Die Abenteuer von Tim und Struppi (im französischen Original Les aventures de Tintin) gehören zu den bekanntesten Comic-Geschichten aus Europa. Der Belgier Hergé schrieb und zeichnete sie von 1929 bis 1976. Der Held der Geschichten ist der junge Reporter Tim, der um die ganze Welt reist und in haarsträubende Abenteuergeschichten verwickelt wird. Die Comicfigur wurde am 10. Januar 1929 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und es entstanden insgesamt 23 Comic-Alben. Einen 24. Band mit dem Titel Tim und die Alphakunst konnte Hergé bis zu seinem Tod 1983 nicht mehr fertigzeichnen.
Auch zur jeweiligen Entstehungszeit geltende gesellschaftliche Werte und Normen fließen ein. Besonders in den Darstellungen der Ureinwohner von Afrika und Südamerika vereinigen sich Klischees der damaligen Zeit. Auch wird die Großwildjagd, z. B. auf Elefanten und deren Elfenbein, als heroisch dargestellt. Diese aus heutiger Sicht oft naiven, teils politisch anstößigen Darstellungen finden sich hauptsächlich in den ersten Bänden (Tim im Kongo, Tim in Amerika), wogegen etwa ab dem Band Die Zigarren des Pharao eine Zunahme an Differenziertheit bei der Darstellung anderer Kulturen erkennbar ist. Siehe auch den Artikel über Hergé.
Dem Zeichner Hergé wurde teilweise vorgeworfen, sich mit der Nazi-Herrschaft im besetzten Belgien arrangiert zu haben - ein Vorwurf, den er stets zurückwies. Inhaltlich sind im in dieser Zeit entstandenen Band Der geheimnisvolle Stern einige Zugeständnisse an die Zeit zu erkennen. So war Tims Gegenspieler ursprünglich als jüdischer, amerikanischer Bankier dargestellt, was in späteren Ausgaben geändert wurde. Andererseits lässt sich auch beobachten, dass sich der Schauplatz der in dieser Zeit entstandenen Alben weg vom kriegsverwüsteten Kontinent hin zu Abenteuern auf oder unter dem Meer verlagert.
Für die Neuauflagen der Comic-Alben wurden die Geschichten von Hergé jeweils überarbeitet, und die Zeichnungen von ihm und E. P. Jacobs und anderen der Zeit angepasst. So trägt Tim ab den 70er Jahren (Tim und die Picaros) eine modischer geschnittene Hose. Zu beachten ist auch das herrlich kitschige Outfit von Tims Gegenspieler Rastapopoulos in dem Science-Fiction-Abenteuer Flug 714 nach Sydney.
Die Abenteuer von Tim und Struppi werden für ihre klaren, durchkomponierten und in bezug auf Gegenstände, wie beispielsweise Autos oder Gebäude, sehr vorbildgetreuen bzw. realistischen Zeichnungen geschätzt. Hergés typische Art zu zeichnen, die Ligne claire, mit ihren klar begrenzten Figuren, ohne Schatten, war stilbildend und wurde oft kopiert. Bei der Gestaltung Tims hat Hergé sich angeblich am noch älteren Vorbild der Bécassines orientiert.
Tim und Struppi gehört in die Reihe der großen europäischen humoristischen Abenteuercomics, zusammen mit Franquins Spirou und Fantasio und René Goscinnys Asterix. Die Serie inspirierte viele Künstler, darunter den Regisseur Steven Spielberg und den Maler Andy Warhol.
Die ersten Abenteuer erlebte Tim in der Jugendbeilage Le Petit Vingtième der katholischen Tageszeitung XXième Siècle. Die Erstveröffentlichung war am 10. Januar 1929. Erst 1934 wurde der Casterman Verlag Herausgeber der Alben. Während der Besatzung Belgiens durch deutsche Truppen kamen weitere Comics als tägliche Strips in der Abendzeitung Le Soir heraus.
