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Bei der Spielergewerkschaft ATP wird er nur als Tommy Haas geführt. Diesen Namen trägt er auch in seinem Freundeskreis.
Thomas Haas begann das Tennisspielen im Alter von vier Jahren. Mit elf begab er sich in die Ausbildung der Tennisakademie von Nick Bollettieri in Bradenton, Florida. Finanziert wurde seine Ausbildung (und die seiner Schwester Sabine) von einem Sponsorenpool (TOSA Tennistalentförderung GmbH), dem im Gegenzug eine Einnahmebeteiligung von 15% der späteren Gewinnsummen (bis 2004) zugesichert wurde. Nachdem Thomas Haas bereits 1999 die Zahlungen einstellte, wurde das von seinen Gläubigern angestrebte Urteil (Vergütung bzw. Rückzahlung in Höhe von über 500.000 €) 2003 rechtskräftig. Die Ausbildung in Florida, wo er über lange Jahre auch seinen Hauptwohnsitz hatte, verlief sehr erfolgreich. Haas war unter anderem längere Zeit Einspielpartner von Andre Agassi, erreichte eine Bestplazierung von Platz elf in der Juniorenweltrangliste, errang sowohl Doppel- als auch Einzeltitel und war auch bei den Junior Grand Slams bzw. dem Orange Bowl unter den Besten. 1996 schloss er die High School in Bradenton ab.
Sein Wechsel zu den Profi-Spielern war mit mehreren Verletzungen (u.a. Knöchelbruch links und rechts) verbunden. Nachdem er sich davon erholt hatte, fasste er schnell Fuß auf der ATP-Tour. Im Jahr 2000 errang er bei den Olympischen Spielen in Sydney nach einem knapp verlorenen Fünf-Satz-Final-Match gegen Jewgeni Kafelnikow die Silbermedaille im Tennis-Einzel. Seine Trainierbindung mit David Red Ayme begann 2001 und endete mit Abschluss der Saison 2005. Mittlerweile ist sein Trainer der ehemalige Profi Thomas Hogstedt, der zuvor Nicolas Kiefer coachte.
Nach 15-monatiger Verletzungspause (zwei Schulteroperationen) ist Thomas Haas seit Anfang Februar 2004 wieder auf der ATP-Tour aktiv. Diese Verletzungspause von 467 Tagen ist die längste, nach der es bisher ein Comeback im Herrentennis gegeben hat. Am 19. April 2004 stand er in Houston erstmals seit 23 Monaten wieder in einem Finale, das er gegen Andy Roddick mit 6:3 und 6:4 gewann. Im Juli 2004 gewann Tommy seinen siebten Einzel-Titel in Los Angeles. Im ersten rein deutschen ATP-Finale seit 1994 (1994 spielten Zoecke-Dreekmann in Sun City) bezwang er Nicolas Kiefer mit 7:6 und 6:4.
In der Saison 2006 konnte Haas, nachdem er bei den Australian Open den Weltranglistenersten und späteren Turniersieger Roger Federer über die volle Distanz von fünf Sätzen zwingen konnte, bislang zwei Turniererfolge erreichen. Anfang April stand er im Halbfinale von Houston. Er verpasste aufgrund einer Handgelenksverletzung seinen 3.Turniersieg 2006.
| Legende |
| Grand-Slam (0) |
| Tennis Masters Cup (0) |
| ATP Masters Series (1) |
| ATP Tour (8) |
| Nr. | Datum | Gewonnenes Turnier | Gewonnen gegen... | Punkte |
| 1. | 22. Februar 1999 | Memphis | Jim Courier (USA) | 6-4, 6-1 |
| 2. | 7. Januar 2001 | Adelaide | Nicolas Massu (Chile) | 6-3, 6-1 |
| 3. | 26. August 2001 | Long Island | Pete Sampras (USA) | 6-3, 3-6, 6-2 |
| 4. | 14. Oktober 2001 | Wien | Guillermo Canas (Argentinien) | 6-2, 7-6, 6-4 |
| 5. | 21. Oktober 2001 | Stuttgart (Indoor) | Max Mirny (Weissrussland) | 6-2, 6-2, 6-2 |
| 6. | 18. April 2004 | Houston | Andy Roddick (USA) | 6-3, 6-4 |
| 7. | 18. Juli 2004 | Los Angeles | Nicolas Kiefer (Deutschland) | 7-6, 6-4 |
| 8. | 5. Februar 2006 | Delray Beach | Xavier Malisse (Belgien) | 6-3, 3-6, 7-6 |
| 9. | 26. Februar 2006 | Memphis | Robin Soderling (Schweden) | 6-3, 6-2 |
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