| Historische Gebiete nach Ansicht von exiltibetischen Gruppen | ||||||
| Tibetische Gebiete, die von VR China beansprucht werden | ||||||
| Autonomes Gebiet Tibet (tatsächliches AGT) | ||||||
| Gebietsanspruch seitens Indiens als Teil von Aksai Chin | ||||||
| Gebietsanspruch der VR China als Teil des Autonomen Gebiets Tibet | ||||||
| Andere Gebiete, die dem tibetischen Kulturkreis zuzuordnen sind |
Tibet (tibetisch བོད་ Bod, sprich: "Pö"; chinesisch: 西藏, Xīzàng) ist ein ausgedehntes Hochland in Zentralasien. Die Bezeichnung Tibet wird heute sowohl für das gesamte tibetische Hochland, als auch für das Verwaltungsgebiet der Volksrepublik China, offiziell "Autonomes Gebiet Tibet", verwendet. Im offiziellen chinesischen Sprachgebrauch steht der Begriff Tibet immer für das Autonome Gebiet Tibet. Die Zugehörigkeit Tibets zur Volksrepublik China ist jedoch umstritten (siehe dazu: Tibets Status). Der aktuelle Artikel beschäftigt sich mit dem gesamten tibetischen Hochland.
Das Hochplateau Tibets ist wüstenhaft, der trockenste Teil ist der westliche Bereich der als Chang Tang (tibetisch für „nördliche Ebene(n)“) bezeichneten alpinen Steppen. Der Grund für die Trockenheit liegt vor allem darin, dass der Himalaya das Hochland nach Süden hin von den indischen Monsunregen abschirmt und im Innern kontinentales Klima vorherrscht.
Umschlossen wird Tibet von den Gebirgen des Himalaya im Süden, den osttibetisch-chinesischen Randketten im Osten (Min Shan, Minya Konka, Hengduan Shan), dem Karakorum im Westen und dem Kunlun Shan im Norden, aber auch im Innern wird es von zahlreichen Gebirgsriegeln durchzogen. Tibet grenzt von Westen nach Osten an die indischen Bundesstaaten Jammu und Kashmir, Himachal Pradesh, Uttaranchal, Sikkim und Assam (nach chinesischer Auffassung) bzw. Arunachal Pradesh (nach indischer Auffassung), sowie an die Länder Nepal, Bhutan und Myanmar (Birma), mit einer Gesamtlänge der Grenze zu diesen drei Ländern von knapp 4.000 km.
Westtibet ist jedoch Teil eines grenzüberschreitenden Kulturraums der folgende Räume umfasst:
Das Autonome Gebiet Tibet umfasst etwa die Hälfte des tibetischen Kulturraums, darf also nicht mit diesem gleichgesetzt werden.
Das angenehmste Klima ist in den tieferen Lagen des Südostens Tibets. Dort liegen auch die Städte Lhasa, Gyangzê und Xigazê. Lhasa hat eine Durchschnittstemperatur von 8 Grad Celsius, Xigazê von 6,5 Grad während nach Norden hin das tibetische Plateau auf über 4500m Höhe ansteigt und in der nördlichen Hälfte Tibets ist die jährliche Durchschnittstemperatur unter 0 Grad (Permafrostgebiet).
Die meisten Bewohner Tibets leben im Gebiet zwischen Lhasa und Xigazê sowie am Ostrand des tibetischen Hochlands während der Norden, der Zentralbereich wie auch der Westen Tibets weitestgehend unbewohnbar sind.
aster_pareechu_Tibet_1.jpg Temperatur in Lhasa (in °C.)