Die frühen Geschichten waren schwarzweiß gehalten und hatten einen Umfang von bis zu 124 Seiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde aufgrund der Papierknappheit die Seitenanzahl auf 62 Seiten begrenzt, dafür wurden die Geschichten farbig. Hergé begegnete dem geringeren Seitenumfang, indem er vier statt bisher drei Bildstreifen pro Seite unterbrachte.
Alle vor dem Krieg schwarzweiß erschienenen Alben (bis auf Tim im Lande der Sowjets) wurden später in einer farbigen Fassung neu gezeichnet. Von Die Schwarze Insel existieren sogar drei Versionen von 1937, 1943 und 1965.
Hergé verwendete bei den meisten der Figuren, die in den Abenteuern auftauchen, sprechende Namen oder Namen, in denen ein Wortspiel verwendet wurde. Bekanntestetes Beispiel ist die „Metzgerei Schnitzel“.
Der junge Reporter Tim ist der Held der Serie. Sein französischer Name Tintin scheint eher ein Familien- als ein Vorname zu sein. Tim scheint keine Familie zu haben, und in den frühen Abenteuern auch keine menschlichen Freunde. Frauen kommen in Tims Leben ebenfalls nicht vor, und wenn, dann bestenfalls als Karikatur wie Bianca Castafiore. Obwohl er Reporter ist, sieht man ihn seinen Beruf kaum ausüben, außer im ersten Band Tim im Land der Sowjets. Im nächsten Band, Tim im Kongo, ist nur noch andeutungsweise der Reisezweck einer Reportage zu sehen. Ansonsten ist er vollauf damit beschäftigt, gegen das Böse zu kämpfen.
Kapitän Archibald Haddock (französisch Capitaine Haddock, übersetzt etwa „Schellfisch“) ist Seefahrer, häufig schlecht gelaunt und dabei tollpatschig. Er liebt Whisky (Lieblingsmarke Loch Lomond) und er ist wahrscheinlich die einzige Comicfigur für Kinder, die lesbar flucht (Lieblingsfluch „Hunderttausend heulende Höllenhunde!“, auf französisch: „Mille million de mille sabords“). Er taucht erstmals im Band Die Krabbe mit den goldenen Scheren auf und entwickelt sich in den weiteren Bänden zum treuen Gefährten Tims. Am Ende des Bandes Der Schatz Rackhams des Roten kauft Haddock Schloss Mühlenhof (französisch Moulinsart), das Schloss seines Vorfahren Frantz, Ritter von Hadoque, wo er von da an lebt. Das Geld für den Kauf steuert Professor Bienlein bei.
Dieses Schloss ist dem echten Château de Cheverny nachempfunden. Irgendwann scheint auch Tim, welcher in früheren Bänden in seiner Wohnung in der Labradorstraße 26 lebt, in das Schloss einzuziehen. Der Zeitpunkt ist jedoch in keiner Geschichte klar markiert und vollzieht sich stillschweigend.
Interessanterweise ist Haddock auch der Name des ersten Kapitäns der Titanic, der allerdings das Kommando nur bis zur Auslieferung an die White Star Line führte und es an Kapitän Smith übergab, bevor sie zu ihrer tragischen Fahrt nach Amerika aufbrach.
Professor Balduin Bienlein (französisch Professeur Tryphon Tournesol) ist ein schwerhöriger, genialer Erfinder vieler Objekte, die in der Serie verwendet werden: Eine Mondrakete, ein Mini-U-Boot, der Welt erster Farbfernseher (mit kleinen Schwächen) und eine Ultraschallwaffe gehören dazu. Seine Motorrollschuhe, die er selber testete, konnten sich aber nicht durchsetzen. Begleiter Bienleins ist neben Brille, Hut und Schirm auch meist sein Pendel, dem er häufig fasziniert "nach Westen" folgt. Kapitän Haddock steht seinen Erfindungen in der Regel sehr kritisch gegenüber, vor allem einer Tablette, nach deren Einnahme Alkohol ungenießbar ist. Seine Schwerhörigkeit ist eine Quelle für mehrere witzige Wortspiele. Bienlein selbst bezeichnet sich allerdings lediglich als „ein wenig harthörig“. In Reiseziel Mond benutzt er vorübergehend ein Hörrohr; später im gleichen Band und in "Schritte auf dem Mond" trägt er sogar ein Hörgerät im Ohr, um den Funkverkehr besser verfolgen zu können. In späteren Comics finden allerdings beide Hörhilfen keine Verwendung mehr.
