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Djehuti-mes
(Dhwtj msj)
Thot ist geboren Men-cheperu-Rê
(Mn-xprw-Ra)
Bleibend sind die Erscheinungsformen/Erscheinungen/ Gestalten des Ré

Namen
Geburtsname
Thronname
auf Deutsch Thutmosis

Thutmosis IV., altägyptischer König der 18. Dynastie, um 1397 - um 1388 v. Chr. (Helck: 1388 - 1379, Krauss: 1400 - 1390 v. Chr.)

Weitere Namen


  • Horus-Name: Mit vollkommenen Erscheinungen (Variiert: Geliebt von Theben bzw. Sohn des Atum)
  • Nebti-Name: Mit beständigen Königtum wie Atum, bzw. Mit mächtigen Erscheinungen in allen Ländern
  • Goldname: Mit reichlicher Schlagkraft, der die 9 Bogen zurückschlägt (Variiert : Mit beständigem o.ä. wie Harachte)
  • Thronname: MencheperuRe = "Bleibend sind die Erscheinungsformen/Erscheinungen/ Gestalten des Ré". Dieser Name wurde gewählt, um auf seinen gleichnamigen Großvater Thutmosis III. anzuspielen; dieser hatte sich nämlich MencheperuRe genannt, was im Altägyptischen nicht nur praktisch inhaltsgleich ist, sondern sich auch fast genau identisch schreibt.
  • Beiname: Von Ré Erschaffener/Erwählter, Herrscher der Máat

Familie


  • Vater: Amenophis II.
  • Mutter: Tiaa
  • Geschwister: Aa-chepru-Rê, Si-Amun, Ahmose, Amenemipet, Ubensenu, Nedjem, Amenhotep zweimal
  • Ehefrauen: Nefertari, Jaret, Mutemwia, von der man manchmal vermutet hat, sie sei eine Tochter des Artatamas I. von Mitanni gewesen; diese Annahme lässt sich aber nicht beweisen
  • Söhne: Amenophis III., Amenemhet, Amenhotep-Meri-chepesch u.a.
  • Töchter: Tiaa, Amenemipet, Tent-Amun, Petepihu

Herkunft


Pharao Thutmosis IV. war der Sohn von Amenophis II.. Zusammen mit der Nebenfrau Mutemwia hatte er den Sohn Amenophis III..

Aus der Zeit als Thutmosis IV. noch nicht die rote und die weiße Krone (Königskronen) trug und als Kommandant der Wagenkämpfer in Memphis weilte, erzählen eine Inschrift die folgende Geschichte: Thutmosis IV. legte sich nach einer Löwenjagd ermüdet in den Schatten des Sphinx bei den großen Pyramiden. Er hatte eine Vision in der ihm der Sonnengott Re erschien und ihn aufforderte den Sphinx vom Wüstensand zu befreien. Dafür versprach er ihm die Königskronen. Kurz nach der Thronbesteigung erfüllte Thutmosis IV. die göttliche Bitte und er errichtete außerdem zwischen den Pranken der Sphinx eine Traumtafel, deren Inschriften aus seinem Leben berichten.

Dies ist die gängigste Auffassung der Traumtafel. Die Ägyptologin Christine El-Mahdy allerdings sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Befreien des Squinx und der Thronbesteigung; sie interpretiert die Traumtafel so, dass Re Thutmosis die Regentschaft in jedem Fall versprach, und dass Thutmosis den Sphinx aus einem anderen Grund befreite: er sah sich als leiblicher Sohn des Sonnengottes (eine entgegen der allgemeinen Auffassung sehr unübliche Vorstellung im Alten Ägypten) und erfüllte nur seine Pflicht gegenüber seinem Vater. El-Mahdy sieht darin auch den Anfang einer persönlichen Beziehung der Königsfamilie zu einem Gott, die unter Amenophis III. ausgebaut wurde (stärkere Verehrung des Aton als Abbild der Sonnenscheibe) und unter Amenophis IV. (Echnaton) seinen Höhepunkt nahm.

Regentschaft


Über Thutmosis IV. ist im Verhältnis zu vielen anderen Pharaonen wenig bekannt. Er übernahm die Regierung als Ägypten auf dem Höhepunkt stand. Sein Großvater Thutmosis III. hatte die Grenzen weit nach Vorderasien ausgedehnt - auch der Vater Amenophis II. führte Kriege, um die Grenzen nach Mitanni und zu den Hethitern zu sichern. Im siebten/achten Jahr seiner Regierungszeit führte er die übliche Strafexpedition nach Nubien durch und auch ein Feldzug in den vorderasiatischen Raum ist belegt.

Innenpolitik

Politisch erwies sich Thutmosis IV. als sehr geschickt.

Seine Wesire waren Hepu, Ptah-hotep und Ptahmose, Vizekönig von Kusch ein Amenhotep.

Heiratspolitik

Doch unter Thutmosis IV. wurden die Hethiter zur Bedrohung und Mitanni suchte Beziehungen zu Ägypten. Deshalb schloss der Pharao einen Bund mit König Artatana von Mitanni und heiratete dessen Tochter (Identität der Mutemwia mit der Tochter des Artatamas ist nicht gesichert). (Anmerkung: um 1350 wurde Mitanni von den Hethitern unterworfen)

Der Sohn aus dieser Ehe sollte dann später sein Nachfolger Pharao Amenophis III. werden. Dies war eine Veränderung der Tradition, denn rechtmäßiger König war bisher nur der Sohn einer königlichen ägyptischen Frau geworden.

Bautätigkeit

Eine Bautätigkeit des Thutmosis IV. ist im ganzen Reich nachweisbar. Auch er baute am Tempel seiner Vorgänger im Reichsheiligtum von Karnak weiter und wie seine Vorgänger errichtete er seinen Totentempel in Korna und ließ im Tal der Könige sein Grab anlegen (KV 43, von Howard Carter im Jahr 1903 entdeckt). Bereits in den Wirren der Nach-Amarna-Zeit wurde das Grab aufgebrochen und im 8. Jahr des Haremhab restauriert.
Die Mumie des Königs hat man im Grab seines Vaters Amenophis II. gefunden, wohin man sie in der 21. Dynastie zum Schutz vor Grabräubern versteckte.

Rundplastik

Die Plastik Thutmosis IV. stellt entwicklungsgeschichtlich einen Übergang dar. War der Königstyp zunächst noch dem Schönheitsideal der frühen 18. Dynastie verpflichtet, so setzt Thutmosis IV. in seinen Abbildern neue Akzente. In der Physiognomie ist zu bemerken, das sich der Augenaußenwinkel von der Mitte (vgl. Kairo EM CG 42080) zum oberen Rand entwickelt (vgl. Kairo EM JE 43611). Dadurch wird die Augenachse schräggestellt und es entstehen "Katzenaugen". Sein Nachfolger Amenhotep III. lässt die Augenpartie noch weiter mit breit aufgelegten Augenumrandungen ausgestalten.

Quellen


Literatur


  • Betsy Bryan, The reign of Thutmose IV, Baltimore, Johns Hopkins University Press 1991, ISBN 0801842026

  • Magnus Reisinger, Entwicklung der ägyptischen Königsplastik in der frühen und hohen 18. Dynastie, Agnus-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-00-015864-2

Weblinks


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