Der Tischtennisball wird beim Tischtennisspiel verwendet.
Der Ball besteht aus Zelluloid oder einem ähnlichen Kunststoffmaterial. Er ist hohl, gleichmäßig rund und hat einen Durchmesser von 40 mm. Er wiegt 2,7 Gramm. Lässt man ihn aus einer Höhe von 30 cm auf den Tischtennistisch fallen, dann muss er 23 cm hoch abspringen.
Vor dem Jahr 2000 spielte man mit kleineren Bällen. Der Durchmesser betrug 38 mm, das Gewicht war mit 2,5 Gramm vorgeschrieben. Ein wettkampftauglicher Ball musste 23,5 bis 25,5 cm hochspringen, wenn er aus einer Höhe von 30,5 cm auf einen Stahlblock fällt.
Durch Vergrößerung des Balles auf 40 mm sollte die Fluggeschwindigkeit reduziert werden. Davon erhoffte man sich längere und attraktivere Ballwechsel und eine bessere Sichtbarkeit des Balles für Zuschauer und Fernsehübertragungen.
Dies wurde jedoch durch die Weiterentwicklung des Schlägermaterials konterkariert: Schnellere Schlägerhölzer, sprungfreudigere Beläge und ausgefeilteres Frischkleben haben bewirkt, dass trotz des größeren Balles die Spielgeschwindigkeit mindestens gleich geblieben ist.
An die Qualität eines Balles müssen hohe Ansprüche gestellt werden, da dieser große Belastungen aushalten muss, denn ein hart geschlagener "Schmetterball" kann bis zu 200 km/h schnell werden. Dabei berührt der Ball den Schläger nur 1/1000 Sekunde und verformt sich dabei um bis zu 20 Prozent.
Aus diesem Grund haben schon minimale Abweichungen des Balles deutliche Auswirkungen auf die Spieleigenschaften, weswegen bei Wettkämpfen 3-Stern-Bälle vorgeschrieben sind.
Trainingsbälle können sich in der Qualität erheblich unterscheiden. Vereinzelt werden noch Exemplare mit außenliegender Naht und leicht höherem Gewicht angeboten, doch diese sind nur noch für Hobbyspieler, die im Freien auf wetterfesten Tischen oder Steinplatten spielen, geeignet. Das Flug- und Absprungverhalten dieser Bälle ist zu inkonsistent, als dass es den Anforderungen des modernen Tischtennis noch gerecht werden könnte. Moderne Trainingsbälle sind dagegen visuell kaum noch von "3-Stern-Bällen" zu unterscheiden. Selektierte Reihen, wie sie von manchen Vertrieben angeboten werden, erreichen durchaus die Qualität von "1-Stern-" oder "2-Stern-Bällen", sind aber nicht zuletzt wegen der fehlenden Zulassung durch die ITTF deutlich preiswerter. Trotzdem werden sie meist nur noch zum Schlagartentraining und bei Übungen mit dem Ballroboter eingesetzt, nicht jedoch für Trainingsspiele.
"1-Stern-" und "2-Stern-Bälle" werden kaum noch verwendet.
Für die Herstellung eines Tischtennis-Balles werden Zelluloid-Platten verwendet. Aus diesen werden kleine runde Scheiben ausgeschnitten oder ausgestanzt. Die Scheiben werden auf ca 100 °C erhitzt und im Tiefzieh-Verfahren in eine Hohlform gepresst und dadurch in Halbkugeln mit einem Rand verwandelt. Die Ränder der Halbkugeln werden beschnitten und mit Hilfe von Aceton miteinander verklebt. Diese Rohform des Balles wird nun erneut an der Klebenaht beschnitten und anschließend durch Erhitzen in einer Kugelform auf die endgültige Größe aufgeblasen. Die Bälle werden dann in einer rotierenden Trommel mit Hilfe von Bimsmehl auf ihr Endgewicht rund geschliffen. Nach der Fertigung durchlaufen die Bälle noch einen Selektionsprozess, der sie maschinell auf Gewicht, Härte und Rundung prüft. Bis zur Benutzung müssen die Bälle noch gelagert werden, um Lösemittelrückstände verdunsten zu lassen. Dies erfolgt häufig während des mehrwöchigen Transportes per Schiff von Asien, wo die Bälle heute gefertigt werden, bis zu ihrem Einsatzort – meistens Europa.
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