| Monat | Maximum | Minimum |
|---|---|---|
| Januar | 6.8 | -10.2 |
| Februar | 9.2 | -6.9 |
| März | 12.0 | -3.2 |
| April | 15.7 | 0.9 |
| Mai | 19.7 | 5.1 |
| Juni | 22.5 | 9.2 |
| Juli | 21.7 | 9.9 |
| August | 20.7 | 9.4 |
| September | 19.6 | 7.6 |
| Oktober | 16.4 | 1.4 |
| November | 11.6 | -5.0 |
| Dezember | 7.7 | -9.1 |
| Durchschnitt | 15.3 | 0.8 |
| Tibeter und Han-Chinesen in Tibet, aufgeteilt nach Regionen gemäß der Zählung im Jahr 2000 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Total | Tibeter | Han | andere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Autonomes Gebiet Tibet | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| AGT gesamt: | 2.616.329 | 2.427.168 | 92.8% | 158.570 | 6.1% | 30.591 | 1.2% | - Lhasa | 474.499 | 387.124 | 81.6% | 80.584 | 17.0% | 6.791 | 1.4% | - Qamdo | 586.152 | 563.831 | 96.2% | 19.673 | 3.4% | 2.648 | 0.5% | - Shannan | 318.106 | 305.709 | 96.1% | 10968 | 3.4% | 1.429 | 0.4% | - Xigazê | 634.962 | 618.270 | 97.4% | 12.500 | 2.0% | 4.192 | 0.7% | - Nagqu | 366.710 | 357.673 | 97.5% | 7.510 | 2.0% | 1.527 | 0.4% | - Ngari | 77.253 | 73.111 | 94.6% | 3.543 | 4.6% | 599 | 0.8% | - Nyingchi | 158.647 | 121.450 | 76.6% | 23.792 | 15.0% | 13.405 | 8.4% | |||||||||||||||||
| Provinz Qinghai | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Qinghai gesamt: | 4.822.963 | 1.086.592 | 22.5% | 2.606.050 | 54.0% | 1.130.321 | 23.4% | - Xining | 1.849.713 | 96091 | 5.2% | 1.375.013 | 74.3% | 378.609 | 20.5% | - Haidong | 1.391.565 | 128.025 | 9.2% | 783.893 | 56.3% | 479.647 | 34.5% | - Haibei | 258.922 | 62.520 | 24.1% | 94.841 | 36.6% | 101.561 | 39.2% | - Huangnan | 214.642 | 142.360 | 66.3% | 16.194 | 7.5% | 56.088 | 26.1% | - Hainan | 375.426 | 235.663 | 62.8% | 105.337 | 28.1% | 34.426 | 9.2% | - Golog | 137.940 | 126.395 | 91.6% | 9.096 | 6.6% | 2.449 | 1.8% | - Yushu | 262.661 | 255.167 | 97.1% | 5.970 | 2.3% | 1.524 | 0.6% | - Haixi | 332.094 | 40.371 | 12.2% | 215.706 | 65.0% | 76.017 | 22.9% | |||||||||
| Provinz Sichuan | - Ngawa | 847.468 | 455.238 | 53.7% | 209.270 | 24.7% | 182.960 | 21.6% | - Garzê | 897.239 | 703.168 | 78.4% | 163.648 | 18.2% | 30.423 | 3.4% | - Muli | 124.462 | 60679 | 48.8% | 27.199 | 21.9% | 36.584 | 29.4% | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Provinz Yunnan | - Dêqên | 353.518 | 117.099 | 33.1% | 57.928 | 16.4% | 178.491 | 50.5% | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Provinz Gansu | - Gannan | 640.106 | 329.278 | 51.4% | 267.260 | 41.8% | 43.568 | 6.8% | - Tianzhu | 221.347 | 66.125 | 29.9% | 139.190 | 62.9% | 16.032 | 7.2% | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gesamt für Großtibet | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mit Xining und Haidong | 10.523.432 | 5.245.347 | 49.8% | 3.629.115 | 34.5% | 1.648.970 | 15.7% | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ohne Xining und Haidong | 7.282.154 | 5.021.231 | 69.0% | 1.470.209 | 20.2% | 790.714 | 10.9% | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Diese Liste beinhaltet alle tibetischen autonomen Gebiete der Volksrepublik China und zusätzlich Xining sowie Haidong. Die beiden letzten wurden berücksichtigt um die Liste für die Provinz Qinghai zu vervollständigen und auch weil die tibetische Exilregierung diese beiden Gebiete als Teil von Großtibet beansprucht.