Wie Tim zieht auch Bienlein zu einem nicht näher markierten Zeitpunkt in das Schloß ein, welches am Ende des Bandes Der Schatz Rackhams des Roten, in dem Bienlein auch das erste Mal auftritt, von seinem Geld gekauft wird. (Es ist aber wahrscheinlich, dass er zusammen mit Kapitän Haddock einzieht, oder zumindest kurz darauf, da er bereits am Anfang von Die Sieben Kristallkugeln im Schloss wohnt.) Hier betreibt er ein kleines Labor, welches sich im Schlosspark befindet. Über die Mittel zum Kauf des Schlosses verfügt er, da er das Patent für das im Band Der Schatz Rackhams des Roten getestete Mini-U-Boot an die Regierung verkaufen konnte. Viele vermuten, dass Hergé von Auguste Piccard zur Figur Bienleins inspiriert wurde. Auch gewisse Menschlichkeiten von Norbert Wiener oder Albert Einstein könnten dem „zerstreuten Professor“ als Vorbild gedient haben.
Nestor ist Diener auf Schloss Mühlenhof, der schon den vorherigen Besitzern, den verbrecherischen Gebrüdern Vogel-Faull (Das Geheimnis der Einhorn, erstes Auftreten) gedient hat. Nestor hat eigentlich alle Qualitäten eines guten Butlers, hat jedoch einen Hang zum Lauschen. Wenn Nervensägen wie Bianca Castafiore, Fridolin Kiesewetter oder Abdallah auftreten, entgleitet ihm die Situation regelmäßig.
Schultze und Schulze (französisch Dupond et Dupont) sind zwei ungeschickte Detektive, die wie Zwillinge aussehen und für viele komische Einlagen in den Geschichten verantwortlich sind. Sie sind sehr misstrauisch und halten sich für genial. Zu unterscheiden sind sie allein an der Form ihres Schnurrbartes, welchen sie nach eigener Aussage bereits seit früher Kindheit tragen: Der von Schultze ist bei genauerem Hinsehen schmaler als der seines Kollegen Schulze, dessen Schnurrbart zu den äußeren Enden ein wenig ausfranst. Für ihre geheimen Auslandsmissionen werfen sie sich stets in „landestypische Tracht“, womit sie bei Freund und Feind stets für großes Aufsehen und Gelächter sorgen. Schulze und Schultze tauchen bereits 1930 im Album Tim im Kongo als anonyme Passanten auf. Hergé soll unter anderem durch seinen Vater und dessen Zwillingsbruder zu den Figuren der beiden Detektive inspiriert worden sein.
Bianca Castafiore ist eine berühmte Opernsängerin der Mailänder Scala. Eine kapriziöse Diva, die ihr Bravourstück, die Juwelenarie (|: Haaa, welch Glück mich zu sehn' so schön :|, bist du es, Margarethe?) aus Gounods Faust, zu jeder Gelegenheit vorträgt, nicht immer zur Freude ihrer Zuhörer. Ihr ergebenes Personal besteht aus Zofe Luise und aus Igor Wagner, der sie am Klavier begleitet. Kapitän Haddock, dessen Namen die Castafiore in unendlichen Variationen verhunzt, ist zu allem bereit, um ihrer Gegenwart zu entgehen.
