Tinian ist neben Saipan und Rota eine der drei großen Inseln des Commonwealth der Nördlichen Marianen.
Die Insel liegt etwas ca. 8 km südwestlich von Saipan und etwa 130 km nördlich von Guam. Die Landfläche beträgt ca. 100 km². Tinian ist nur schwach besiedelt.
Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Tinian mit seinen Nachbarinseln unter japanische Kontrolle gestellt. Während des Pazifikkrieges war Tinian ein Stützpunkt der japanischen Armee. Im Juli 1944 wurde die Insel nach der Schlacht um die Marianen-Inseln von den Amerikanern eingenommen und in der Folge zu einem der wichtigsten Start- und Landepunkte für die USAF ausgebaut. Von Tinian starteten auch die Flugzeuge Enola Gay und Bockscar, die die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen. Nach dem Krieg verlor der Stützpunkt seine Bedeutung.
Im Jahre 1953 wurde in einer Hütte auf Tinian der japanische Soldat Murata Susumu gefangen genommen, der dort seit Ende des Krieges auf seinem Posten geblieben war.
Heute ist von den ursprünglichen drei Landebahnen nur noch eine in Betrieb. Auf dem Flugfeld markieren Plaketten die Punkte an denen die beiden Atombomben verladen wurden.