Die Schätzungen der tibetischen Exilregierung ergeben andere Ergebnisse. Nach ihren Schätzungen leben im Hochland von Tibet heute 6 Millionen Tibeter und ca. 7,5 Millionen Chinesen. In allen Städten Tibets sind heute nach ihren Schätzungen die Chinesen bereits in der Mehrheit. The Government of Tibet in Exile: Population transfer and control. 2. Feb. 1996
Insgesamt leben ca. 111.170 Tibeter außerhalb von "Groß-Tibet", davon 85.000 in Indien, 14.000 in Nepal, 7.000 in Kanada und den USA, 1.600 in Bhutan, 1.540 in der Schweiz, 1.000 in Taiwan, 640 im restlichen Europa, 110 in Skandinavien, und 220 in Australien und Neuseeland, und 60 in Japan. The Government of Tibet in Exile: Tibet in Exile at a Glance. Based on Tibetan Demographic Survey of 1998, Planning Council, Dharamsala Diese Zahlen schließen jene Tibeter nicht mit ein, die als Selbständige, Angestellte oder auch als Schüler in chinesischen Städten in Chinas Osthälfte leben. Allein in Peking leben rund 2000 Tibeter, wie auch Lanzhou, die Hauptstadt der nordwestchinesischen Provinz Gansu, und Chengdu, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, einen beträchtlichen tibetischen Bevölkerungsanteil aufweisen. Nichtoffiziellen Schätzungen zufolge liegt die Zahl der Tibeter, die in Chengdu leben, zwischen 10.000 und 100.000. Aufgrund des inzwischen wieder großen Zuspruchs, dessen sich der tibetische Buddhismus auch unter Han-Chinesen erfreut, lassen sich auch manche hohe Lamas in ost- und südchinesischen Städten wie Shanghai, Hangzhou oder Shenzhen nieder.
Am 21. September 1987 machte der Dalai Lama einen Vorschlag zur Annäherung an China in Form eines Fünf-Punkte-Friedensplans.
Weiterhin wird die Exilregierung Tibets nicht anerkannt, Kontakte zum Dalai Lama bestehen nur in dessen Eigenschaft als religiöser Führer.
Andere Stellen kommen zu anderen Ergebnissen in der völkerrechtlichen Frage. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages stellte 1987 fest:
In einer Resolution vom 15. Dezember 1992 stellte das Europäische Parlament fest, dass das tibetische Volk ein Volk im Sinne des Völkerrechts ist und ihm das Recht auf Selbstbestimmung zustehe. Weiterhin verurteilte es die militärische Inbesitznahme Tibets durch chinesische Truppen.
Der US-Senat verabschiedete am 23. Mai 1991 eine Resolution, nach der Tibet, einschließlich derjenigen Regionen, die den chinesischen Provinzen einverleibt wurden, nach gängigen Richtlinien internationalen Rechtes ein besetztes Land bildet, dessen wahre Repräsentanten der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung bilden.
Aufgrund dieser Unruhen erklärte China um 1720 das Gebiet Tibets zu seinem Protektorat bei voller innerer Autonomie Tibets. Diese Konstruktion hielt fast 200 Jahre lang und sie hatte Vorteile für beide Seiten.
Die Tibeter waren Herr im eigenen Land und weitgehend ungestört und unter sich. Chinesischen Einfluss gab es nur in den östlichen Randlagen Tibets zu der chinesischen Tiefebene. Dies sind bis heute die Gebiete mit einem größeren Bevölkerungsanteil von Han-Chinesen. Darüber hinaus hatte kaum ein Chinese aus dem Flachland die Motivation, über die tibetischen Trampelpfade - und in Tibet gab es keine Straßen sondern nur Trampelpfade, wenn überhaupt - viele hundert Kilometer durch fast unbewohntes und oft unbewohnbares Gebiet zurückzulegen. Jede Reise in Tibet war beschwerlich und ohne ortskundige Begleitung nicht zu machen. Es gab in Tibet zudem fast nichts, mit dem die Chinesen hätten den Handel treiben können, der diese aufwändige Reise hätte rechtfertigen können. So verweilten zur Zeit des Einmarsches Chinas in den damals unabhängigen Teil Tibets im Jahr 1950 dort nur 6 Ausländer.