Fridolin Kiesewetter (französisch Séraphin Lampion) ist Versicherungsvertreter; eine von Zeit zu Zeit auftauchende Nervensäge mit großer Familie. Als Vorlage für Kiesewetter bediente sich Hergé des damals typischen Belgiers. Er versuchte, mit Fridolin Kiesewetter die etwas „spießbürgerlichen“ Landsleute seiner Zeit, sein eigentliches Publikum, aufs Korn zu nehmen. Damit ist der Versicherungsvertreter ein typischer Belgier, der zu einem Gürtel immer noch einen Hosenträger benutzt.
General Alcazar ist Diktator in der fiktiven südamerikanischen Bananenrepublik San Theodoros. Tim kennt ihn aus dem Band Der Arumbaya-Fetisch, wo er dessen Adjutant ist. General Alcazars Gegenspieler ist General Tapioca, der von Bordurien (siehe General Plekszy-Gladz) unterstützt wird. Beide putschen regelmäßig gegeneinander. In dem Band Die Sieben Kristallkugeln regiert gerade General Tapioca, so dass General Alcazar gezwungen ist, als Messerwerfer durch europäische Varietés zu tingeln. Ebenso offensichtlich im Band Kohle an Bord, in dem gezeigt wird, wie er von Waffenhändlern Kampfflugzeuge kauft. In Tim und die Picaros verhilft Tim General Alcazar zurück ins Amt, aus dem ihn General Tapioca zuvor vertrieben hat. Das Wort „Alcazar“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet so viel wie Festung, „Tapioca“ (beziehungsweise Tapioka) ist eine aus einer Wurzel hergestellte Speisenzutat.
General Plekszy-Gladz (französisch Maréchal Plekszy-Gladz) ist Staatschef der fiktiven osteuropäischen Diktatur Bordurien. Bordurien ist eine Art Karikatur des Dritten Reiches und später einer stalinistischen Diktatur, in der ständig finstere Ränke geschmiedet werden. In König Ottokars Zepter vereitelt Tim eine Verschwörung zum Sturz des Königs des (ebenfalls fiktiven) Nachbarlandes Syldavien und dessen Besetzung, und in Der Fall Bienlein rettet Tim Professor Bienlein aus bordurischer Gefangenschaft. „Plekszy-Gladz“ ist eine Verballhornung von Plexiglas, „Bordurien“ leitet sich vom französischen „bordure“ für „Rand“ ab.
Plekszy-Gladz tritt niemals persönlich auf, sondern nur seine Schergen, darunter Oberst Sponsz, einer von Tims Dauer-Gegenspielern. Markantestes Merkmal Plekszy-Gladz' ist sein schwarzer Schnurrbart, der Staatssymbol ist, auf allen öffentlichen Gebäuden und Denkmälern prangt, und von seinen Untergebenen auf einer Armbinde getragen wird. Die Armbinde ist rot und der Schnurrbart befindet sich im Innern eines weißen Kreises, eine offensichtliche Anspielung auf die Flagge der Nationalsozialisten, zumal die Anhänger Plekszy-Gladz' als "Mustaschisten" (von frz. moustache = Schnurrbart) bezeichnet werden. Der militärische Gruß „Amaih Plekszy-Gladz!“ kann in diesem Zusammenhang als Zitat der Formel „Heil Hitler“ gedeutet werden. Das Schnurrbart-Symbol findet sich auch in der Sprache: Der Akzent in Szohôd (der Hauptstadt Borduriens) nimmt öfter die gleiche Form an. In "Der Fall Bienlein" prägt er sogar die Form der Markenzeichen und Stoßstangen der landestypischen PKW.
Einer von Tims besonders hartnäckigen Gegenspielern ist der international tätige Verbrecher Roberto Rastapopoulos. Nachdem er zunächst recht harmlos als Filmproduzent Tims Weg kreuzt, wird bald klar, dass dies nur Tarnung für seine Aktivitäten als Rauschgiftschmuggler ist. Aber auch Erpressung und Menschenschmuggel gehören zu seinem Metier, dem er mit Hilfe verschiedener mediokrer Gestalten nachgeht, u.a. Allan, einem früheren Untergebenen von Kapitän Haddock.
