| Tibetdogge | |
|---|---|
| FCI - Standard Nr. 230 | |
| Herkunft | Tibet |
| Patronat | F.C.I. |
| Klassifikation FCI | |
| Rassenamen laut FCI | Do-Khyi (Tibet-Dogge) |
| Andere Namen | Tibet-Mastiff |
| Widerristhöhe | 70 cm |
| Gewicht | 85 kg |
Die Tibetdogge ist eine von der FCI (Nr. 230, Gr. 2, Sek. 2.2) anerkannte Hunderasse aus Tibet. Das Zuchtbuch führt der FCI.
Anders als in vielen Hirtenkulturen wurde in Tibet der Hund auch im Bezug auf die Darstellung "des Rad des Lebens" auf etlichen antiquierten Thankas und Malereien dargestellt, von daher ist der unveränderte Typus des Hundes über einen langen Zeitraum zurück nachzuprüfen. Erste genauere Schilderungen in Europa stammen aus den Überlieferungen Marco Polos, welcher um 1271 Asien bereiste und über die Hunde des Tibetischen Hochlandes berichtete.
Die Annahme, die Tibetdogge wäre der Urahn aller doggenartigen Hunde, war bereits um die Jahrtausendwende des 19. Jahrhunderts (1875 - 1935) unter den damaligen Kynologen heftig umstritten und ist bis heute nicht mittels gentechnischer Forschungen hinterlegt oder gar abgeklärt. Es wäre auch denkbar, dass die Doggenartigen und die Tibetdogge einen gemeinsamen Vorfahren in der Gegend des damaligen Mesopotamien (heute Iran/Irak/Afghanistan) haben.
Der Hund zeigt einen nahezu quadratischen Aufbau mit guten, funktionalen Winkelungen der Vor- und Hinterhand und kräftiger Hals- und Nackenpartie. Die kräftig befederte Rute trägt er gerollt über dem Rücken. Der Kopf ist beim ausgewachsenen Hund schwer und breit, steht aber im Verhältnis zum Körper, die Ohren sind eher klein bis mittelgroß und werden seitlich hängend am Kopf, bei Aufmerksamkeit auch nach vorne gerichtet getragen. Das Gebiss ist mittelkräftig und zeigt im Normalfall ein Scherengebiss, Zangengebiss ist ebenfalls erlaubt. Die Lefzen zeigen, trotz kräftiger Ausbildung einen guten Schluss.
Der Ausdruck des Hundes ist ernst und würdevoll bis mürrisch, keinesfalls aber unfreundlich.
Er ist Fremden gegenüber zurückhaltend und misstrauisch und als Wachhund in seiner angestammten Aufgabe in den Heimatregionen bis heute unbestechlich und zuverlässig. Wird der Hund als Wächter von fremden Reisenden in Himalayaregionen angetroffen, so ist es sicher ratsam seinen Arbeitsbereich zu meiden.
Durch die Vermischung mit anderen, von Reisenden mitgebrachten Hunden ist allerdings die Reinheit der Rasse in Zukunft weiterhin in Gefahr. Nachdem seit Kurzem die Tibetdogge von reichen Chinesen als ein Statussymbol geschätzt wird, und sehr hohe Preise für diese Hunde gezahlt werden, ist die Zukunft der Hunde in wirklicher Gefahr.
Im Westen wird der Do Khyi seit 1976 (USA) und 1979 (Europa) aus einigen wenigen importierten Hunden aus den Nachbarregionen um Tibet (Nepal, Bhutan, Nordindien) gezüchtet. Hier bei den Liebhabern dieser Rasse hat sich der Do Khyi als eine loyale, selbständig handelnde, umgängliche Hundepersönlichkeit herausgestellt, welche seiner Aufgabe als unbestechlicher Wächter auch heute noch gut gerecht wird.
Ein Do Khyi sollte ein abwechslungsreiches Umfeld vorfinden in welchem er seiner angestammten Aufgabe noch nachgehen kann. Es empfiehlt sich für die Haltung ein gut umfriedetes Grundstück mit genereller Anbindung an seine Familiengruppe. Zwingerhaltung ist ausgeschlossen und bringt eine verschlossene, nicht mehr zugängliche Hundepersönlichkeit hervor. Die Tibetdogge meldet alles ihr ungewohnte und sollte deshalb im frühen Alter an alle Begebenheiten in ihrer Umgebung gewöhnt werden.
Mastí Tibetà | Tibetská doga | Tibetan Mastiff | Mastino tibetano | チベタン・マスティフ | Tibetaanse mastiff | Mastif tybetański | Тибетски мастиф | 藏獒
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