Auf der anderen Seite garantierte diese Stellung als chinesisches Protektorat der Bevölkerung Tibets den Schutz gegen äußere Feinde und damit den äußeren Frieden.
Für die Chinesen hatte dieser Zustand des Protektorats über Tibet den Vorteil, dass klargestellt war, dass China bis zum Gebirgskamm des Himalayas Gebietsansprüche hatte. Es wurde klargestellt, ab wann fremde Mächte chinesisches Hoheitsgebiet betraten, und einen Krieg mit China wollte keiner der kleineren umgebenden Staaten beginnen.
Aufgrund dieser Konstellation wird in alten europäischen Atlanten Tibet stets als Teil Chinas dargestellt, während die Bevölkerung Tibets, wie auch die führende politische Schicht, von solch einer Zugehörigkeit Tibets zu Chinas nichts spürte.
Die Lage änderte sich mit dem Auftauchen der englischen Invasionsarmee, welche die Außengrenzen Chinas nicht respektierte.
Die damalige Lage ist mit der von heute aber nicht zu vergleichen da das damalige China das tibetische Volk respektierte, währens es heute unterdrückt wird.
Zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert war Tibet ein starkes Reich. Nach der Schwächung der Position der tibetischen Könige im 10. Jahrhundert bildete sich die prägende Form der tibetischen Gesellschaft aus. Das Land war in drei unterschiedliche Besitzformen unterteilt, freier Grundbesitz, in Ländereien der adligen Familien, und Ländereien unter der Verwaltung verschiedener buddhistischer Klöster. Diese Form bestand bis in die 1950er, wobei zu diesem Zeitpunkt mehr als 700.000 der 1.25 Millionen starken Bevölkerung als vom Adel oder den Klöstern abhängige Bauern tätig waren.
Im 13. Jahrhundert wurde Tibet in das mongolische Reich eingebunden. Die Mongolen gewährten die weltliche Herrschaft über Tibet der Sa-skya Schule des tibetischen Buddhismus. Es folgten Zwischenregierungen, mit drei Herrschafts-Dynastien. Während der letzten Invasion der Mongolen am Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die letzte verbleibende religiöse Linie, die der Dalai Lamas, zur offiziellen Regierung erklärt.
Zhongdian-ciudad-antigua-calles-c08.jpg Im frühen 18. Jahrhundert etablierte China das Recht bevollmächtigte Regierungsvertreter, so genannte Amban, in Lhasa zu stationieren. Als die Tibeter im Jahr 1750 gegen China rebellierten und den Regierungsvertreter töteten, erwiderte China dies durch den Einmarsch ihrer Armee und der Einsetzung eines neuen Vertreters. Die tibetische Regierung führte jedoch wie zuvor ihre Arbeit fort.
Während des 19. Jahrhunderts lebten die Menschen in einem feudalen System unter den Lamas. Die großen Klöster besaßen den Hauptanteil des Landes und monopolisierten das Bildungssystem sowie die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten und zogen Abgaben ein. Ein Handel mit dem Ausland gab es bis auf ein paar Ausnahmen mit Indien, Turkestan und China nicht. Der Dalai Lama wurde als das Oberhaupt angesehen, aber sein Einfluss schwankte mit seinen persönlichen Fähigkeiten. Durch das System der Reinkarnation gab es lange Phasen, in denen der Dalai Lama zu jung war, um sein Amt auszuführen. In dieser Zeit wurde der Panchen Lama als effektive Führung des Landes angesehen.