Rastapopoulos ist das Klischee des für tot geglaubten Gangster-Bosses, der dann später zur Überraschung aller wieder in Erscheinung tritt.
Der ehemalige Erste Offizier von Kapitän Haddock auf dessen früheren Schiff, der "Karaboudjan", Allan Thompson, ist ein stetig wiederkehrender Gegenspieler von Tim und Haddock. Stets in kriminelle Machenschaften wie Opiumschmuggel und Menschenhandel verwickelt, tritt Allan bei seinem letzten Auftritt in Flug 714 nach Sydney als Handlanger Rastapopoulos' auf, der den Millionär Laszlo Carreidas entführen lässt.
Allan ist übrigens einer der wenigen Comic-Charaktere, der „normal“ altern durfte: Hat er bei seinem ersten Auftritt in Die Krabbe mit den Goldenen Scheren noch volles lockiges Haar, sieht man am Ende von Flug 714 nach Sydney, dass die Kapitänsmütze, die er stets trägt, eine deutlich kahle Stelle im schütteren Haar am Hinterkopf verdeckt. Auch trägt Allan zu dem Zeitpunkt ein künstliches Gebiss (es ist allerdings nicht klar, ob er das nicht auch schon vorher getan hat.)
Die Metzgerei Schnitzel (französisch Boucherie Sanzot von sans os = „ohne Knochen“) ist die Metzgerei im Ort. Wenn in Schloss Mühlenhof das Telefon klingelt und Kapitän Haddock oder der Diener Nestor abnimmt, hat sich der Anrufer immer verwählt und möchte eigentlich die Metzgerei anrufen. Umgekehrt verwählt sich Kapitän Haddock immer, wenn er das Telefon benutzt, und landet so bei der Metzgerei. In beiden Situationen brüllt Kapitän Haddock derbe Beschimpfungen ins Telefon.
Alle Tim-und-Struppi-Alben mit deutschem Titel, Jahr der Erstveröffentlichung und Originaltitel:
Einige Alben wurden auf Berndeutsch übersetzt. Die Serie heißt Täntän's Abetüür und die Figuren heißen:
Die Alben sind (Liste eventuell nicht abgeschlossen):
Aufgrund der großen Beliebtheit der Comics und der Zeichentrickserie entschied sich das Hörspiellabel maritim 1984 dazu, die Serie als Hörspiele zu veröffentlichen. In einer veränderten Reihenfolge erschienen zunächst unter der Produktion u.a. von Kurt Vethake zwölf Folgen, dann übernahm das Label Ariola Express die Produktion. Zunächst erschienen die ersten zwölf Folgen neu, wobei nur das Layout verändert wurde, der Inhalt ist eins zu eins identisch. Daraufhin produzierte Ariola Express noch acht weitere Folgen. Bei der HÖRZU sind ab 1975 des Weiteren vier Folgen erschienen.
Folge 3 "Der Schatz Rackhams des Roten" wird von vielen Hörspiel-Hörern als die beste und witzigste Folge benannt. Hier laufen Tim und Struppi zu wahren Höchstleistungen auf und ein Witz folgt dem nächsten.
Bei HÖRZU (Unsere Welt, EMI) erschienen:
Die Hörspielfolgen sind auf Hörspielkassetten und teilweise auch Langspielplatten erschienen.
Die Sprecher der Hauptrollen sind Lutz Schnell als Tim (auch bei der Fernsehserie), Gottfried Kramer als Kapitän Haddock, Joachim Wolff als Professor Bienlein und Günther Lüdke sowie Klaus Wagener als Schulze und Schultze. Eine besondere Rolle nimmt Wolfgang Buresch als Struppi ein, der den Part des Erzählers spricht.
Das Filmunternehmen UFA ATB veröffentlichte 1975 von Tim und Struppi vor der Verbreitung von Videos auch Super8-Schmalfilme mit Ton (wählbar in schwarz-weiß oder Farbe).
