan wegen der hohen Herstellungskosten oft anspruchsvollen technischen Anwendungen vorbehalten bleibt, ist das preiswerte und ungiftige Farbpigment Titandioxid (Titanweiß; in Lebensmitteln auch unter dem Namen E 171 zu finden) ein Begleiter des alltäglichen Lebens geworden. Praktisch alle heutigen weißen Kunststoffe und Farben, auch Lebensmittelfarben, enthalten Titandioxid. Aber auch im Bereich der Elektro- und Werkstofftechnik werden Titanverbindungen eingesetzt.

Verwendung


  • Verwendungen im Outdoor-Bereich
    • (Taucher-)Messer mit Titan- oder Titanlegierungsklingen, ebenso Essbestecke
    • als Zeltheringe (geringes Gewicht trotz hoher Festigkeit)

Verbindungen des Titans mit Bor, Kohlenstoff oder Stickstoff finden Verwendung als Hartstoffe. Auch zur Herstellung von Cermets, Verbundwerkstoffen aus Keramik und Metall, werden Titanverbindungen eingesetzt.

Normen

Titan und Titanlegierungen sind unter anderem genormt in:

  • DIN 17850, Ausgabe:1990-11 Titan; Chemische Zusammensetzung
  • ASTM B348 - 03: Standard Specification for Titanium and Titanium Alloy, Bars and Billets
  • ASTM B 265 - 03: Standard Specification for Titanium and Titanium Alloy, sheets and plates

Sicherheitshinweise


Titanpulver ist feuergefährlich. Die meisten Titansalze gelten als harmlos. Unbeständige Verbindungen wie Titantrichlorid sind stark korrosiv, da sie mit Spuren von Wasser Salzsäure bilden.

Titantetrachlorid wird in Nebelkerzen und Nebelgranaten eingesetzt; es reagiert mit der Luftfeuchte und bildet einen weißen Rauch aus Titandioxid, außerdem Salzsäurenebel.

Im Körpergewebe neigt Titan zur Anreicherung. Eine biologische Rolle des Titans im menschlichen Körper ist zur Zeit nicht bekannt.

Weblinks


Chemisches Element | Gruppe-4-Element | Periode-4-Element | Übergangsmetall

Titaan | Титан (елемент) | Titani | Titan | Titanium | Titanium | Titano (elemento) | Titanio | Titaan | Titaani | Titane | טיטניום | Titán (elem) | Titanium | Titanio | Títan | Titanio | チタン | 타이타늄 | Tîtanyûm | Titanas | Titāns | Titanium | Grunnstoffet titan | Titan (grunnstoff) | Titani | Tytan (pierwiastek) | Titânio | Титан (элемент) | Titan (element) | Титанијум | Titan (grundämne) | ไทเทเนียม | Титан | Titan |

 

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