Zhongdian-sumtseling-gompa-c10.jpg Das traditionelle Tibet vor der chinesischen Annexion glich in vielen Aspekten dem religiös dominierten Mittelalter in Europa. Die Regierungsform war Feudalismus, in dem eine Oligarchie aus Adel und Klerus (Lamas) über die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung herrschte, die zum Großteil leibeigene Bauern waren. Ebenso war die gesamte Infrastruktur des Landes extrem zurückgeblieben und stark reformbedürftig (so bauten beispielsweise erst die Chinesen das erste wirkliche Krankenhaus in ganz Tibet). Auch wurde Tibet durch den Dalai Lama gegen Einflüsse von außen abgeschottet. Zum Zeitpunkt des Einmarsches der Volksbefreiungsarmee 1949 befanden sich nur sechs Ausländer in Tibet - darunter Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter.
20. Jahrhundert
Während der Phase des Great Game erneuerten die Briten ihr Interesse an Tibet, da sie eine Inbesitznahme Tibets durch Russland befürchteten, das seinen Einfluss nördlich und westlich von Tibet ausweitete. Das Drängen auf ein Abkommen mit England wurde jedoch von der tibetischen und der chinesischen Regierung abgelehnt. Als Antwort erreichte 1904 eine britische Expedition unter der Leitung von Francis Younghusband nach kurzen Kämpfen mit der schlecht ausgestatteten tibetischen Armee die Stadt Lhasa. Hinzugefügt werden muss noch, das Lhasa sehr schwer zu erreichen war, und die Tibeter sehr misstrauisch gegenüber Fremden waren.
Nach der Flucht des 13. Dalai Lama in die Mongolei erwirkten die Briten mit den verbleibenden tibetischen Vertretern ein Abkommen, in dem die Öffnung der Grenze und der Handel zu Britisch-Indien begünstigt wurden. Weiterhin wurde festgelegt, dass Tibet nicht ohne Einverständnis der Briten in Verhandlungen mit anderen Ländern treten durfte. Ein Abkommen mit China 1906 wiederholte diese Bedingungen, was Tibet de facto zu einem Protektorat der Briten machte. Eine Einmischung in innere Angelegenheiten fand jedoch nicht statt.
Im Jahr 1907 stellte ein Abkommen zwischen England, China und Russland die Souveränität Chinas fest. 1910 schickten die Chinesen eine eigene militärische Expedition, um diesen Anspruch zu festigen. Der Dalai Lama floh erneut, diesmal nach Indien. Aufgrund der Revolution, dem Sturz der Qing-Dynastie und dem damit einhergehenden Ende des Kaisertums in China im Jahr 1911, verließen die chinesischen Truppen Tibet. Im März 1912 zwangen tibetische Verbände die letzten Truppen zum Rückzug. Der Dalai Lama kehrte 1912 zurück und zog 1913 in Lhasa ein. Nur 22 Tage später erklärte er in einer feierlichen Proklamation die förmliche Unabhängigkeit Tibets. Hierbei wurden auch die äußeren Symbole wie Flagge und Hymne festgelegt.
Am 1. Juli 2006 hatte die tibetische Eisenbahn ihre Jungerfernfahrt. Sie ist bisher (Stand 2006) die höchste Eisenbahn der Welt, wurde teilweise auf Dauerfrostboden gebaut und führt durch Erdbebengebiete. Sie gilt als Prestigeobjekt der chinesischen Regierung, ist aber international umstritten wegen befürchteter größerer chinesischer Dominanz in Tibet.
englisch
Hochland von Tibet | Tibet | Umstrittener Staat | Abhängiges Gebiet | Staat (historisch)
تبت | བོད་ | Tibet | Tibet | Tibet | Tibet | Tibet | Tibeto | Tíbet | Tiibet | Tibet | Tibet | טיבט | तिब्बत | Tibet | Tibet | チベット | ტიბეტი | 티베트 | Tibet | Tibet | Tybet | Tibete | Тибет | Tibet | Tibet | Tây Tạng | 西藏