Veröffentlicht wurden drei 80 m lange Filme:
Die Bestellnummern der s/w-Fassungen enden mit -3 statt mit -1)
1991 bis 1993 wurde eine in französisch-kanadischer Koproduktion eine Zeichentrickserie unter der Regie von Stéphane Bernasconi und mit der Musik von Ray Parker Jr. und Tom Szeczseniak produziert. CITEL Video veröffentlichte ab 1992 alle Alben auch auf Video (VHS), in Deutschland erfolgte der Vertrieb durch durch ATLAS Film.
Übersicht der 1991-1993 erschienenen 39 Folgen:
Die Folgen "Im Lande der Sowjets" von 1929 und "Tim in Kongo" von 1930 wurden nicht für die Fernsehserie umgesetzt. Die letzte Folge "Tim und die Alphakunst" von 1983 war als Comic nicht vollendet worden.
Einige der Folgen die auf den VHS-Kassetten erschienen sind, wurden ab 1995 auch digitalisiert auf Video-CD veröffentlicht, allerdings in der Qualität der VHS-Kassetten. Produziert wurden die Video-CDs von Ellipse Programme, Nelvana Limited in Zusammenarbeit mit den Fernsehsendern France 3, M6 und The Family Channel. Der Vertrieb mit der Altersbeschränkung FSK ab 6 Jahren erfolgte in Deutschland durch Philips Media (nur Tim in Tibet) oder Schneider & Partner (Dortmund).
Folgen auf Video-CD in deutscher Sprache:
In Kanada wurden zudem drei Sets mit jeweils 7 Folgen in englischer Sprache auf Video-CD von Gipsy Video veröffentlicht. In Asien wurden 21 Video-CDsS ab 1997 unter dem Label Tora Entertainment veröffentlicht.
Die zwei längeren Spielfilme fürs Kino sind:
21 Filmfolgen (inkl. der Doppelfolgen) der 1991 bis 1993 produzierten französisch-kanadischen Serie Tim und Struppi wurden zum 75. Jubiläum 2004 und 2005 in jeweils zwei Collection-Boxes auf DVD verkauft. Die DVDs sind auch einzeln erhältlich. Regie: Stéphane Bernasconi und Musik von Ray Parker Jr. (bekannt u.a. mit dem Titelsong für den Film Ghostbusters) und Tom Szeczseniak.
Die Episoden: DVD 1: Die Zigarren des Pharaos, König Ottokars Zepter, Die schwarze Insel DVD 2: Der Arumbaya-Fetisch, Der Fall Bienlein DVD 3: Der geheimnisvolle Stern, Tim in Tibet, Tim und die Picaros DVD 4: Im Reich des schwarzen Goldes, Kohle an Bord
Die Episoden: DVD 1: Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Das Geheimnis der "Einhorn", Der Schatz "Rackhams des Roten" DVD 2: Der blaue Lotus, Flug 714 nach Sydney DVD 3: Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Die Juwelen der Sängerin DVD 4: Reiseziel Mond, Schritte auf dem Mond, Tim in Amerika
Ein Zeichentrick-Spielfilm:"Tim und Struppi und der Haifischsee" (Le Lac Aux Requins) von 1972 wurde noch nicht auf DVD in Deutschland veröffentlicht.
Tim und Struppi wurde auch für den Videospiel- und Computermarkt entdeckt. Das Software-Unternehmen Infogrames veröffentlichte 1988 auf einer 5 1/4 Diskette in Frankreich das PC-Spiel "Tintin Sur La Lune". Zudem Veröffentlichung 1989 für die Atari Spielkonsole und für den C64 Heimcomputer auf Datasette.
Es folgten von Infogrames 1995 für den Super-Nintendo und den GameBoy zwei Spiele:
Für die Sony PlayStation (PAL-Version) gab es auf PSX-CD-ROM ab 5. September 2001 nur:
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