Djingareiber cour.jpg.]] Timbuktu (dt. frz. Tombouctou [" target="_blank" >*) ist eine Oasenstadt in Mali mit 32.463 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005). Sie liegt nordöstlich der Massina und nördlich des Niger, wo sich Kabara, der Hafen der Stadt, befindet. Der Name bedeutet "Brunnen der Buktu". Der Sage nach war Buktu eine Sklavin, die mit einer Ziegenherde von den Tuareg hier zurückgelassen wurde. Der Name soll "Frau mit dem großen Nabel" bedeuten, möglicherweise handelt es sich dabei aber um eine Volksetymologie.
Timbuktu wurde erstmals um das Jahr 1000 erwähnt und wurde vermutlich von den Reich der Tuareg als Handelsniederlassung gegründet. Der Name ist eindeutig dem Tamascheq, der Sprache der berberischen Tuareg, entnommen. Die Stadt gehörte ab dem 12. Jahrhundert zum Reich Mali und im 15. und 16. Jahrhundert zum Reich der Songhai. Hierbei war es ein wichtiger Ort für Karawanen und Mittelpunkt des islamischen Geisteslebens. Aus der Songhai-Epoche, die durch die marokkanische Eroberung im Jahre 1592 zu Ende ging, stammen die Moscheen von Timbuktu. Der Salzhandel hatte wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt. Alexander Gordon Laing war 1826 der erste Europäer, der Timbuktu erreichte. Da er allerdings auf dem Rückweg erschlagen wurde, konnte erst René Caillié, der 1828 nach Timbuktu reiste, in Europa von dieser Stadt berichten. Allerdings war sein Bericht so enttäuschend, dass es bis heute hartnäckige Zweifler, vor allem in Großbritannien, gibt, die bestreiten, dass er jemals in Timbuktu gewesen sei. Allerdings wurden Cailliés Berichte fünfundzwanzig Jahre später durch den deutschen Afrikaforscher Heinrich Barth bestätigt. Barth hielt sich von September 1853 bis April 1854 unter dem Schutz des obersten Korangelehrten der Stadt, Sidi Ahmat al-Baqqai, in Timbuktu auf und konnte zahlreiche historische Schriften auswerten. Sein Reisebericht wurde zur Grundlage aller späteren Forschungsarbeiten zur Geschichte des Landes am Niger und speziell von Timbuktu. Heute erinnert noch ein Haus an Barths Anwesenheit, obwohl es sich dabei nicht um das Gebäude handelt, in dem der Forscher wohnte, denn dieses stürzte bereits 1911 bei einem Unwetter ein. 1893 wurde Timbuktu von Frankreich unterworfen und seinem Kolonialreich einverleibt.
Das historische Stadtbild zählt wegen der charakteristischen Lehmbauweise und zahlreicher Moscheen des 13. bis 15. Jahrhunderts zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Seit 1968 unterhält Timbuktu eine Städtepartnerschaft mit Chemnitz.
Ort in Mali | Weltkulturerbe (Afrika) | Oase
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