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Tiefkühlkost ist die Bezeichnung für industriell hergestellte Lebensmittel, die durch das Verfahren der Tiefkühlung konserviert werden. Zur Tiefkühlkost zählen sowohl tiefgefrorene Zutaten für die Weiterverarbeitung als auch Fertiggerichte. Die Lagertemperatur von Tiefkühlkost darf höchstens -18 °C betragen.

Produkte


Die Produktpalette reicht von Beilagen wie Gemüse und Pommes frites bis zu kompletten Mahlzeiten (Convenience-Produkte). Speiseeis fällt nicht unter den Begriff Tiefkühlkost, da es nicht zwingend bei höchstens -18°C gelagert werden muss. Im Haushalt selbst eingefrorene Lebensmittel werden als Gefriergut bezeichnet und häufig bei höheren Temperaturen (-12 °C) aufbewahrt.

Tiefkühlkost wird industriell und weitgehend auch maschinell gefertigt und gelangt über verschiedene Vertriebswege des Einzelhandels oder über Heimdienste zum Verbraucher. Tiefkühlkost unterliegt den Vorschriften der Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel (TLMV).

Für das Heimgefrieren von selbst bereiteten Speisen sind Gefriertruhen und -schränke im Handel, sowie spezialisierte Verpackungen (Beutel, Mehrzweckformen) für das Gefriergut, wozu häufig Polyethen-basierte Materialien verwendet werden. Um Gefriergut herzustellen, werden verschiedene Techniken verwendet, abhängig davon, um welches Lebensmittel es sich jeweils handelt: Gemüse wird beispielsweise meist vor dem Gefrieren blanchiert. Von der Art des Lebensmittels hängt auch ab, wie lange es in gefrorenem Zustand gelagert werden kann (meist 2-3 Monate, Fleischsorten erheblich länger), und wie lange das Auftauen dauert. Industriell hergestellte Tiefkühlkost ist durch das Schockfrosten deutlich länger haltbar als Gefriergut.

Wichtig für den Erhalt der hohen Qualität von Tiefkühlkost ist die Einhaltung der Tiefkühlkette (Temperatur höchstens -18 °C) vom Erzeuger bis zum Zeitpunkt der Zubereitung.

Geschichte


Am 6. März 1930 wurde in Amerika in 18 Geschäften in Springfield, Massachusetts, von der Firma Birds Eye (s. Clarence Birdseye) zum ersten Mal Tiefkühlkost verkauft. Den Durchbruch in Deutschland schaffte Tiefkühlkost 1955, als sie zum ersten Mal auf der Anuga ausgestellt wurde. Die erste tiefgefrorene Fertigmahlzeit, das sogenannte TV-Dinner, wurde in den 50er Jahren von Gerry Thomas in den USA entwickelt

Qualität


Wissenschaftler sind sich heute einig, dass das Tiefgefrieren die schonendste Konservierungsform für Lebensmittel ist. Zudem ist der Vitamin- und Nährstoffgehalt bei tiefgefrorenen Produkten auch nach mehreren Monaten noch deutlich höher als bei solchen, die wenige Tage bei Zimmertemperatur gelagert wurden.

Verbrauch


Nach Angaben des Deutschen Tiefkühlinstitutes wurden in Deutschland 2005 knapp 3,1 Millionen Tonnen Tiefkühlkost verzehrt (pro Person 37,1 kg). Davon gingen 53,5% in den Lebensmittelhandel, 46,5% in die Außer-Haus-Verpflegung. Der wertmäßige Umsatz betrug 9,69 Mrd. Euro.

Weblinks


Deutsches Tiefkühlinstitut e.V.

Ernährung | Esskultur

Frozen food

 

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