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Das Tımar-System war eine Form der Landverteilung (Lehen) im Osmanischen Reich im Sinne einer Entlohnung für höhere Staatsbedienstete (im militärischen, später auch im zivilen Dienst) an Stelle von einem Arbeitsentgelt in Form von Geld. Die Ländereien (Timare) gingen dabei jedoch nicht in den Besitz der Entlohnten über, es wurden lediglich die Nutzungsrechte (auf Lebenszeit) für die Grundstücke übertragen. Nach dem Tod des Nutzungsberechtigten fiel das Timar wieder an den Staat zurück. Im Regelfall wurde das zur Verfügung gestellte Timar vom Begünstigten zur Bewirtschaftung an Bauern verpachtet. Grundlage dieses Landvergabe- und verpachtungssystems stellte das sogenannte çift-hane System dar, das nicht nur das Verhältnis zwischen timarioten und Bauern regelte, sondern auch die Berechnungsgrundlage für die zu leistenden Abgaben darstellte.

Das Timar-System wurde von Osman I. eingeführt, der seine Anhänger mit der Vergabe von Ländereien an sich band. Später wurde das System von Murad I. um die gesetzliche Zusicherung von Timaren an jeden Reitersoldaten (Sipahis) erweitert.

Timar | Tımar

Osmanisches Reich

 

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