Time-to-live oder TTL ist der Name eines Header-Felds des Internetprotokolls, das verhindert, dass unzustellbare Pakete unendlich lange weitergeroutet werden.
Je nach Implementierung des IP-Stacks werden Pakete vom Absender üblicherweise mit TTL-Werten von 255, 128 oder 64 auf den Weg geschickt. Laut RFC sollte die TTL von Paketen auf jedem Router, den das Paket auf dem Weg zum Ziel passiert, um mindestens 1 erniedrigt werden. Sofern das Paket längere Zeit auf dem Router „hängt“, sollte das TTL-Feld pro Sekunde um 1 erniedrigt werden. IP-Pakete mit einer TTL von 0 werden vom Router als Irrläufer verworfen. Dies verhindert, dass ein aufgrund von Daten- oder Routing-Fehlern unzustellbares Paket unendlich lang von Router zu Router weitergereicht wird.
Pakete mit speziell modifizierten TTL-Werten kommen beim so genannten Traceroute zum Einsatz.
Bei DNS hat die TTL eine andere Bedeutung. Die Zahl TTL zeigt an, für welche Zeit (in Sekunden) ein Namenseintrag noch gültig ist. Nach Ablauf dieser Zeit muss die Namensauflösung wiederholt werden. Bei Linux/Unix kann man sich den aktuellen Wert mit den Kommandos 'host' oder 'dig' anzeigen lassen.
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"Time-to-live".
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