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Die Tiroler Volksschauspiele Telfs wurden aufgrund einer Idee von Kurt Weinzierl durch Dietmar Schönherr, Otto Grünmandl, Hans Brenner und durch ORF-Intendant Wolf in der Maur 1981 ins Leben gerufen. Sie finden jedes Jahr in den Sommermonaten Juli/August statt. Seit Anbeginn prägt Ruth Drexel als künstlerische Leiterin und durch ihre Inszenierungen sowie als Schauspielerin die Spiele mit. Silvia Wechselberger als Ein-Frau-Betrieb obliegt seit der Gründung die Programmleitung. Mit ihrem enorm engagierten Einsatz hat sie sich einen Namen als "Seele" und "Feuerfrau" der Tiroler Volksschauspiele erworben. Der damalige Gemeinderat Direktor Hubert Kobler war massgeblich daran beteiligt, dass sich die Tiroler Volksschauspiele in Telfs etablieren konnten. Zusammen mit Alt-Bürgermeister Helmut Kopp überzeugte er das Ortsparlament, wie wichtig Investitionen in Kultur sind. Er erhielt u.a. die Verdienstmedaille für Kunst und Kultur. Seit 1992 fungierte er sinngemäss vor allem als Kulturreferent.

1981 wurden Die sieben Todsünden von Franz Kranewitter mit Krista Posch und Klaus Rohrmoser in den Hauptrollen in der Burg Hasegg in Hall aufgeführt. Dies ist zu einem Meilenstein in der Theatergeschichte geworden. Felix Mitterer schrieb für 1982 seine Passion einer Frau Stigma. Aber Hall wollte die Absetzung erzwingen. Die Volksschauspieler mussten eine neue Bleibe suchen und fanden offene Arme in der Marktgemeinde Telfs. Die Uraufführung des Mitterer-Stücks Stigma sorgte dann doch für einen Skandal. Sogar Bombendrohungen hatte diese Aufführung zur Folge.

Heute werden Stücke unter dem Überbegriff Volkstheater gespielt, die früher nicht möglich gewesen wären. Karl Schönherr und Franz Kranewitter wurden wiederentdeckt - Unbekanntes, aber Spannendes ausgegraben. Karl Valentin, Horvath, Georg Büchner, Shakespeare, Herzmanovsky-Orlando, den Iren John Millington Synge, etliche österreichische Erstaufführungen und 18 Uraufführungen waren in den vergangenen 25 Jahren auf dem Spielplan.

Jubiläumsprogramm


Um das Tiroler Volksschauspiel 2006 gruppieren sich "Der Judas von Tirol" von Karl Schönherr, "Sibirien" von Felix Mitterer, "Ella" von Herbert Achternbusch, "Späte Gegend" von Lida Winiewicz und "Valentins Karl" von Walter Groschup; Auftritte von Dietmar Schönherr, Georg Ringsgwandl und Felix Mitterer sowie Gregor Bloébs Benefizgala für "Rettet das Kind" und erstmals ein realisiertes Kinderprojekt.

Weblinks


Theater | Tirol | Kultur (Österreich)

 

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